30. Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte/Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten

Veräußerung des Großhandelsgeschäfts im Vereinigten Königreich

Am 30. Mai 2012 haben die METRO GROUP und die Booker Group PLC bekannt gegeben, das Großhandelsgeschäft der METRO GROUP im Vereinigten Königreich (MAKRO Self Service Wholesalers Ltd) mit dem der Booker Group PLC zusammenzulegen, um eine strategische Partnerschaft auf dem britischen Markt zu bilden. Für die Abgabe der 30 Großmärkte inklusive Immobilien wurden als Gegenleistung der Erhalt von 9,08 Prozent des Aktienkapitals der Booker Group PLC sowie eine Barzahlung in Höhe von 15,8 Mio. £ vereinbart.

Da die Transaktion bis Juli 2012 unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre der Booker Group PLC stand, wurden ab dem Zeitpunkt der Bekanntgabe der Zusammenlegung alle Vermögenswerte (484 Mio. €) und Schulden (141 Mio. €), die Bestandteil dieser Transaktion waren, als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 (Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche) behandelt und entsprechend im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2012 bilanziert.

Die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Abwertung dieser Veräußerungsgruppe auf den Fair Value abzüglich Veräußerungskosten betrugen insgesamt 172 Mio. €. Diese wirkten sich im Segment METRO Cash & Carry mit 127 Mio. € und im Segment Immobilien mit 45 Mio. € aus.

Mit der Zustimmung der Aktionäre in der am 2. Juli 2012 abgehaltenen Gesellschafterversammlung der Booker Group PLC war die letzte verbleibende Vollzugsbedingung dieser Transaktion erfüllt. Vor diesem Hintergrund wurde die Entkonsolidierung erstmals im Quartalsfinanzbericht zum 30. September 2012 abgebildet.

Zum Zeitpunkt des Abgangs führte die Veräußerung des Großhandelsgeschäfts im Vereinigten Königreich nach Konsolidierung aller konzerninternen Sachverhalte zu einer Abnahme der „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ in Höhe von 321 Mio. € sowie der „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ in Höhe von 145 Mio. €.

Die veräußerten Vermögenswerte und Schulden setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

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Mio. €

2012

1

Geänderte Bezeichnung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

Vermögenswerte

 

Sachanlagen

168

Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte (langfristig)1

9

Vorräte

98

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

1

Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte (kurzfristig)1

33

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

12

 

321

Schulden

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

118

Rückstellungen (kurzfristig)

2

Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten (kurzfristig)1

25

 

145

Die Veräußerung des Großhandelsgeschäfts im Vereinigten Königreich führte zu einem EBIT-wirksamen Erfolg in Höhe von 23 Mio. €. Dieser wirkte sich im Segment METRO Cash & Carry mit 7 Mio. € und im Segment Immobilien mit 16 Mio. € aus.

Die Ausbuchung der bisher im Eigenkapital bilanzierten Translationseffekte führte zu einer Belastung des Finanzergebnisses in Höhe von 22 Mio. €.

Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Vermögenswerte und Schulden reduzierten im Segment METRO Cash & Carry das Segmentvermögen um 190 Mio. € und die Segmentschulden um 140 Mio. €. Im Segment Immobilien sanken das Segmentvermögen um 128 Mio. € und die Segmentschulden um 0 Mio. €.

Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa

Mit Vertrag vom 30. November 2012 trafen die METRO GROUP und das französische Handelsunternehmen Groupe Auchan die Vereinbarung, das Real-Geschäft in Osteuropa an Groupe Auchan zu veräußern. Das Real-Geschäft in Osteuropa umfasst 91 Real-SB-Warenhäuser in Polen, Russland, Rumänien und der Ukraine inklusive des Immobilieneigentums an 14 dieser Standorte. Die Veräußerung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden in den jeweiligen Ländern. Bis zum Zeitpunkt dieser Zustimmungen verbleibt das Real-Geschäft in Osteuropa Bestandteil der METRO GROUP und trägt bis dahin zum Konzernergebnis bei. Seit Inkrafttreten der Vereinbarung zwischen der METRO GROUP und Groupe Auchan werden alle Vermögenswerte und Schulden, die Bestandteil der Vereinbarung sind, als eine Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 behandelt. Nach Konsolidierung aller konzerninternen Vermögenswerte und Schulen erfolgt ihr Ausweis demnach in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012 unter der Position „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ (1.250 Mio. €) beziehungsweise unter der Position „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ (825 Mio. €). Sie setzen sich wie folgt zusammen:

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Mio. €

2012

1

Geänderte Bezeichnung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

Vermögenswerte

 

Immaterielle Vermögenswerte

163

Sachanlagen

658

Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte (langfristig)1

2

Vorräte

282

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

12

Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte (kurzfristig)1

69

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

64

 

1.250

Schulden

 

Finanzschulden (langfristig)1

217

Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten (langfristig)1

26

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

490

Rückstellungen (kurzfristig)

23

Finanzschulden (kurzfristig)1

5

Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten (kurzfristig)1

62

Ertragsteuerschulden

2

 

825

Die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Schulden des Real-Geschäfts in Osteuropa tragen im Segment Real mit 856 Mio. € zum Segmentvermögen und mit 659 Mio. € zu den Segmentschulden bei. Im Segment Immobilien beträgt ihr Anteil am Segmentvermögen 298 Mio. €. An den Segmentschulden des Segments Immobilien haben sie keinen Anteil.

