42. Management der finanzwirtschaftlichen Risiken

Die Treasury der METRO AG steuert die finanzwirtschaftlichen Risiken der METRO GROUP. Dies sind speziell

  • Preisänderungsrisiken,
  • Liquiditätsrisiken,
  • Bonitätsrisiken und
  • Risiken aus Zahlungsstromschwankungen.

Preisänderungsrisiken

Preisänderungsrisiken resultieren für die METRO GROUP daraus, dass der Wert eines Finanzinstruments durch Änderungen der Marktzinssätze, der Wechselkurse, der Aktienkurse oder aber der Rohstoffpreise beeinflusst wird.

Zinsrisiken entstehen durch Veränderungen des Zinsniveaus. Zur Begrenzung dieser Risiken werden Zinsswaps oder Zinsbegrenzungsvereinbarungen eingesetzt.

Die Ermittlung des verbleibenden Zinsrisikos der METRO GROUP erfolgt gemäß IFRS 7 mittels einer Sensitivitätsanalyse. Dabei werden folgende Annahmen bei der Betrachtung einer Zinssatzänderung zugrunde gelegt:

  • Die durch die Sensitivitätsanalyse ermittelte Gesamtauswirkung bezieht sich auf den Bestand zum Bilanzstichtag und drückt den Effekt für 1 Jahr aus.
  • Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäft im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinssatzänderungen designiert sind, wirken sich in der Sensitivitätsanalyse ergebniswirksam im Zinsergebnis aus.
  • Festverzinsliche originäre Finanzinstrumente haben generell keine ergebniswirksamen Auswirkungen im Zinsergebnis. Sie werden nur dann ergebniswirksam im übrigen Finanzergebnis, wenn sie im Rahmen eines Fair-Value-Hedges als Grundgeschäft designiert sind und mit dem Fair Value bewertet werden. Hierbei gleicht sich aber die zinsbedingte Wertänderung des Grundgeschäfts mit der Wertänderung des Sicherungsgeschäfts bei voller Effektivität des Sicherungsgeschäfts aus. Die im Rahmen eines Fair-Value-Hedges im Konzern entstehenden variablen Zinsströme werden ergebniswirksam im Zinsergebnis berücksichtigt.
  • Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäft im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung von variablen Zinsströmen designiert sind, wirken sich nur dann im Zinsergebnis aus, wenn die Zahlungsströme ausgelöst werden. Aus der Bewertung des Sicherungsgeschäfts zum Fair Value entstehen jedoch ergebnisneutrale Effekte in den Gewinnrücklagen.
  • Zinsderivate, die nicht in einem qualifizierten Sicherungszusammenhang nach IAS 39 stehen, wirken sich durch die Bewertung zum Fair Value ergebniswirksam im übrigen Finanzergebnis und durch eintretende Zinsströme im Zinsergebnis aus.

Das verbleibende Zinsrisiko der METRO GROUP resultiert zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus variabel verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einem Gesamtanlagesaldo nach Berücksichtigung von Sicherungsgeschäften in Höhe von 4.852 Mio. € (Vorjahr 2.526 Mio. €).

Eine Zinssatzerhöhung von 100 Basispunkten hat bei diesem Gesamtsaldo einen um 49 Mio. € (Vorjahr 25 Mio. €) höheren Ertrag im Zinsergebnis pro Jahr zur Folge. Bei einer Zinssatzreduzierung von 100 Basispunkten ergibt sich ein gegenläufiger Effekt in Höhe von –49 Mio. € (Vorjahr –25 Mio. €).

Aus der Bewertung von Zinsswaps und Zinswährungsswaps mit einem Nominalvolumen von 312 Mio. € (Vorjahr 126 Mio. €), die in einem Cashflow Hedge stehen, ergibt sich bei einer Zinssatzerhöhung von 100 Basispunkten eine Erhöhung des Eigenkapitals in Höhe von 8 Mio. € (Vorjahr 3 Mio. €). Bei einer Zinssatzverringerung ergibt sich eine Eigenkapitalverschlechterung in Höhe von 8 Mio. € (Vorjahr 3 Mio. €).

