Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Gemäß IFRS weisen Unternehmen Umsatzerlöse und Umsatzkosten bei dem Verkauf von Waren oder der Erbringung von Dienstleistungen nur in voller Höhe aus, sofern sie die maßgeblichen Chancen und Risiken aus dem Geschäft tragen. Ist dies nicht der Fall, liegt ein sogenanntes Kommissionsgeschäft vor, bei dem Umsatzerlöse nur in Höhe der Provision ausgewiesen werden, die das Unternehmen als Vermittler erhält. Im 1. Quartal 2012 hat die METRO GROUP ihre Definition, wann ein solches Kommissionsgeschäft vorliegt, angepasst, wodurch ein höherer Anteil der Transaktionen als Kommissionsgeschäft ausgewiesen wird. Die daraus resultierende Reduzierung der Umsatzerlöse hat keine Auswirkung auf das Ergebnis, da der korrespondierende Wareneinsatz ebenfalls nicht mehr gezeigt wird. Ziel der Ausweisänderung ist, eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Handelsunternehmen zu ermöglichen. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die EBIT-Marge. Um Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2011 um insgesamt 0,8 Mrd. € vermindert. Dies betrifft besonders die Vertriebslinie Galeria Kaufhof sowie das Segment Sonstige.

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Umsatzentwicklung im Konzern

nach Vertriebslinien und nach Region

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veränderung in %

 

 

 

 

 

 

 

2011 Mio. €

2012 Mio. €

in €

Wechsel-
kurs-
effekte in
Prozent-
punkten

in lokaler
Währung

1

Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

METRO Cash & Carry

31.1211

31.636

1,7

1,0

0,7

Real

11.0321

11.017

–0,1

–0,2

0,1

Media-Saturn

20.604

20.970

1,8

0,3

1,5

Galeria Kaufhof

3.1191

3.092

–0,9

0,0

–0,9

Sonstige

501

24

–51,5

0,0

–51,5

METRO GROUP

65.9261

66.739

1,2

0,4

0,8

davon Deutschland

25.4691

25.630

0,6

0,0

0,6

davon international

40.4571

41.108

1,6

0,8

0,8

Westeuropa (ohne Deutschland)

20.6991

19.808

–4,3

0,5

–4,8

Osteuropa

16.9461

17.752

4,8

0,0

4,8

Asien/Afrika

2.8121

3.548

26,2

9,1

17,1

 

Konzernumsatz METRO GROUP 2012
nach Regionen

Konzernumsatz METRO GROUP 2012 (Tortendiagramm)

Im Geschäftsjahr 2012 stieg der Konzernumsatz der METRO GROUP um 1,2 Prozent auf 66,7 Mrd. € (Vorjahr 65,9 Mrd. €). In lokaler Währung wuchs der Umsatz um 0,8 Prozent. Dazu hat die gute Entwicklung bei unseren Vertriebslinien METRO Cash & Carry und Media-Saturn beigetragen. Bereinigt um die Abgabe von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich und von Media-Saturn in Frankreich legte der Umsatz sogar um 2,3 Prozent zu.

In Deutschland konnten wir den Umsatz um 0,6 Prozent auf 25,6 Mrd. € steigern. Im internationalen Geschäft nahm er sogar um 1,6 Prozent zu – trotz der oben beschriebenen Änderungen im Portfolio. In lokaler Währung stieg der Umsatz außerhalb von Deutschland um 0,8 Prozent. Damit erhöhte sich der internationale Umsatzanteil leicht von 61,4 Prozent auf 61,6 Prozent. In Westeuropa verringerte sich der Umsatz um 4,3 Prozent auf 19,8 Mrd. € (in lokaler Währung –4,8 Prozent). Eine Ursache hierfür war außer der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Südeuropa insbesondere die Abgabe von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich. Portfoliobereinigt ging der Umsatz in Westeuropa lediglich um 2,2 Prozent zurück. Der Umsatz in Osteuropa legte hingegen deutlich um 4,8 Prozent auf 17,8 Mrd. € (auch in lokaler Währung +4,8 Prozent) zu. Eine hohe Wachstumsdynamik war in der Region Asien/Afrika zu beobachten. Dort stieg der Umsatz signifikant um 26,2 Prozent auf 3,5 Mrd. € (in lokaler Währung +17,1 Prozent). Damit lag der Umsatzanteil dieser Region 2012 erstmals oberhalb von 5 Prozent des Gesamtumsatzes der METRO GROUP.

