31. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital hat sich hinsichtlich Höhe und Zusammensetzung nach Stamm- und Vorzugsaktien gegenüber dem Stand am 31. Dezember 2011 nicht verändert und beträgt 835.419.052,27 €. Es ist wie folgt eingeteilt:

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Inhaberstückaktien, anteiliger Wert je Aktie am Grundkapital rund 2,56 €

 

31.12.2011

31.12.2012

Stammaktien

Stück

324.109.563

324.109.563

828.572.941

828.572.941

Vorzugsaktien

Stück

2.677.966

2.677.966

6.846.111

6.846.111

Grundkapital gesamt

Stück

326.787.529

326.787.529

835.419.052

835.419.052

Jede Stammaktie gewährt eine Stimme. Stammaktien berechtigen darüber hinaus insbesondere zum Erhalt von Dividenden. Im Unterschied zu den Stammaktien gewähren Vorzugsaktien grundsätzlich kein Stimmrecht und sind mit einem Gewinnvorzug gemäß § 21 der Satzung der METRO AG ausgestattet. Hierin heißt es:

„(1) Die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht erhalten aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,17 Euro je Vorzugsaktie.

(2) Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, daß die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind.

(3) Nach Ausschüttung der Vorzugsdividende erhalten die Inhaber von Stammaktien eine Dividende von 0,17 Euro je Stammaktie. Danach wird an die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 Euro je Vorzugsaktie gezahlt. Die Mehrdividende beträgt 10 vom Hundert der unter Berücksichtigung von Absatz 4 an die Inhaber von Stammaktien gezahlten Dividende, wenn diese 1,02 Euro je Stammaktie erreicht oder übersteigt.

(4) An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht und die Inhaber von Stammaktien entsprechend ihren Anteilen am Grundkapital gleichberechtigt teil.“

Genehmigtes Kapital

Die vormals bestehenden und nicht ausgenutzten Ermächtigungen des Vorstands, das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Geldeinlagen bis zum 23. Mai 2012 um bis zu 40.000.000 € (vormaliges genehmigtes Kapital I), gegen Sacheinlagen bis zum 23. Mai 2012 um bis zu 60.000.000 € (vormaliges genehmigtes Kapital II) und gegen Geld- oder Sacheinlagen bis zum 12. Mai 2014 um bis zu 225.000.000 € (vormaliges genehmigtes Kapital III) zu erhöhen, wurden durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 in einer einheitlichen Ermächtigung zusammengefasst. Diese neu geschaffene einheitliche Ermächtigung erlaubt es dem Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2017 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Geld- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, höchstens jedoch um bis zu 325.000.000 €, zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten festgelegten Fällen ausschließen. Das neu geschaffene genehmigte Kapital I wurde bisher nicht ausgenutzt.

Bedingtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 hat eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 127.825.000 €, eingeteilt in bis zu 50.000.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien, beschlossen (bedingtes Kapital I). Diese bedingte Kapitalerhöhung steht im Zusammenhang mit der Schaffung einer Ermächtigung des Vorstands, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 4. Mai 2015 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- oder Wandelschuldverschreibungen (zusammen „Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.500.000.000 € zu begeben und den Inhabern Options- beziehungsweise Wandlungsrechte auf bis zu 50.000.000 Stück neue Stammaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen, entsprechende Options- oder Wandelpflichten zu begründen oder das Recht der Gesellschaft vorzusehen, statt einer Rückzahlung der Schuldverschreibungen in bar ganz oder teilweise Stammaktien der Gesellschaft zu liefern. Es wurden bisher keine Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen aufgrund der vorgenannten Ermächtigung begeben.

Erwerb eigener Aktien

Die Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 hat die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 4. Mai 2015 eigene Aktien, gleich welcher Gattung, bis zu insgesamt 10 vom Hundert des Grundkapitals zu erwerben. Von dieser Ermächtigung hat bisher weder die Gesellschaft noch ein abhängiges oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehendes Unternehmen oder ein anderer für Rechnung der Gesellschaft oder eines abhängigen oder eines in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmens Gebrauch gemacht.

Weitere Angaben zum genehmigten Kapital, zum bedingten Kapital beziehungsweise zur Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen sowie zum Erwerb eigener Aktien sind unter Textziffer 9 Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht des Vorstands des Konzernlageberichts enthalten.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt 2.544 Mio. € (Vorjahr 2.544 Mio. €).

Gewinnrücklagen

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Mio. €

31.12.2011

31.12.2012

Effektiver Teil der Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges sowie Bewertungseffekte auf zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

91

60

Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbereiche

–438

–314

Auf Komponenten des „Sonstigen Ergebnisses“ entfallende Ertragsteuer

–4

8

Übrige Gewinnrücklagen

3.336

2.891

 

2.985

2.645

Die Veränderungen der Rücklagen für den effektiven Teil der Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges sowie der Bewertungseffekte auf zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten von –31 Mio. € (Vorjahr 28 Mio. €) und für die Ertragsteuer auf das „Sonstige Ergebnis“ in Höhe von 12 Mio. € (Vorjahr –21 Mio. €) setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen:

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Mio. €

31.12.2011

31.12.2012

Ausbuchung von Cashflow Hedges

–8

19

davon im Vorratsvermögen

(–7)

(24)

davon im Finanzergebnis

(–1)

(–5)

Erst- bzw. Folgebewertung derivativer Finanzinstrumente

36

–56

Bewertungseffekte auf zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

0

6

 

28

–31

Darauf saldierte latente Steuerauswirkung

–21

12

 

7

–19

Daneben haben Währungsumrechnungsdifferenzen mit 124 Mio. € das Eigenkapital gestärkt (Vorjahr 123 Mio. € eigenkapitalmindernd). Die währungsbedingte Eigenkapitalstärkung stammt im Wesentlichen aus den Ländern Russland, Polen, Großbritannien und Ungarn, dagegen resultieren währungsbedingte Eigenkapitalminderungen hauptsächlich aus den Ländern Ukraine, Indien und Serbien.

Die übrigen Gewinnrücklagen verringerten sich im Wesentlichen durch die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2011 um 442 Mio. € auf 2.891 Mio. €.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen die Anteile Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen. Sie betragen zum Jahresende 77 Mio. € (Vorjahr 73 Mio. €). Der Anstieg um 4 Mio. € setzt sich im Wesentlichen zusammen aus dem Anteil am Gesamtergebnis, der den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnen ist (102 Mio. €), abzüglich von Dividenden (–97 Mio. €). Nennenswerte Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bestehen lediglich bei der Media-Saturn-Holding GmbH.

Verwendung des Bilanzgewinns, Dividenden

Die Dividendenausschüttung der METRO AG richtet sich nach dem handelsrechtlichen Jahresabschluss der METRO AG.

Aus dem für das Geschäftsjahr 2011 ausgewiesenen Bilanzgewinn von 462 Mio. € wurden im Geschäftsjahr 2012 gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 Dividenden in Höhe von 1,350 € je Stammaktie und 1,485 € je Vorzugsaktie, also insgesamt 442 Mio. €, ausgeschüttet. Der Restbetrag wurde als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.

Zur Verwendung des Bilanzgewinns 2012 schlägt der Vorstand der METRO AG der Hauptversammlung vor, aus dem ausgewiesenen Bilanzgewinn von 349 Mio. € eine Dividendenausschüttung in Höhe von 1,00 € je Stammaktie und 1,06 € je Vorzugsaktie, also insgesamt 327 Mio. €, zu beschließen und den Restbetrag als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.