Währungsrisiken entstehen der METRO GROUP im internationalen Einkauf von Waren und aufgrund von Kosten sowie Finanzierungen, die in einer anderen Währung als der jeweiligen Landeswährung anfallen oder an die Entwicklung einer anderen Währung gebunden sind. Für daraus resultierende Fremdwährungspositionen besteht eine Sicherungspflicht gemäß der Konzernrichtlinie „Fremdwährungstransaktionen“. Ausnahmen bestehen dort, wo es wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, sowie bei gesetzlichen und regulatorischen Beschränkungen in den Ländern. Bei der Absicherung kommen Devisentermingeschäfte/-optionen sowie Zins- und Währungsswaps zum Einsatz.

Die Darstellung des durch die Ausnahmen entstehenden Fremdwährungsrisikos erfolgt gemäß IFRS 7 ebenfalls mittels einer Sensitivitätsanalyse. Dabei werden folgende Annahmen bei der Betrachtung einer Ab- beziehungsweise Aufwertung des Euro gegenüber Fremdwährungen getroffen:

Die durch die Sensitivitätsanalyse dargestellte Gesamtauswirkung bezieht sich in ihrer Höhe und ihren Ergebnischarakteristika auf die Fremdwährungsbestände innerhalb der konsolidierten Tochtergesellschaften der METRO GROUP und drückt den Effekt bei Vorliegen der Ab- beziehungsweise Aufwertung des Euro aus.

Bei einer Abwertung des Euro tritt ein positiver Effekt ein, sofern eine Fremdwährungsforderung in einer Tochtergesellschaft besteht, deren funktionale Währung der Euro ist, sowie bei einer Verbindlichkeit in Euro in einer Tochtergesellschaft, deren funktionale Währung nicht der Euro ist. Ein negativer Effekt tritt bei einer Abwertung des Euro ein, sofern eine Forderung in Euro in einer Tochtergesellschaft besteht, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, sowie bei einer Verbindlichkeit in Euro in einer Tochtergesellschaft, deren funktionale Währung der Euro ist. Eine Aufwertung hingegen bewirkt jeweils einen gegenläufigen Effekt.

Die Effekte aus der Bewertung von Fremdwährungspositionen, die gemäß IAS 21 mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden und die keinen Eigenkapitalcharakter haben, werden in der Sensitivitätsanalyse ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In den Fällen, in denen die Fremdwährungspositionen Eigenkapitalcharakter haben, sogenannten Net Investments, werden die Effekte der Stichtagskursbewertung erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt.

Devisentermingeschäfte/-optionen sowie Zins- und Währungsswaps, die nicht in einem qualifizierten Sicherungszusammenhang gemäß IAS 39 stehen, wirken sich durch die Bewertung zum Fair Value ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demgegenüber stehen die Effekte aus der Bewertung des in Fremdwährung gehaltenen Grundgeschäfts, sodass sich bei voller Effektivität des Sicherungsgeschäfts beide Effekte ausgleichen.

Devisentermingeschäfte/-optionen sowie Zins- und Währungsswaps, die als Sicherungsgeschäft im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung von Fremdwährungs-Zahlungsströmen designiert sind, wirken sich nur dann in der Gewinn- und Verlustrechnung aus, wenn die Zahlungsströme ausgelöst werden. Aus der Bewertung der Sicherungsgeschäfte zum Fair Value entstehen jedoch ergebnisneutrale Effekte in den Gewinnrücklagen.

Effekte aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen, deren funktionale Währung nicht die Berichtswährung der METRO GROUP ist, berühren die Cashflows in lokaler Währung nicht und sind deshalb nicht Bestandteil der Sensitivitätsanalyse.