Das EBIT der METRO GROUP lag 2012 mit 1.391 Mio. € 34,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Darin enthalten sind Sonderfaktoren in Höhe von 585 Mio. €. Dazu zählen insbesondere Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, Wertminderungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich sowie mit der Beendigung der Geschäftstätigkeit von Media Markt in China und Effekte aus dem Verkauf des Real-Geschäfts in Osteuropa.

Als Sonderfaktoren werden Geschäftsvorfälle klassifiziert, die nicht wiederkehrend sind, darunter zum Beispiel Restrukturierungen oder Änderungen im Konzernportfolio. Eine Darstellung vor Sonderfaktoren spiegelt die operative Entwicklung besser wider und erhöht somit die Aussagekraft der Ergebnisbetrachtung.

Eine Übersicht mit der Überleitung der Sonderfaktoren befindet sich im Kapitel "Bilanzgewinn der METRO AG und Gewinnverwendung".

Vor Sonderfaktoren sank das EBIT der METRO GROUP um 16,7 Prozent auf 1.976 Mio. €. Dies ist vor allem auf das schwierige Marktumfeld in Südeuropa und in Teilen Osteuropas sowie auf Preisinvestitionen zurückzuführen.

In Deutschland verringerte sich das EBIT um 53 Mio. € auf 320 Mio. €; vor Sonderfaktoren stieg das EBIT um 18 Mio. € auf 522 Mio. €. Das internationale EBIT lag insgesamt unter dem Vorjahresniveau. In Westeuropa (ohne Deutschland) nahm das EBIT um 423 Mio. € auf 480 Mio. € ab; vor Sonderfaktoren betrug das Ergebnis 642 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang um 314 Mio. €. In Osteuropa sank das EBIT von 855 Mio. € auf 731 Mio. €; vor Sonderfaktoren verringerte es sich um 78 Mio. € auf 849 Mio. €. In der Region Asien/Afrika ging das EBIT um 116 Mio. € auf –144 Mio. € zurück. Dies lässt sich vor allem auf die operativen Verluste bei Media Markt in China zurückführen. Vor Sonderfaktoren reduzierte sich das Ergebnis in der Region Asien/Afrika um 17 Mio. € auf –42 Mio. €.

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Entwicklung des Konzern-EBITDA/EBIT und des EBITDA/EBIT der Vertriebslinien

 

 

 

 

 

 

EBITDA1

EBIT1

 

 

 

 

 

Mio. €

2011

2012

2011

2012

1

Vor Sonderfaktoren

METRO Cash & Carry

1.408

1.198

1.148

947

Real

321

276

134

102

Media-Saturn

809

625

542

326

Galeria Kaufhof

219

240

121

136

Immobilien

994

1.035

643

652

Sonstige

–77

–57

–197

–168

Konsolidierung

–23

–25

–19

–20

METRO GROUP

3.651

3.292

2.372

1.976

 

Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Vertriebslinien

METRO Cash & Carry

Der Umsatz von METRO Cash & Carry stieg 2012 um 1,7 Prozent (in lokaler Währung +0,7 Prozent) auf 31,6 Mrd. €. Auf vergleichbarer Fläche legte er um 0,2 Prozent zu. Das Umsatzwachstum war spürbar durch den Marktaustritt aus dem Vereinigten Königreich beeinträchtigt; bereinigt um diese Änderung im Portfolio wuchs der Umsatz um 3,2 Prozent. Das Belieferungsgeschäft entwickelte sich weiter dynamisch und erreichte einen Umsatz von 2,2 Mrd. € (Vorjahr 1,6 Mrd. €). Der Umsatzanteil der Eigenmarkenprodukte wuchs ebenfalls kräftig und belief sich 2012 auf 16,7 Prozent – eine Steigerung um 1 Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr.

