40. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 (Kapitalflussrechnungen) zeigt, wie sich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben.

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten umfasst Schecks und Kassenbestände sowie unterwegs befindliche Gelder und die Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten.

Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit. Cashflows aus nicht fortgeführten Aktivitäten werden separat ausgewiesen, sofern es sich um aufgegebene Geschäftsbereiche handelt.

Im Dezember 2012 wurden die Vermögenswerte und Schulden des Real-Geschäfts in Osteuropa als „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ beziehungsweise unter „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ ausgewiesen. In den umgegliederten Vermögenswerten waren Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 66 Mio. € enthalten.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnten im Berichtsjahr Cashflows in Höhe von 2.340 Mio. € (Vorjahr 2.092 Mio. €) generiert werden. Die Abschreibungen entfallen mit 1.198 Mio. € (Vorjahr 1.159 Mio. €) auf Sachanlagen, mit 252 Mio. € (Vorjahr 174 Mio. €) auf immaterielle Vermögenswerte und mit 13 Mio. € (Vorjahr 17 Mio. €) auf „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“. Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Großhandelsgeschäfts im Vereinigten Königreich wurde eine Abwertung dieser Veräußerungsgruppe in Höhe von 172 Mio. € vorgenommen. Dagegen laufen Zuschreibungen in Höhe von 12 Mio. € (Vorjahr 34 Mio. €).

Die Veränderung des Netto-Betriebsvermögens beträgt 80 Mio. € (Vorjahr –174 Mio. €) und enthält die Veränderungen der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der in der Position „Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte“ enthaltenen Forderungen an Lieferanten sowie Forderungen aus Kreditkarten und geleisteten Anzahlungen auf Vorräte. Darüber hinaus enthält sie die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, der abgegrenzten Umsätze aus Gutscheinen und Kundentreueprogrammen, der Rückstellungen für Kundentreueprogramme und Rückgaberechte sowie der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen.

Die Position „Sonstiges“ beinhaltet diverse Einzelposten. Wesentliche Bestandteile sind die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern mit –19 Mio. € (Vorjahr –117 Mio. €) sowie die Adjustierung von unrealisierten Wechselkurseffekten mit 58 Mio. € (Vorjahr –58 Mio. €). Hieraus resultiert eine Verbesserung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 214 Mio. €. Die Abnahme der Auszahlungen für Löhne und Gehälter basiert im Wesentlichen auf einem Rückgang von erfolgsabhängigen Einmalzahlungen. Des Weiteren wurden Auszahlungen an die METRO-Unterstützungskasse e. V. in Höhe von 46 Mio. € (Vorjahr 39 Mio. €) geleistet. Zudem wurden Immobilien zum Zwecke der Weiterveräußerung für 15 Mio. € (Vorjahr 41 Mio. €) erworben.

Aus dem Bereich der Investitionstätigkeit resultiert im Berichtsjahr ein Mittelabfluss von 626 Mio. € (Vorjahr 1.072 Mio. €). Hierin sind Einzahlungen für die Veräußerung der OPCI FRENCH WHOLESALE PROPERTIES – FWP in Höhe von 203 Mio. € sowie 14 Mio. € für den Verkauf von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich enthalten. Im Vorjahr beinhaltete der Cashflow aus der Investitionstätigkeit Auszahlungen für den Erwerb der Redcoon-Gruppe in Höhe von 106 Mio. €. Der Betrag der als Mittelabfluss dargestellten Investitionen in Sachanlagen unterscheidet sich von dem im Anlagenspiegel dargestellten Zugang in Höhe der nicht zahlungswirksamen Vorgänge. Diese betreffen im Wesentlichen Zugänge aus Finanzierungs-Leasing, Wechselkurseffekte sowie die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Erwerb von übrigen Anlagewerten. Die sonstigen Investitionen beinhalten Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 136 Mio. € (Vorjahr 155 Mio. €) sowie Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 7 Mio. € (Vorjahr 17 Mio. €).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit weist im Berichtsjahr einen Mittelzufluss von 279 Mio. € (Vorjahr Mittelabfluss 2.441 Mio. €) aus. Die Verbesserung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen auf die Begebung von Anleihen in Höhe von 1.698 Mio. € zurückzuführen.