Das verbleibende Währungsrisiko der METRO GROUP zum Bilanzstichtag lautet wie folgt:

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Auswirkung bei Ab-/Aufwertung des Euro um 10 %

 

 

 

 

 

 

Mio. € 

Währungspaar

Volumen

31.12.2011

Volumen

31.12.2012

Periodenergebnis

 

 

 

 

 

 

CNY / EUR

–74

+/–7

–16

+/2

 

CZK / EUR

–151

+/–15

–124

+/–12

 

EGP / EUR

–36

+/–4

–39

+/–4

 

HUF / EUR

–8

+/–1

–1

+/–0

 

JPY / EUR

14

+/–1

 

KZT / EUR

–178

+/–18

–222

+/–22

 

MAD / EUR

80

+/–8

0

+/–0

 

MDL / EUR

–42

+/–4

–39

+/–4

 

PLN / EUR

–188

+/–19

–118

+/–12

 

RON / EUR

–204

+/–20

–189

+/–19

 

RSD / EUR

–31

+/–3

–27

+/–3

 

RUB / EUR

–141

+/–14

–293

+/–29

 

SGD / EUR

–10

–/+1

–1

–/+0

 

TRY / EUR

–26

+/–3

–24

+/–2

 

UAH / EUR

–11

+/–1

–15

+/–2

 

USD / EUR

3

+/–0

19

+/–2

 

VND / EUR

–8

+/–1

–4

+/–0

 

 

 

+/–117

 

+/–114

Eigenkapital

 

 

 

 

 

 

GBP / EUR

–3

+/–0

183

+/–18

 

CNY / EUR

4

+/–0

56

+/–6

 

JPY / EUR

25

+/–3

0

+/–0

 

PLN / EUR

69

+/–7

75

+/–8

 

RUB / EUR

–518

+/–52

–120

+/–12

 

SEK / EUR

–51

+/–5

–52

+/–5

 

TRY / EUR

–32

+/–3

–32

+/–3

 

UAH / EUR

–248

+/–25

–242

+/–24

 

USD / EUR

347

+/–35

252

+/–25

 

 

 

+/–130

 

+/–101

 

 

 

 

 

 

 

 

 

+/–247

 

+/–215

 

Darüber hinaus bestehen Währungsrisiken der Währungspaare USD / CNY, USD / HKD, USD / KZT, USD / RUB, USD / TRY, USD / VND, USD / UAH mit einer Auswirkung von –/+18 Mio. € (Vorjahr –/+18 Mio. €) bei einer Ab- beziehungsweise Aufwertung des USD um 10 Prozent sowie des Währungspaares CNY / HKD von –/+2 Mio. € (Vorjahr –/+2 Mio. €) und RUB / KZT von +/– 1 Mio. € (Vorjahr +/–0 Mio. €).

Aktienkursrisiken entstehen aus einer anteilsbasierten Vergütung der Führungskräfte der METRO GROUP. Dabei orientiert sich die Vergütung (Geldprämie) im Wesentlichen an der Kursentwicklung der METRO-Stammaktie sowie an der relativen Performance der Stammaktie gegenüber definierten Indizes.

Die Aktienkursrisiken aus dem Performance Share Plan wurden bisher nicht begrenzt.

Hinsichtlich der Stromderivate beeinflussen die Strompreise den Fair Value dieser Instrumente. Die Wertschwankungen wirken sich im übrigen Finanzergebnis aus.

Zum Stichtag beträgt der Wert des Portfolios 20,9 Mio. € mit einer Lieferung im Jahr 2013. Der Wert des Portfolios bezieht sich auf den Wert der zum Stichtag beschafften Menge.

Mittels der Bestimmung des Value at Risk, mit einem Konfidenzniveau von 99 Prozent und einer Haltedauer von 20 Tagen, wurde für das Portfolio mit einer Lieferung im Jahr 2013 ein maximaler Gewinn in Höhe von 1,6 Mio. € beziehungsweise ein maximaler Verlust in Höhe von 1,6 Mio. € ermittelt. Das Value-at-Risk-Modell basiert auf einer historischen Simulation der Marktpreise der jeweils vorangegangenen 500 Handelstage.