In Deutschland ging der Umsatz im Geschäftsjahr 2012 um 3,3 Prozent auf 5,0 Mrd. € zurück. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Optimierung des Standortportfolios, die 10 Schließungen im vierten Quartal 2011 umfasste, sowie auf ein schwächeres Geschäft mit Nicht-Lebensmitteln. Flächenbereinigt sank der Umsatz hingegen nur um 0,7 Prozent.

Umsatz METRO Cash & Carry 2012
nach Regionen

Umsatz Metro Cash & Carry 2012 (Tortendiagramm)

In Westeuropa (ohne Deutschland) war die Umsatzentwicklung vor allem durch den Verkauf des Großhandelsgeschäfts von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich beeinträchtigt. Auch das schwierige wirtschaftliche Umfeld in Südeuropa belastete vor allem das Geschäft mit Nicht-Lebensmitteln. Der Umsatz verringerte sich um 5,5 Prozent auf 11,2 Mrd. € (in lokaler Währung –6,0 Prozent). Bereinigt um den Verkauf von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich ging der Umsatz um 1,8 Prozent zurück. Flächenbereinigt sank der Umsatz um 2,3 Prozent.

In Osteuropa stieg der Umsatz im Geschäftsjahr deutlich. Sehr erfreulich war dabei vor allem die Entwicklung in Russland. Der Umsatz in Osteuropa legte spürbar um 5,5 Prozent auf 12,1 Mrd. € zu (in lokaler Währung +5,3 Prozent). Flächenbereinigt wuchs der Umsatz um 1,7 Prozent.

Die äußerst dynamische Umsatzentwicklung in der Region Asien/Afrika setzte sich im Geschäftsjahr 2012 fort. In allen Ländern, in denen METRO Cash & Carry vertreten war, konnte unsere Vertriebsmarke ein Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich erzielen. Insgesamt stieg der Umsatz in der Region um 25,9 Prozent auf 3,4 Mrd. € (in lokaler Währung +16,9 Prozent). Flächenbereinigt belief sich das Wachstum auf 5,6 Prozent. Herauszuheben sind die Expansionsaktivitäten in China: Dort hat METRO Cash & Carry 12 Standorte neu eröffnet – mehr als je zuvor innerhalb eines Jahres in einem Land.

Der Anteil des internationalen Geschäfts am Gesamtumsatz von METRO Cash & Carry nahm von 83,5 Prozent auf 84,3 Prozent zu.

Das EBIT von METRO Cash & Carry verringerte sich um 34,0 Prozent von 1.037 Mio. € auf 684 Mio. €. Neben dem Marktaustritt aus dem Vereinigten Königreich belasteten Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Restrukturierungsaufwendungen das Ergebnis. Vor Sonderfaktoren sank das EBIT um 17,5 Prozent auf 947 Mio. €. Dieser Rückgang ist auch darauf zurückzuführen, dass METRO Cash & Carry neue Funktionen aufgebaut hat, um den Kundenmehrwert zu steigern. Dazu zählen zum Beispiel eine kundenorientierte Umgestaltung des Sortiments und eine Ausweitung des Kundenmanagements sowie des Belieferungsgeschäfts. Die Entwicklung konnte zum Teil kompensiert werden durch Effizienzsteigerungen in anderen Bereichen. Überdies belasteten höhere Expansionskosten und Preisinvestitionen das Ergebnis. Weitere Beeinträchtigungen ergaben sich aus einer schwächeren Umsatzentwicklung auf vergleichbarer Fläche in Südeuropa. Mit einer EBIT-Marge vor Sonderfaktoren von 3,0 Prozent konnte METRO Cash & Carry in einem schwierigen Umfeld eine solide Rendite erzielen.

