Galeria Kaufhof

Galeria Kaufhof ist eines der führenden Warenhausunternehmen Europas und positioniert sich als moderne Marke des Einzelhandels mit unverwechselbarem Profil. Die Filialen zeichnen sich durch hochwertige, internationale Sortimente aus. Diese umfassen sowohl renommierte Herstellermarken als auch leistungsstarke Eigenmarken. Die Warenhäuser, die über Verkaufsflächen zwischen 7.000 und 35.000 Quadratmetern verfügen, befinden sich überwiegend in besten Innenstadtlagen. In Deutschland betreibt Galeria Kaufhof 105 Warenhäuser unter den Namen Galeria Kaufhof und Kaufhof sowie 17 auf Sportsortimente spezialisierte Filialen unter den Namen Sportarena und Wanderzeit. In Belgien tritt die Vertriebslinie als Galeria Inno auf und betreibt dort 15 Standorte. Zu Galeria Kaufhof gehört außerdem die Servicegesellschaft Dinea, die für die Gastronomie in mehr als 60 deutschen Galeria Kaufhof Warenhäusern zuständig ist.

Reale und digitale Warenhauswelten

Galeria Kaufhof steht seit mehr als 130 Jahren für Kundenvertrauen. Verbraucher wollen die ihnen vertraute Marke heute auf allen zur Verfügung stehenden Vertriebskanälen erleben und deren Angebot in Anspruch nehmen – zu Hause und unterwegs. Unsere Vertriebslinie hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, das europaweit führende Warenhaus mit Mehrkanalangebot zu werden. Dafür wird Galeria Kaufhof den bereits eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen: 2011 hat die Vertriebslinie ihre Online-Filiale www.galeria-kaufhof.de vollständig überarbeitet. Im Berichtsjahr hat sie das Angebot kontinuierlich erweitert; es umfasst mittlerweile mehr als 50.000 Artikel. Der Online-Shop ist das Warenhaus, das 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche geöffnet ist. Er fungiert zudem als digitales Schaufenster für Galeria Kaufhof. Kunden haben die Möglichkeit, Angebote und Dienstleistungen wahlweise im stationären oder im digitalen Warenhaus in Anspruch zu nehmen. Sie können ihre Bestellung beispielsweise direkt in eine Filiale liefern lassen oder dort zurückgeben. Produkte, die nicht im Warenhaus vorrätig sind, lassen sich vor Ort bestellen und werden dem Kunden zugesandt. Durch diese enge Verzahnung der Vertriebskanäle kann Galeria Kaufhof Verbrauchern das Beste aus dem Internetvertrieb und dem stationären Handel bieten: eine große Auswahl, zeitlich und räumlich unabhängigen Einkauf, erlebnisorientierte Warenwelten und hochwertigen Service.

Kundensegmentierung als Schlüssel für einen gelungenen Auftritt

Galeria Kaufhof richtet sich als Unternehmen an den Erwartungen der Verbraucher aus. Ziel ist es, den Mehrwert für die Kunden zu steigern. Um deren Wünsche und Bedürfnisse besser erfüllen zu können, hat Galeria Kaufhof 2012 eine neue Kundensegmentierung vorgenommen. Grundlage hierfür war eine umfassende Analyse des Einkaufsverhaltens sowie der individuellen Lebenssituationen von Kunden, die unter anderem auf Telefonbefragungen und Interviews basierte. Die Analyse mündete in einer neuen Einteilung der Kundensegmente für die Sortimentsbereiche Damen-, Herren- und Kinderwelt sowie für Heimtextilien. Derzeit passt Galeria Kaufhof die Prozesse in Einkauf, Vertrieb und Marketing mithilfe konkreter Projekte auf diese neue Segmentierung an. Die Vertriebslinie will unter anderem den Zuschnitt der Sortimente ändern, die Kundenansprache im Verkaufsraum verbessern und die Werbung optimieren. Außerdem richtet sie ihre internen Strukturen im Einkauf neu aus, um die sogenannte Outfit-Kompetenz zu stärken, das heißt das Wissen um die Zusammenstellung von Bekleidung. Dies soll es Mitarbeitern erleichtern, die Sortimente noch besser auf die Zielgruppen abzustimmen. Darüber hinaus hat Galeria Kaufhof die Verantwortung für die Textileigenmarken bei Damen- und Herrenmode in einem Einkaufsressort zusammengeführt. Aufgabe des Bereichs ist es, die Marken gegenüber den Herstellermarken und den Eigenmarken der Wettbewerber optimal zu positionieren.