Zins- und Währungsrisiken sind durch die in den METRO GROUP internen Treasury-Richtlinien festgeschriebenen Grundsätze deutlich reduziert und limitiert. Darin ist konzernweit verbindlich geregelt, dass jede Absicherungsmaßnahme im Rahmen vorher definierter Limits erfolgen muss und in keinem Fall zu einer Erhöhung der Risikoposition führen darf. Die METRO GROUP nimmt dabei bewusst in Kauf, dass die Möglichkeiten, aktuelle oder erwartete Zins- beziehungsweise Wechselkursentwicklungen zur Ergebnisoptimierung zu nutzen, stark eingeschränkt sind.

Zur Absicherung dürfen außerdem ausschließlich marktgängige derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, deren korrekte finanzmathematische und buchhalterische Abbildung und Bewertung in den Treasury-Systemen sichergestellt sind.

Am Bilanzstichtag sind folgende derivative Finanzinstrumente zur Risikoreduzierung eingesetzt:

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31.12.2011

31.12.2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fair Values

 

Fair Values

 

 

 

 

 

 

 

Mio. €

Nominal-
volumen

Finanzielle
Vermögens-
werte

Finanzielle
Verbind-
lichkeiten

Nominal-
volumen

Finanzielle
Vermögens-
werte

Finanzielle
Verbind-
lichkeiten

Zinsbezogene Geschäfte

 

 

 

 

 

 

Zinsswaps

126

0

8

126

0

8

davon innerhalb
Fair-Value-Hedges

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

davon innerhalb Cashflow Hedges

(126)

(0)

(8)

(126)

(0)

(8)

davon nicht in einer
Hedge-Beziehung

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

Währungsbezogene Geschäfte

 

 

 

 

 

 

Devisentermin-
geschäfte/-optionen

545

36

18

801

8

23

davon innerhalb
Fair-Value-Hedges

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

davon innerhalb Cashflow Hedges

(378)

(25)

(1)

(304)

(0)

(11)

davon nicht in einer
Hedge-Beziehung

(167)

(11)

(17)

(497)

(7)

(12)

Zins-/Währungsswaps

23

2

0

186

0

8

davon innerhalb
Fair-Value-Hedges

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

davon innerhalb Cashflow Hedges

(0)

(0)

(0)

(186)

(0)

(8)

davon nicht in einer
Hedge-Beziehung

(23)

(2)

(0)

(0)

(0)

(0)

 

568

38

18

988

8

31

Rohstoffbezogene Geschäfte

 

 

 

 

 

 

Terminkontrakte

12 Tsd. t 759 GWh

4

3

7 Tsd. t 
468 GWh

3

4

davon innerhalb
Fair-Value-Hedges

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

davon innerhalb Cashflow Hedges

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

davon nicht in einer
Hedge-Beziehung

(12 Tsd. t 759 GWh)

(4)

(3)

(12 Tsd. t 468 GWh)

(3)

(4)

 

k. A.

42

29

k. A.

11

43

 

Das Nominalvolumen der Devisentermingeschäfte/-optionen und der Zinsbegrenzungsvereinbarungen bestimmt sich aus der Nettoposition der den einzelnen Geschäften zugrunde liegenden An- und Verkaufsbeträge in Fremdwährung, umgerechnet zum entsprechenden Wechselkurs des Bilanzstichtags. Das Nominalvolumen der Zinsswaps beziehungsweise der Zins-/Währungsswaps und der Zinssicherungskontrakte ist brutto ausgewiesen. Das Nominalvolumen der Rohstoffkontrakte erfolgt für Dieselderivate in metrischen Tonnen (t), dies entspricht etwa 1.183 Litern, für Stromderivate in Gigawattstunden (GWh).