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Kennzahlen METRO Cash & Carry 2012

im Vorjahresvergleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veränderung in %

 

 

 

 

 

 

 

 

2011

2012

in €

Wechsel-
kurs-
effekte in 
Prozent-
punkten

in lokaler Währung

flächen-
bereinigt
(lokale
Währung)

1

Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

2

Vor Sonderfaktoren

Umsatz

31.1211

31.636

1,7

1,0

0,7

0,2

Deutschland

5.1251

4.955

–3,3

0,0

–3,3

–0,7

Westeuropa (ohne Deutschland)

11.805

11.153

–5,5

0,5

–6,0

–2,3

Osteuropa

11.4851

12.120

5,5

0,2

5,3

1,7

Asien/Afrika

2.706

3.407

25,9

9,0

16,9

5,6

EBITDA

1.4082

1.1982

–14,9

EBIT

1.1482

9472

–17,5

EBIT-Marge (%)

3,72

3,02

Standorte (Anzahl)

728

743

2,1

Verkaufsfläche (1.000 m2)

5.517

5.484

–0,6

 

Zum 31. Dezember 2012 war METRO Cash & Carry in 29 Ländern an 743 Standorten vertreten, davon mit 107 Märkten in Deutschland, 235 in Westeuropa (ohne Deutschland), 284 in Osteuropa sowie 117 in Asien/Afrika.

Real

Der Umsatz von Real erreichte im Jahr 2012 das Vorjahresniveau von 11,0 Mrd. € (in lokaler Währung +0,1 Prozent), obwohl unsere Vertriebslinie Standorte abgegeben hat. Auf vergleichbarer Fläche stieg der Umsatz leicht um 0,1 Prozent.

Umsatz Real 2012
nach Regionen

Umsatz Real 2012 (Tortendiagramm)

In Deutschland lag der Umsatz trotz der Standortabgaben leicht über dem Vorjahresniveau, er stieg um 0,1 Prozent auf 8,1 Mrd. €. Flächenbereinigt wuchs der Umsatz um 1,0 Prozent. Der positive Umsatztrend der ersten 9 Monate verstärkte sich im Schlussquartal vor allem infolge des Real Deals. Hier wurde im Oktober jeden Tag ein ausgewähltes Produkt zu einem besonders günstigen Preis angeboten.

In Osteuropa sank der Umsatz 2012 um 0,9 Prozent auf 2,9 Mrd. €. Dieser Rückgang ist auf Wechselkurseffekte zurückzuführen; in lokaler Währung stieg der Umsatz um 0,1 Prozent. Der flächenbereinigte Umsatz ging jedoch um 2,3 Prozent zurück. Dabei machte sich besonders die anhaltende Kaufzurückhaltung in Polen und Rumänien bemerkbar. Das Geschäft mit Nicht-Lebensmitteln war in Osteuropa weiter schwierig und verhinderte eine bessere Umsatzentwicklung.

Ende November 2012 wurde das Real-Geschäft in Osteuropa (ohne Türkei) an das französische Handelsunternehmen Groupe Auchan veräußert. Der Verkauf muss noch von den zuständigen Wettbewerbsbehörden genehmigt werden und wird voraussichtlich 2013 abgeschlossen.

Der internationale Umsatzanteil von Real ging marginal von 26,5 Prozent auf 26,3 Prozent zurück.

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Kennzahlen Real 2012

im Vorjahresvergleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veränderung in %

 

 

 

 

 

 

 

 

2011 Mio. €

2012 Mio. €

in €

Wechsel-
kurs-
effekte in 
Prozent-
punkten

in lokaler
Währung

flächen-
bereinigt
(lokale
Währung)

1

Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

2

Vor Sonderfaktoren

Umsatz

11.0321

11.017

–0,1

–0,2

0,1

0,1

Deutschland

8.1061

8.117

0,1

0,0

0,1

1,0

Osteuropa

2.926

2.900

–0,9

–1,0

0,1

–2,3

EBITDA

3212

2762

–13,9

EBIT

1342

1022

–23,6

EBIT-Marge (%)

1,22

0,92

Standorte (Anzahl)

426

421

–1,2

Verkaufsfläche (1.000 m2)

3.082

3.043

–1,3

 

Das EBIT ging um 69 Mio. € auf 25 Mio. € zurück. Dies ist auch durch Belastungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Osteuropageschäfts bedingt. Vor Sonderfaktoren sank das EBIT um 32 Mio. € auf 102 Mio. €. In Deutschland lag das EBIT unter dem Vorjahreswert und spiegelt auch die Bildung von Rückstellungen für belastende Verträge wider. Dagegen setzte sich in Osteuropa der positive EBIT-Trend fort. Insbesondere in Russland konnte unsere Vertriebslinie ihr Ergebnis verbessern. Real erreichte vor Sonderfaktoren eine EBIT-Marge von 0,9 Prozent.

