18. Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen 3.780 Mio. € (Vorjahr 4.045 Mio. €).

Durch die bilanzielle Abbildung der mit Andienungsrechten versehenen Gesellschaftsanteile verringerten sich die Geschäfts- oder Firmenwerte von Media-Saturn im Jahr 2012 um 19 Mio. € (Vorjahr Reduzierung um 52 Mio. €).

2009 erhielten die nicht beherrschenden Gesellschafter von METRO Cash & Carry Rumänien die Möglichkeit zur Andienung ihrer Gesellschaftsanteile gegenüber der METRO GROUP. Im Rahmen der Folgebewertung dieser Andienungsrechte reduzierte sich der Geschäfts- oder Firmenwert um 2 Mio. € (Vorjahr Reduzierung um 26 Mio. €).

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Großhandelsgeschäfts im Vereinigten Königreich wurde der Geschäfts- oder Firmenwert von MAKRO Cash & Carry Vereinigtes Königreich in Höhe von 37 Mio. € in die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ umgegliedert. Im Rahmen der Abwertung dieser Veräußerungsgruppe auf den Fair Value abzüglich Veräußerungskosten wurde dieser in voller Höhe abgewertet.

Mit Vertrag vom 30. November 2012 trafen die METRO GROUP und das französische Handelsunternehmen Groupe Auchan die Vereinbarung, das Real-Geschäft in Osteuropa an Groupe Auchan zu veräußern. Seit Inkrafttreten der Vereinbarung werden alle Vermögenswerte und Schulden, die Bestandteil der Vereinbarung sind, als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 behandelt. In diesem Zusammenhang wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte von Real Polen und Real Russland in die Position „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ umgegliedert.

Wesentliche Anteile der Geschäfts- oder Firmenwerte bestanden zum Berichtsstichtag bei folgenden Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:

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31.12.2011

31.12.2012

 

 

 

 

 

 

 

WACC

 

WACC

 

Mio. €

%

Mio. €

%

Real Deutschland

1.083

6,7

1.083

5,9

METRO Cash & Carry Frankreich

398

6,5

398

5,9

METRO Cash & Carry Niederlande

352

7,0

352

6,0

METRO Cash & Carry Polen

255

7,4

258

6,6

METRO Cash & Carry Deutschland

223

6,7

223

5,9

Media-Saturn Deutschland

218

8,2

211

7,7

METRO Cash & Carry Ungarn

239

8,9

189

8,7

METRO Cash & Carry Italien

171

7,1

171

6,6

METRO Cash & Carry Belgien

145

6,8

145

6,0

METRO Cash & Carry Portugal

91

7,9

91

8,5

Redcoon-Gruppe

83

9,3

83

8,8

Media-Saturn Italien

73

8,7

71

8,5

Galeria Kaufhof Warenhäuser Belgien

57

7,1

57

6,9

METRO Cash & Carry Rumänien

58

9,0

56

8,5

METRO Cash & Carry Spanien

51

6,9

51

7,2

Real Polen

132

7,4

0

6,6

Übrige Gesellschaften (jeweils < 50 Mio. € oder Corporate Assets)

416

 

341

 

 

4.045

 

3.780

 

Aufgrund der Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 wird eine jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte durchgeführt. Diese erfolgt auf Ebene einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Diese Gruppe ist beim Geschäfts- oder Firmenwert grundsätzlich die Organisationseinheit Vertriebslinie pro Land. Bei der Prüfung auf Werthaltigkeit wird die Summe der Buchwerte der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Als erzielbarer Betrag wird der Fair Value abzüglich Verkaufskosten verwendet, der aus diskontierten zukünftigen Cashflows berechnet wird. Die erwarteten Cashflows basieren auf einem qualifizierten Planungsprozess unter Beachtung von unternehmensinternen Erfahrungswerten sowie unternehmensextern erhobenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten. Der Detailplanungszeitraum umfasst grundsätzlich 3 bis 6 Jahre. Im Anschluss an den Detailplanungszeitraum wird wie im Vorjahr in der Regel eine Wachstumsrate von 1,0 Prozent unterstellt. Als Kapitalisierungszinssatz wird der durchschnittliche gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) unter Anwendung des Capital Asset Pricing Model abgeleitet. Hierbei wird für alle im gleichen Geschäftsfeld agierenden Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten eine individuelle Gruppe von Vergleichsunternehmen (Peer Group) unterstellt. Die Kapitalisierungszinssätze bestimmen sich ferner unter Annahme eines Basiszinssatzes von 2,5 Prozent (Vorjahr 4,0 Prozent) sowie einer Marktrisikoprämie von 6,5 Prozent (Vorjahr 5,0 Prozent) in Deutschland. Sowohl auf den Eigenkapitalkostensatz als auch auf den Fremdkapitalkostensatz werden jeweils landesspezifische Risikozuschläge auf Basis des Ratings des jeweiligen Landes erhoben. Die individuell für jede Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelten Kapitalisierungszinssätze nach Steuern liegen zwischen 5,9 und 10,7 Prozent (Vorjahr 6,4 bis 15,0 Prozent).

Die vorgeschriebene jährliche Prüfung bestätigte zum 31. Dezember 2012 die Werthaltigkeit aller aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte mit Ausnahme für METRO Cash & Carry Ungarn sowie METRO Cash & Carry Griechenland. Für METRO Cash & Carry Ungarn wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 50 Mio. € und für METRO Cash & Carry Griechenland in Höhe von 20 Mio. € vorgenommen.

Zusätzlich zum Impairment-Test wurden für jede Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten 3 Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Bei der ersten Sensitivitätsanalyse wurde eine um 1 Prozentpunkt geringere Wachstumsrate unterstellt. Im Rahmen der zweiten Sensitivitätsanalyse wurde für jede Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Kapitalisierungszinssatz um jeweils 10,0 Prozent angehoben. Bei der dritten Sensitivitätsanalyse wurde ein pauschaler Abschlag von 10,0 Prozent auf das in der Perpetuität angenommene EBIT erhoben. Aus diesen Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen würde mit Ausnahme von METRO Cash & Carry Deutschland und Real Deutschland für keine der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten eine außerplanmäßige Abschreibung resultieren. Bei der Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts von METRO Cash & Carry Deutschland überstieg der Fair Value abzüglich Veräußerungskosten den Buchwert um 64 Mio. €, während es bei Real Deutschland 47 Mio. € waren. Bei METRO Cash & Carry Deutschland würde der Fair Value abzüglich Veräußerungskosten bei einem Kapitalisierungszinssatz von 6,2 Prozent anstatt 5,9 Prozent oder einem pauschalen Abschlag von 7,1 Prozent auf das in der Perpetuität unterstellte EBIT dem Buchwert entsprechen. Bei einem Kapitalisierungszinssatz von 6,1 Prozent anstatt 5,9 Prozent oder einem pauschalen Abschlag von 3,7 Prozent auf das in der Perpetuität unterstellte EBIT würde bei Real Deutschland der Fair Value abzüglich Veräußerungskosten dem Buchwert entsprechen.