Sämtliche Fair Values stellen den theoretischen Wert bei Auflösung der Geschäfte zum Stichtag dar. Unter der Prämisse des Haltens der Geschäfte bis zur Endlaufzeit handelt es sich hierbei um unrealisierte Gewinne und Verluste, die sich bei voller Effektivität des Sicherungsgeschäfts bis zur Fälligkeit mit Gewinnen und Verlusten der Grundgeschäfte ausgleichen werden.

Um diesen Ausgleich periodengerecht darstellen zu können, werden zwischen Sicherungsgeschäften und Grundgeschäften Beziehungen hergestellt, die wie folgt verbucht werden:

  • Innerhalb eines Fair-Value-Hedges wird sowohl das Sicherungsgeschäft als auch das abzusichernde Risiko des Grundgeschäfts mit dem Fair Value bilanziert. Die Wertschwankungen beider Geschäfte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der sie sich bei voller Effektivität des Sicherungsgeschäfts ausgleichen.
  • Innerhalb eines Cashflow Hedges werden die Sicherungsgeschäfte ebenfalls grundsätzlich zum Fair Value bilanziert. Bei voller Effektivität des Sicherungsgeschäfts werden die Bewertungsveränderungen so lange im Eigenkapital erfasst, bis die abgesicherten Zahlungsströme beziehungsweise erwarteten Transaktionen das Ergebnis beeinflussen. Erst dann erfolgt die Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung.
  • Sicherungsgeschäfte, die nach IAS 39 nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen, werden mit dem Fair Value bilanziert. Wertveränderungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Auch wenn hier formal kein Sicherungszusammenhang hergestellt wurde, handelt es sich hierbei um Sicherungsgeschäfte, die in einem engen Zusammenhang mit einem Grundgeschäft stehen und die sich in ihrer Ergebnisauswirkung mit denen des Grundgeschäfts ausgleichen (natürlicher Hedge).

Die eingesetzten Währungsderivate beziehen sich vor allem auf das Britische Pfund, die Dänische Krone, den Japanischen Yen, den Polnischen Złoty, den Rumänischen Leu, den Russischen Rubel, den Schweizer Franken, die Tschechische Krone, die Türkische Lira, den Ungarischen Forint sowie den US-Dollar.

Folgende Fälligkeitstermine liegen bei den derivativen Finanzinstrumenten vor:

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31.12.2011 Fair Values

31.12.2012 Fair Values

 

 

 

 

 

 

 

 

Fälligkeitstermine

Fälligkeitstermine

 

 

 

 

 

 

 

Mio. €

Bis zu 1 Jahr

1 bis 5 Jahre

Über 5 Jahre

Bis zu 1 Jahr

1 bis 5 Jahre

Über 5 Jahre

Zinsbezogene Geschäfte

 

 

 

 

 

 

Zinsswaps

0

–8

0

0

–8

0

davon innerhalb
Fair-Value-Hedges

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

davon innerhalb Cashflow Hedges

(0)

(–8)

(0)

(0)

(–8)

(0)

davon nicht in einer
Hedge-Beziehung

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

Währungsbezogene Geschäfte

 

 

 

 

 

 

Devisentermin-
geschäfte/-optionen

18

0

0

–16

0

0

davon innerhalb
Fair-Value-Hedges

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

davon innerhalb Cashflow Hedges

(24)

(0)

(0)

(–10)

(0)

(0)

davon nicht in einer
Hedge-Beziehung

(–6)

(0)

(0)

(–5)

(0)

(0)

Zins-/Währungsswaps

2

0

0

0

–8

0

davon innerhalb
Fair-Value-Hedges

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

davon innerhalb Cashflow Hedges

(0)

(0)

(0)

(0)

(–8)

(0)

davon nicht in einer
Hedge-Beziehung

(2)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

 

20

0

0

–16

–8

0

Rohstoffbezogene Geschäfte

 

 

 

 

 

 

Terminkontrakte

–2

3

0

–2

1

0

davon innerhalb
Fair-Value-Hedges

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

davon innerhalb Cashflow Hedges

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

(0)

davon nicht in einer
Hedge-Beziehung

(–2)

(3)

(0)

(–2)

(1)

(0)

 

18

–5

0

–18

–15

0

 

Unter den Fälligkeitsterminen sind die Fair Values der in diesen Zeiträumen fälligen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten angegeben.