Ende 2012 umfasste das Standortnetz von Real 421 SB-Warenhäuser in 6 Ländern, davon 312 in Deutschland und 109 in Osteuropa.

Media-Saturn

Media-Saturn hat die führende Marktposition in Europa 2012 erneut bestätigt. Der Umsatz stieg trotz der anhaltend schwierigen konjunkturellen Bedingungen um 1,8 Prozent auf 21,0 Mrd. € (in lokaler Währung +1,5 Prozent). Bereinigt um den Verkauf des Geschäfts in Frankreich im Jahr 2011, legte der Umsatz sogar deutlich um 2,9 Prozent zu. Flächenbereinigt ging der Umsatz hingegen um 1,9 Prozent zurück. Das Wachstum von Media-Saturn wurde auch durch die Akquisition von Redcoon unterstützt. Insgesamt hat sich der Umsatz aus dem Online-Handel auf 0,8 Mrd. € erhöht und damit gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. 2012 erzielte Media-Saturn rund 4 Prozent des Umsatzes im Internet.

Umsatz Media-Saturn 2012
nach Regionen

Umsatz Media-Saturn 2012 (Tortendiagramm)

In Deutschland entwickelte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2012 überaus positiv und erreichte 9,6 Mrd. €. Flächenbereinigt legte er um 1,0 Prozent zu. Erstmals seit 2009 war damit wieder ein Plus zu verzeichnen. Zurückführen lässt sich die positive Umsatzentwicklung im Jahresverlauf auf Investitionen, die das stationäre Geschäft von Media-Saturn attraktiver gemacht haben, auf den konsequenten Ausbau der Internetpräsenz sowie auf die erhöhte Nachfrage nach Unterhaltungselektronik zur Zeit der Fußball-Europameisterschaft. Trotz eines negativen Kalendereffekts im 4. Quartal – 2012 gab es weniger Verkaufstage als im Vorjahr – belebte sich das Geschäft im Umfeld der Weihnachtszeit spürbar. 2012 hat Media-Saturn weitere Marktanteile gewonnen.

Der Umsatz in Westeuropa (ohne Deutschland) sank 2012 um 2,8 Prozent auf 8,5 Mrd. € (in lokaler Währung –3,2 Prozent). Ursachen hierfür waren insbesondere Mehrwertsteuererhöhungen in den Niederlanden und Spanien, die das Geschäft merklich belasteten. Zudem entfiel gegenüber dem Vorjahr der Umsatz von Media-Saturn Frankreich. Bereinigt um die Abgabe der französischen Elektrofachmärkte sank der Umsatz um lediglich 0,2 Prozent.

In Osteuropa stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2012 deutlich um 7,8 Prozent (in lokaler Währung +7,6 Prozent) auf 2,7 Mrd. €. Auch flächenbereinigt lag der Umsatz mit einer Steigerung um 0,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Wichtigste Wachstumsländer für Media-Saturn in Osteuropa waren Russland und die Türkei.

In Asien hat die Vertriebsmarke Media Markt in China 2012 einen Umsatz von 132 Mio. € erzielt. Wie angekündigt endete die Testphase für eine Marktpräsenz in der Volksrepublik im Dezember 2012. Angesichts der Erfahrungen und Prognosen hat der Vorstand der METRO AG beschlossen, die Geschäftstätigkeit von Media Markt in China nicht fortzuführen, und entsprechende bilanzielle Vorsorge getroffen.

Der internationale Umsatzanteil von Media-Saturn verringerte sich leicht von 55,0 Prozent auf 54,1 Prozent.