Lokale Ausrichtung der Filialen weiter forciert

Galeria Kaufhof hat 2012 insgesamt 18 Filialen modernisiert – bei laufendem Geschäftsbetrieb. Bei den Umbauten ging es nicht nur darum, die Warenhäuser optisch aufzufrischen und ein neues Einkaufsambiente zu schaffen. Darüber hinaus hat Galeria Kaufhof die Modernisierungen auch dazu genutzt, die Sortimente gezielt an die Einkaufsgewohnheiten der Kunden, die Wettbewerbssituation und das Marktumfeld vor Ort anzupassen. Unsere Vertriebslinie setzte damit den Prozess einer verstärkten lokalen Ausrichtung weiter fort, den sie bereits 2010 angestoßen hat. Seitdem hat Galeria Kaufhof mehr als 70 der 105 deutschen Standorte auf diese Weise modernisiert, um den Mehrwert für die Kunden zu steigern und vorhandenes Potenzial an den Standorten zu erschließen. In diesem Kontext steht auch die 2010 getroffene Entscheidung, die Abteilungen für Unterhaltungselektronik und -medien aufzugeben und die frei gewordenen Flächen für andere, margenstarke Sortimente zu nutzen. Diesen Prozess hat Galeria Kaufhof 2012 abgeschlossen. Kunden finden anstelle der Media-Abteilungen jetzt beispielsweise Mode, Accessoires, Sportartikel und Spielwaren.

Regelmäßige Analysen stellen sicher, dass Galeria Kaufhof frühzeitig auf ein sich änderndes Einkaufsverhalten, Wettbewerbsumfeld oder Marktumfeld vor Ort reagieren und weitere erforderliche Schritte einleiten kann. So hat die Vertriebslinie 2012 – wie angekündigt – die 4 Filialen Gießen, Köln-Kalk, Nürnberg Aufseßplatz sowie Oberhausen-City aufgegeben. Der Grund: Die Standorte hatten nicht die betriebswirtschaftlichen und strategischen Voraussetzungen für einen langfristig profitablen Betrieb. Für die betroffenen Mitarbeiter konnten sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. Viele haben an benachbarten Standorten einen neuen Arbeitsplatz erhalten.

Emotionalisierung der Marke

Im Jahr 2012 hat unsere Vertriebslinie gemeinsam mit ihrem Kreativpartner, dem international anerkannten Modedesigner Wolfgang Joop, ihre Werbestrategie weiterentwickelt. Ziel war es, den emotionalen Bezug der Verbraucher zur Marke Galeria Kaufhof zu verstärken. Die Kampagne „Herbst Trends 2012“ stellte die Zusammenarbeit auf eine neue Stufe. Für die Sortimente Damen- und Herrenmode gab Wolfgang Joop Trendempfehlungen; Galeria Kaufhof stimmte die Ware aus dem gesamten Textilsortiment auf diese Tipps ab. Ein weiterer Höhepunkt war die Gestaltung von „Wofi-Bär“. Das limitierte Stofftier der Firma Steiff ist eine Hommage an das klassische Spielzeug des Traditionsunternehmens. Darüber hinaus hat Wolfgang Joop eine Schmuckserie für die Eigenmarke „GALERIA Design“ entworfen. Zu Weihnachten waren die Engel- und Flügelmotive eine beliebte Geschenkidee.

Gelebte Verantwortung

Galeria Kaufhof ist 2012 mit dem „Inklusionspreis“ des Unternehmensforums ausgezeichnet worden. Bei dem Verein handelt es sich um einen branchenübergreifenden Zusammenschluss von Unternehmen mit dem Ziel, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Leistungsbeeinträchtigungen am Arbeitsleben teilhaben zu lassen. Das Unternehmensforum hatte dazu den Inklusionspreis im Berichtsjahr erstmals ausgelobt. Galeria Kaufhof lebe Inklusion und zeige mit innovativen Lösungen, wie Menschen mit Behinderung erfolgreich in den sogenannten Ersten Arbeitsmarkt integriert werden könnten, begründete die Jury ihre Entscheidung. Galeria Kaufhof verfolgt den Inklusionsansatz auch mit Blick auf die Kunden. So gestaltet die Vertriebslinie ihre Warenhäuser so barrierefrei wie möglich, um vielen Menschen einen Zugang zu ermöglichen.

Als besonderen Service bieten schon rund Drei Viertel aller Filialen eine Einkaufsbegleitung für blinde und sehbehinderte Menschen an: Entsprechend geschulte Mitarbeiter unterstützen die Kunden unentgeltlich bei ihrem Einkauf bei Galeria Kaufhof. Darüber hinaus tragen inzwischen bereits mehr als 70 Warenhäuser in Deutschland das Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“, das unter der Trägerschaft des Handelsverbands Deutschland (HDE) verliehen wird. Das Siegel zeichnet Händler aus, die den Einkauf für Menschen aller Altersgruppen komfortabel und barrierefrei gestalten. Kriterien hierfür sind unter anderem leicht zugängliche Eingangsbereiche, breite Hauptgänge, gut lesbare Beschilderungen und Auszeichnungen sowie die Verfügbarkeit von Sitzgelegenheiten im Verkaufsraum.