Kapitalstruktur

Die Konzernbilanz der METRO GROUP weist per Ende 2012 ein Eigenkapital von 6.101 Mio. € gegenüber 6.437 Mio. € im Vorjahr aus. Die Gewinnrücklagen sind um 340 Mio. € gesunken. Vermindernd wirkte sich hierbei insbesondere die Dividendenzahlung 2011 von 442 Mio. € aus. Die Eigenkapitalquote ist um 1,4 Prozentpunkte auf 17,5 Prozent gesunken. Der Anteil der Gewinnrücklagen am Eigenkapital beträgt 43,4 Prozent gegenüber 46,4 Prozent im Vorjahr. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter erhöhten sich um 4 Mio. € auf 77 Mio. €. Diese Erhöhung setzt sich im Wesentlichen aus dem Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Gesamtergebnis (102 Mio. €) und den Dividenden (–97 Mio. €) zusammen.

Kapitalstruktur der METRO GROUP
Mio. €

1 Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

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Mio. €

Anhang Nr.

31.12.2011

31.12.2012

Eigenkapital

31

6.437

6.101

Gezeichnetes Kapital

 

835

835

Kapitalrücklage

 

2.544

2.544

Gewinnrücklagen

 

2.985

2.645

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

 

73

77

Die bilanzielle Nettoverschuldung nach Saldierung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gemäß Bilanz sowie der Geldanlagen mit den Finanzschulden inklusive Finanzierungs-Leasingverhältnissen beträgt 3.245 Mio. € nach 4.075 Mio. € im Jahr 2011. Die langfristigen Finanzschulden erhöhten sich um 901 Mio. € auf 6.736 Mio. €, die kurzfristigen Finanzschulden erhöhten sich um 208 Mio. € auf 1.814 Mio. €. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich im Geschäftsjahr 2012 um 1.944 Mio. € auf 5.299 Mio. €.

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Mio. €

31.12.2011

31.12.2012

1

In der Bilanz in den sonstigen finanziellen und anderen Vermögenswerten (kurzfristig) enthalten

2

Geänderte Bezeichnung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gemäß Bilanz

3.355

5.299

Geldanlagen > 3 Monate < 1 Jahr1

11

6

Finanzschulden (inkl. Finanzierungs-Leasingverhältnisse)2

7.441

8.550

Nettoverschuldung

4.075

3.245

Die Fremdkapitalquote hat sich um 1,4 Prozentpunkte auf 82,5 Prozent erhöht. Die kurzfristigen Schulden haben einen Anteil von 70,0 Prozent am gesamten Fremdkapital nach 70,7 Prozent im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Bei den langfristigen Finanzschulden war im Berichtsjahr ein Anstieg von 901 Mio. € auf 6.736 Mio. € zu verzeichnen, der im Wesentlichen auf die Aufnahme von Anleihen in Höhe von 1,7 Mrd. € zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkten sich fälligkeitsbedingte Umgliederungen in die kurzfristigen Finanzschulden sowie Umklassifizierungen von Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen in die „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ aus. Zum 31. Dezember 2012 betrugen die kurzfristigen Finanzschulden 1.814 Mio. € (Vorjahr 1.606 Mio. €). Die Erhöhung resultiert aus der Aufnahme von Commercial Papers in Höhe von 587 Mio. € sowie Umgliederungen aus den langfristigen Finanzanlagen. Gegenläufig wirkte sich die Tilgung von Schuldscheindarlehen in Höhe von 550 Mio. € aus. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken im Wesentlichen aufgrund von Umklassifizierungen in die „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ um 701 Mio. € auf 13.513 Mio. €. Darüber hinaus resultiert dieser Rückgang aus bestandsoptimierenden Maßnahmen bei METRO Cash & Carry. Die Abnahme der Ertragsteuerschulden ergibt sich vor allem aus den geleisteten Steuerzahlungen im Zusammenhang mit abgeschlossenen Betriebsprüfungen sowie einer Immobilientransaktion des Vorjahres. Die „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ in Höhe von 900 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus der Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa.

Angaben zur Fälligkeits-, Währungs- und Zinsstruktur der finanziellen Schulden sowie zu Kreditlinien sind im Konzernanhang unter Nummer 36 „Finanzschulden“ enthalten.

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Mio. €

Anhang Nr.

31.12.2011

31.12.2012

1

Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

2

Geänderte Bezeichnung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

Langfristige Schulden

 

8.085

8.593

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

32

1.028

1.047

Sonstige Rückstellungen1

33

463

424

Finanzschulden2

34, 36

5.835

6.736

Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten1, 2

34, 37

602

227

Latente Steuerschulden

24

157

159

Kurzfristige Schulden

 

19.465

20.072

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen1

34, 35

14.214

13.513

Rückstellungen1

33

546

644

Finanzschulden2

34, 36

1.606

1.814

Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten1, 2

34, 37

2.705

2.910

Ertragsteuerschulden

34

394

291

Schulden i. Z. m. zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten      

30

0

900

Weitere Informationen zur Entwicklung der Schulden sind im Konzernanhang unter den in der Tabelle angegebenen Nummern zu finden.