Sonstiges

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind einerseits mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren, deren Existenz jedoch erst durch das Eintreten oder Nichteintreten unsicherer künftiger Ereignisse bestätigt wird, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Andererseits stellen Eventualverbindlichkeiten gegenwärtige Verpflichtungen dar, die aus vergangenen Ereignissen resultieren, bei denen ein Ressourcenabfluss jedoch als nicht wahrscheinlich eingeschätzt wird oder deren Höhe nicht ausreichend verlässlich bestimmt werden kann. Solche Verpflichtungen sind nach IAS 37 nicht in der Bilanz zu erfassen, sondern im Anhang anzugeben.

Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten und Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Risikoreduzierung eingesetzt. Ihr Einsatz erfolgt im Rahmen der Vorgaben der entsprechenden Konzernrichtlinie.

Alle derivativen Finanzinstrumente sind gemäß IAS 39 zum Fair Value bilanziert und unter den sonstigen finanziellen und anderen Vermögenswerten beziehungsweise unter den sonstigen finanziellen und anderen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Zur Bewertung der derivativen Finanzinstrumente werden die Interbankenkonditionen gegebenenfalls inklusive der für die METRO GROUP gültigen Kreditmargen oder Börsenkurse herangezogen; dabei werden die Mittelkurse am Bilanzstichtag verwendet. Falls keine Börsenkurse Anwendung finden, wird der Fair Value mittels anerkannter finanzwirtschaftlicher Modelle berechnet.

Liegt ein wirksames Sicherungsgeschäft (Hedge Accounting) nach IAS 39 vor, werden Fair-Value-Änderungen von als Fair-Value-Hedges designierten Derivaten sowie den dazugehörigen Grundgeschäften erfolgswirksam erfasst. Bei Cashflow Hedges wird der effektive Teil der Fair-Value-Änderung des Derivats erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Eine Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt erst bei Realisation des Grundgeschäfts. Der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen

Die im Rahmen des anteilsbasierten Vergütungssystems gewährten Aktienprämien sind als „Anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich“ gemäß IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung) klassifiziert. Für diese werden ratierliche, mit dem Fair Value der eingegangenen Verpflichtungen bewertete Rückstellungen gebildet. Der ratierliche Aufbau der Rückstellungen erfolgt dabei erfolgswirksam als Personalaufwand über die jeweils zugrunde liegende Sperrfrist verteilt. Der Fair Value wird mithilfe eines Optionspreismodells zu jedem Bilanzstichtag während der Sperrfrist bis zur Ausübung neu berechnet. Die Rückstellung wird entsprechend erfolgswirksam angepasst.

Soweit die gewährten anteilsbasierten Vergütungen durch den Abschluss korrespondierender Sicherungsgeschäfte abgesichert wurden, sind die Sicherungsgeschäfte zum Fair Value bewertet und unter den sonstigen finanziellen und anderen Vermögenswerten ausgewiesen. Hierbei wird der Teil der Wertschwankung der Sicherungsgeschäfte in dem Maße, in dem sie der Wertschwankung der anteilsbasierten Vergütungen entsprechen, erfolgswirksam als Personalaufwand erfasst. Der überschießende Teil der Wertschwankungen wird erfolgsneutral im Eigenkapital gezeigt.

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Zusammenfassung ausgewählter Bewertungsmethoden

 

 

Position

Bewertungsmethode

Aktiva

 

Geschäfts- oder Firmenwerte

Anschaffungskosten (Folgebewertung: Impairment-Test)

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

 

Entgeltlich erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte

(Fortgeführte) Anschaffungskosten

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

Herstellungskosten der Entwicklung
(Einzelkosten und direkt zurechenbare Gemeinkosten)

Sachanlagen

(Fortgeführte) Anschaffungskosten

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

(Fortgeführte) Anschaffungskosten

Finanzanlagen

 

„Kredite und Forderungen“

(Fortgeführte) Anschaffungskosten

„Bis zur Endfälligkeit gehalten“

(Fortgeführte) Anschaffungskosten

„Erfolgswirksam zum Fair Value“
(„Zu Handelszwecken gehalten")

Erfolgswirksam zum Fair Value

„Zur Veräußerung verfügbar“

Erfolgsneutral zum Fair Value

Vorräte

Niedrigerer Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(Fortgeführte) Anschaffungskosten

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Nennwert

Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

Niedrigerer Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten

Passiva

 

Rückstellungen

 

Pensionsrückstellungen

Methode der laufenden Einmalprämien (Anwartschaftsbarwertverfahren)

Sonstige Rückstellungen

Abgezinster Erfüllungsbetrag
(mit höchster Eintrittswahrscheinlichkeit)

Finanzschulden

 

„Erfolgswirksam zum Fair Value“
(„Zu Handelszwecken gehalten“)

Erfolgswirksam zum Fair Value

„Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten“

(Fortgeführte) Anschaffungskosten

Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten

Erfüllungsbetrag oder Fair Value

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

(Fortgeführte) Anschaffungskosten