Die Zinsanpassungstermine variabler Zinssätze liegen unter 1 Jahr.

Liquiditätsrisiken

Die METRO AG fungiert für die Gesellschaften der METRO GROUP als finanzwirtschaftlicher Koordinator, um eine möglichst kostengünstige und betragsmäßig stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft und für Investitionen sicherzustellen. Die erforderlichen Informationen werden durch eine monatlich aktualisierte Konzernfinanzplanung der einzelnen Konzerngesellschaften bereitgestellt und einer monatlichen Abweichungsanalyse unterzogen. Diese Finanzplanung wird zusätzlich durch eine wöchentlich rollierende 14-Tages-Liquiditätsplanung ergänzt.

Als Finanzinstrumente werden Produkte des Geld- und Kapitalmarkts (Fest- und Tagesgelder, Schuldscheindarlehen, Commercial Papers und börsennotierte Anleihen im Rahmen der Daueremissionsprogramme) sowie bilaterale und syndizierte Kredite eingesetzt. Die METRO GROUP verfügt über eine ausreichende Liquiditätsreserve, sodass Liquiditätsrisiken auch dann nicht entstehen, wenn unerwartet auftretende Ereignisse negative finanzwirtschaftliche Auswirkungen auf die Liquiditätslage haben. Zu den Finanzinstrumenten und Kreditlinien wird auf die Ausführungen unter den entsprechenden Bilanzpositionen verwiesen.

Durch den konzerninternen Finanzausgleich (Cash Pooling) wird eine Reduzierung des Fremdfinanzierungsvolumens sowie eine Optimierung der Geld- und Kapitalanlagen der METRO GROUP mit positiven Auswirkungen auf das Zinsergebnis erreicht. Das Cash Pooling ermöglicht die Nutzung der Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur internen Finanzierung des Liquiditätsbedarfs anderer Konzerngesellschaften.

Des Weiteren wird das in der Treasury der METRO AG gebündelte Know-how genutzt, um die Konzerngesellschaften in allen relevanten Finanzfragen zu beraten und zu betreuen. Das reicht von grundsätzlichen Überlegungen zur Finanzierung von Investitionsvorhaben bis hin zur Unterstützung der Finanzverantwortlichen der einzelnen Konzerngesellschaften in Gesprächen mit Banken und Finanzdienstleistern vor Ort. Dadurch wird sichergestellt, dass zum einen die Finanzressourcen der METRO GROUP optimal eingesetzt werden und zum anderen alle Konzerngesellschaften an der Bonität und Stärke der METRO GROUP im Hinblick auf ihre Finanzierungskonditionen teilhaben.

Bonitätsrisiken

Bonitätsrisiken entstehen durch den vollständigen oder teilweisen Ausfall eines Kontrahenten, beispielsweise durch Insolvenz, im Rahmen von Geldanlagen sowie bei derivativen Finanzinstrumenten mit positiven Marktwerten. Das maximale Ausfallrisiko, dem die METRO GROUP zum Bilanzstichtag ausgesetzt ist, wird durch die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte in einer Gesamthöhe von 8.640 Mio. € (Vorjahr 6.424 Mio. €) widergespiegelt.

Nähere Angaben über die Höhe der jeweiligen Buchwerte sind im Konzernanhang unter Nummer 39 „Buchwerte und Fair Values nach Bewertungskategorien“ enthalten.

Die in den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten berücksichtigten Kassenbestände in Höhe von 138 Mio. € (Vorjahr 145 Mio. €) unterliegen dabei keinem Ausfallrisiko.