Im Rahmen der Veräußerung an Groupe Auchan sind Aufwendungen von 41 Mio. € angefallen. Aufwendungen im Zusammenhang mit der Abwertung der Veräußerungsgruppe auf den Fair Value abzüglich Veräußerungskosten sind nicht entstanden.

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa werden darüber hinaus zusätzliche Vermögenswerte und Schulden an weitere Erwerber veräußert. Diese Vermögenswerte und Schulden werden mit 65 Mio. € ebenfalls als „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ beziehungsweise mit 75 Mio. € als „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ ausgewiesen. Sie tragen im Segment Real mit 45 Mio. € zum Segmentvermögen und mit 25 Mio. € zu den Segmentschulden bei. Im Segment Immobilien beträgt ihr Anteil am Segmentvermögen 23 Mio. €, an den Segmentschulden haben sie keinen Anteil.

Die Veräußerung der zusätzlichen Vermögenswerte und Schulden verursachte Aufwendungen von 38 Mio. €. Aufwendungen im Zusammenhang mit der Abwertung der Veräußerungsgruppe auf den Fair Value abzüglich Veräußerungskosten sind nicht entstanden.

Die METRO GROUP geht davon aus, dass auch die an andere Erwerber zu veräußernden Vermögenswerte und Schulden des Real-Geschäfts in Osteuropa im Verlauf des kommenden Rumpfgeschäftsjahres, spätestens jedoch bis Dezember 2013 veräußert sein werden.

Veräußerung französischer Immobilien

Im Dezember 2012 veräußerte die METRO GROUP 69,26 Prozent ihrer bis dahin 100-prozentigen Tochtergesellschaft OPCI FRENCH WHOLESALE PROPERTIES – FWP (OPCI) an eine Investorengruppe, bestehend aus der FWP LUX FEEDER ALPHA S.A., der FWP LUX FEEDER BETA S.A., der MUTUELLA D’EPARGNE, DE RETRAITE ET DE PROVOYNACE CARAC und der OPCIMMO. Der Eigentumsübergang fand am 28. Dezember 2012 statt. Seit diesem Zeitpunkt werden die verbleibenden 30,74 Prozent der Anteile am OPCI im Konzernabschluss der METRO GROUP als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.

Aus dem Abgang des OPCI erzielte die METRO GROUP einen EBIT-wirksamen Ertrag von 120 Mio. €, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird. Hierin enthalten ist ein Ertrag aus der Aufwertung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung von 1 Mio. €.

Aus der Folgebewertung der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile zum 31. Dezember 2012 entstand ein Aufwand von 1 Mio. €, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird.

Zum Zeitpunkt des Abgangs führte die Veräußerung des OPCI nach Konsolidierung aller konzerninternen Sachverhalte zu einer Abnahme der „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ in Höhe von 124 Mio. €. „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ bestanden nicht.

Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Vermögenswerte reduzierten im Segment Immobilien das Segmentvermögen um 124 Mio. €. Das Segmentvermögen des Segments METRO Cash & Carry erhöhte sich vor dem Hintergrund der Aktivierung von 7 Finanzierungs-Leasingverhältnissen um 16 Mio. €.

Im Rahmen der Veräußerung des OPCI verließen insgesamt 43 französische Standorte des Segments METRO Cash & Carry die METRO GROUP, wovon 7 Standorte im Zusammenhang mit einer Sale-and-Leaseback-Transaktion als Finanzierungs-Leasingverhältnisse klassifiziert und erneut im Sachanlagevermögen der METRO GROUP bilanziert werden.

Insgesamt sank der Buchwert der „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ durch die Veräußerung von Immobilien um 194 Mio. €. Die Absicht, weitere Immobilien im Verlauf des Jahres 2013 zu veräußern, sowie die renovierungsbedingte Nachaktivierung bei bereits in den zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten bilanzierten Immobilien erhöht die Bilanzposition um 191 Mio. €. Hierin enthalten ist der zweite französische Immobilienfonds OPCI FRENCH WHOLESALE STORES – FWS mit Vermögenswerten in Höhe von 114 Mio. €.

Die METRO GROUP hat die Erwartung, dass die als „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ bilanzierten Immobilien im Verlauf des Jahres 2013 veräußert werden. Eine außerplanmäßige Abschreibung dieser Immobilien auf einen niedrigeren Fair Value abzüglich Veräußerungskosten war nicht erforderlich. Innerhalb der Segmentberichterstattung werden sie im Segmentvermögen des Segments Immobilien mit einem Wert von 215 Mio. € ausgewiesen.