Das EBIT von Media-Saturn betrug 235 Mio. € nach 493 Mio. € im Vorjahr. Dieser Rückgang ist vor allem auf Preisinvestitionen sowie die bilanzielle Vorsorge in Höhe von 95 Mio. € für die Beendigung der Geschäftstätigkeit in China zurückzuführen. Positiv bemerkbar machte sich die effizientere Kostenstruktur. Vor Sonderfaktoren sank das EBIT von 542 Mio. € auf 326 Mio. €. Die EBIT-Marge vor Sonderfaktoren erreichte im Berichtsjahr 1,6 Prozent.

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Kennzahlen Media-Saturn 2012

im Vorjahresvergleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veränderung in %

 

 

 

 

 

 

 

 

2011 Mio. €

2012 Mio. €

in €

Wechsel-
kurs-
effekte in 
Prozent-
punkten

in lokaler
Währung

flächen-
bereinigt
(lokale
Währung)

1

Vor Sonderfaktoren

Umsatz

20.604

20.970

1,8

0,3

1,5

–1,9

Deutschland

9.266

9.635

4,0

0,0

4,0

1,0

Westeuropa (ohne Deutschland)

8.712

8.471

–2,8

0,4

–3,2

–5,7

Osteuropa

2.534

2.731

7,8

0,2

7,6

0,4

Asien/Afrika

92

132

43,5

14,2

29,3

–23,4

EBITDA

8091

6251

–22,7

EBIT

5421

3261

–39,7

EBIT-Marge (%)

2,61

1,61

Standorte (Anzahl)

893

942

5,5

Verkaufsfläche (1.000 m2)

2.880

3.035

5,4

 

Ende 2012 umfasste das Standortnetz von Media-Saturn 942 Elektrofachmärkte in 16 Ländern, davon 404 in Deutschland, 364 in Westeuropa (ohne Deutschland), 167 in Osteuropa sowie 7 Standorte in Asien.

Galeria Kaufhof

Im Geschäftsjahr 2012 sank der Umsatz von Galeria Kaufhof um 0,9 Prozent auf 3,1 Mrd. €. Flächenbereinigt ging der Umsatz leicht um 0,6 Prozent zurück. Durch die Ausweisänderung von Kommissionsgeschäften wurde der Umsatz von Galeria Kaufhof im Berichtsjahr und im Vorjahr entsprechend reduziert. Dem aus Kommissionsgeschäften erzielten Provisionsumsatz liegt ein Transaktionsvolumen von 488 Mio. € (Vorjahr 470 Mio. €) zugrunde.

Umsatz Galeria Kaufhof 2012
nach Regionen

Umsatz Galeria Kaufhof 2012 (Tortendiagramm)

In Deutschland erwirtschaftete Galeria Kaufhof 2012 einen Umsatz von 2,9 Mrd. € – ein Rückgang um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Flächenbereinigt verringerte sich der Umsatz um 0,7 Prozent. Im Berichtsjahr hat Galeria Kaufhof die 2010 gestartete Aufgabe der Abteilungen für Unterhaltungselektronik und -medien abgeschlossen. Auf den frei gewordenen Flächen präsentiert unsere Vertriebslinie inzwischen margenstärkere Sortimente, darunter Mode, Accessoires, Sportartikel und Spielwaren. Eine sehr positive Entwicklung im Geschäftsjahr zeigte das Textilsortiment. Insgesamt konnte Galeria Kaufhof weitere Marktanteile gewinnen. Das Transaktionsvolumen aus Kommissionsgeschäften belief sich in Deutschland auf 230 Mio. € (Vorjahr 226 Mio. €).

Auch im wachstumsstarken Online-Geschäft erzielte Galeria Kaufhof Fortschritte. Ende 2012 umfasste das Produktangebot auf www.galeria-kaufhof.de rund 50.000 Artikel. Der Online-Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr auf 25 Mio. € mehr als verdoppelt werden.

In Westeuropa (ohne Deutschland) stieg der Umsatz um 0,8 Prozent auf 0,2 Mrd. €. Auch flächenbereinigt legte der Umsatz um 0,8 Prozent zu. Das Transaktionsvolumen aus Kommissionsgeschäften in Westeuropa (ohne Deutschland) beträgt 258 Mio. € (Vorjahr 244 Mio. €).