Im Zuge des Risikomanagements von Geldanlagen in Gesamthöhe von 4.765 Mio. € (Vorjahr 2.982 Mio. €) und derivativen Finanzinstrumenten in Gesamthöhe von 11 Mio. € (Vorjahr 42 Mio. €) sind für alle Geschäftspartner der METRO GROUP Mindestanforderungen an die Bonität und zudem individuelle Höchstgrenzen für das Engagement festgelegt. Bei der Ermittlung der Bonitätsrisiken werden Schecks und unterwegs befindliche Gelder nicht berücksichtigt. Grundlage ist dabei eine in den Treasury-Richtlinien festgeschriebene Limitsystematik, die im Wesentlichen auf den Einstufungen internationaler Ratingagenturen, der Entwicklung des Credit Default Swap oder auf internen Bonitätsprüfungen basiert. Jedem Kontrahenten der METRO GROUP wird ein individuelles Limit zugewiesen, dessen Einhaltung fortlaufend in Treasury-Systemen überwacht wird.

In der nachfolgenden Tabelle ist eine Einteilung der Geschäftspartner in Rating-Klassen dargestellt:

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Rating-Klassen

Volumen in %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geldanlagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einstufung

Moody’s

Standard & Poor’s

Deutsch-
land

West-
europa
ohne D.

Ost-
europa

Asien und Übrige

Derivate mit positiven Markt-
werten

Gesamt

Investment-Grade

Aaa

AAA

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

95,10

 

Aa1 bis Aa3

AA+ bis AA-

1,10

2,70

1,10

0,60

0,00

 

 

A1 bis A3

A+ bis A-

46,90

13,30

7,20

2,10

0,30

 

 

Baa1 bis Baa3

BBB+ bis BBB-

10,20

6,20

2,90

0,50

0,00

 

Non-Investment-Grade

Ba1 bis Ba3

BB+ bis BB-

0,00

1,80

0,80

0,00

0,00

 

 

B1 bis B3

B+ bis B-

0,00

0,00

0,10

0,10

0,00

 

 

C

C

0,00

0,00

0,20

0,00

0,00

3,00

Kein Rating

 

 

0,10

1,80

0,00

0,00

0,00

1,90

 

 

 

58,30

25,80

12,30

3,30

0,30

100,00

 

Aus der Tabelle ist ersichtlich, dass per Stichtag rund 95,1 Prozent des Anlagevolumens inklusive der positiven Marktwerte von Derivaten bei Kontrahenten mit einer Investment-Grade-Einstufung, die somit eine gute bis sehr gute Bonität aufweisen, platziert wurden. Bei Kontrahenten, die bisher noch kein international anerkanntes Rating aufweisen, handelt es sich größtenteils um renommierte Finanzinstitute, deren Bonität aufgrund eigener Analysen als einwandfrei betrachtet werden kann. Die METRO GROUP ist auch in Ländern vertreten, deren Finanzinstitute aufgrund ihrer eigenen Länder-Ratings keine Investment-Grade-Einstufung erreichen. Eine Zusammenarbeit mit diesen Instituten ist aus länderspezifischen Gründen sowie unter Kosten- und Effizienzgesichtspunkten notwendig. Der Anteil am Gesamtvolumen liegt hier bei rund 4,9 Prozent.

Die METRO GROUP ist Bonitätsrisiken somit nur in sehr geringem Maße ausgesetzt.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Verursacht durch eine Änderung des zukünftigen Zinsniveaus, können sich bei variabel verzinslichen Vermögens- beziehungsweise Schuldposten Schwankungen der Zahlungsströme einstellen. Ein Teilbetrag der variabel verzinslichen Schuldposten wurde durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten gesichert. Anhand sogenannter „stress tests“ wird untersucht, welche Auswirkungen die Veränderungen des Zinsniveaus auf die Zahlungsströme haben könnten.