Das EBIT stieg deutlich auf 136 Mio. € nach 94 Mio. € im Vorjahr. Hier machten sich die vielfältigen Maßnahmen zur Optimierung des Standortnetzes bemerkbar. Vor Sonderfaktoren lag das EBIT 15 Mio. € über dem Vorjahreswert von 121 Mio. € und erreichte 136 Mio. €. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 4,4 Prozent.

Ende 2012 betrieb Galeria Kaufhof 137 Standorte, davon 122 in Deutschland und 15 in Belgien.

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Kennzahlen Galeria Kaufhof 2012

im Vorjahresvergleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veränderung in %

 

 

 

 

 

 

 

 

2011 Mio. €

2012 Mio. €

in €

Wechsel-
kurs-
effekte in 
Prozent-
punkten

in lokaler
Währung

flächen-
bereinigt
(lokale
Währung)

1

Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

2

Vor Sonderfaktoren

Umsatz

3.1191

3.092

–0,9

0,0

–0,9

–0,6

Deutschland

2.9361

2.908

–1,0

0,0

–1,0

–0,7

Westeuropa (ohne Deutschland)

1831

184

0,8

0,0

0,8

0,8

EBITDA

2192

240

9,4

EBIT

1212

136

12,4

EBIT-Marge (%)

3,91, 2

4,4

Standorte (Anzahl)

140

137

–2,1

Verkaufsfläche (1.000 m2)

1.475

1.441

–2,3

 

Eigentumsstandorte (620 Standorte)
nach Regionen

Eigentumsstandorte (620 Standorte) (Tortendiagramm)

Immobilien

Das Segment Immobilien umfasst alle Immobilien der METRO GROUP sowie immobiliennahe Dienstleistungen und trägt zur Wertsteigerung unseres Unternehmens bei. Ziel ist es, das Immobilienvermögen langfristig zu sichern und systematisch im Wert zu steigern: durch internationale Expansion, aktives Asset- und Portfoliomanagement sowie einen optimierten Ressourceneinsatz.

Zum 31. Dezember 2012 befanden sich 620 Standorte im Eigentum der METRO GROUP (Vorjahr 687).

Das EBIT sank von 639 Mio. € auf 607 Mio. €. Dies ist ein Rückgang um 32 Mio. €, der auch aus der Veräußerung von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich resultiert. Das EBIT vor Sonderfaktoren stieg um 9 Mio. € auf 652 Mio. €. Hierin enthalten sind auch höhere Erträge aus Portfoliotransaktionen.

Sonstige

Das Segment Sonstige enthält außer der METRO AG als strategischer Führungsholding der METRO GROUP unter anderem die Einkaufsorganisation in Hongkong, die auch für fremde Dritte tätig ist, und Logistikdienstleistungen. 2012 ging der Umsatz des Segments Sonstige auf 24 Mio. € (Vorjahr 50 Mio. €) zurück. Der Umsatz resultierte im Wesentlichen aus Provisionen für das Geschäft mit Dritten über die Einkaufsorganisation in Hongkong sowie aus der Logistik. Durch das geringere Ordervolumen einiger Großkunden blieb der Umsatz hinter dem Wert des Vorjahres zurück.

Das EBIT erreichte 2012 –278 Mio. € (Vorjahr –217 Mio. €). Darin enthalten sind Aufwendungen für die Einstellung des Betriebs eines Standorts unseres Logistikunternehmens METRO LOGISTICS, umfangreiche Aufwendungen für Restrukturierungen am Hauptsitz der METRO AG in Düsseldorf und ein Einmalaufwand aus Spruchstellenverfahren im Zusammenhang mit der Verschmelzung der ASKO und der Deutsche SB-Kauf auf die METRO AG im Jahr 1996. Insgesamt fielen Sonderfaktoren in Höhe von 109 Mio. € an. Das EBIT vor Sonderfaktoren verbesserte sich deutlich von –197 Mio. € auf –168 Mio. €.