Ausgewählte Maßnahmen und Projekte

NEUES KLIMASCHUTZZIEL

Neues Klimaschutzziel (Grafik)

Die METRO GROUP hat ein neues, konzernweites Klimaschutzziel definiert: Bis 2020 werden wir unsere spezifischen Treibhausgasemissionen gegenüber 2011 um 20 Prozent verringern. Dies entspricht einer Reduktion von 323 auf 258 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Quadratmeter Verkaufsfläche. 2012 haben wir im Vergleich zum Vorjahr bereits 2,5 Prozent Emissionen vermieden. Die spezifischen Emissionen pro Quadratmeter lagen bei 315 Kilogramm.

Die METRO GROUP veröffentlicht im Rahmen ihres Engagements für den Klimaschutz bereits seit 2008 eine detaillierte Klimabilanz. Um eine höhere Transparenz hinsichtlich der direkt oder indirekt von uns verursachten Treibhausgasemissionen zu schaffen, haben wir im Geschäftsjahr 2011 das Berichtswesen für unsere Klimabilanz deutlich erweitert und unser bisheriges Klimaschutzziel entsprechend überarbeitet und angepasst. Mit dem neuen Ziel konzentrieren wir uns nun noch stärker auf die Emissionen, die für uns als Handelsunternehmen wesentlich und von uns direkt beeinflussbar sind (vgl. Kapitel „Die Klimabilanz der METRO GROUP“).

ENERGIE EFFIZIENT NUTZEN

Energie effizient nutzen (Grafik)

Der Großteil unseres Energiebedarfs entfällt auf die Beleuchtung sowie die Heiz- und Kühltechnik in unseren Märkten und Filialen. Um unseren Verbrauch hier weiter zu reduzieren, haben wir unsere Energieeinsparprogramme im Berichtsjahr fortgeführt. Zu den Maßnahmen zählten vor allem der Austausch von Leuchtstoffröhren gegen LED-Leuchten mit geringerem Energieverbrauch bei METRO Cash & Carry und Galeria Kaufhof sowie die Abdeckung von Tiefkühltruhen und Kühlregalen mit Schiebetüren. Media-Saturn erfasst in fast allen Märkten den Strom-, Gas-, Fernwärme-, Fernkälte-, Heizöl- und Wasserverbrauch über Smart-Metering-Systeme. Mit ihnen optimiert die Vertriebslinie die Ein- und Ausschaltzyklen sowie die Regelparameter von Heizungs- und Lüftungsanlagen. Die Einführung der Smart-Metering-Systeme war Bestandteil des von 2009 bis 2012 laufenden Projekts „Saving Energy“. Durch das Projekt sparte die Vertriebslinie in knapp 600 Märkten 250.000 MWh Energie und über 30 Mio. € ein. Der Energieverbrauch der METRO GROUP für Strom und Wärme lag 2012 bei 433 kWh pro Quadratmeter Verkaufsfläche. Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir den Verbrauch um 3,4 Prozent senken.

WENIGER PAPIER

Weniger Papier (Grafik)

Für die Papierherstellung werden große Mengen an Holz, Wasser und Energie benötigt. Um diese Ressourcen zu schonen, setzen wir uns seit Jahren für einen sparsamen Umgang mit Papier ein. Wir verfolgen das Ziel, einerseits die Menge unseres eingekauften Papiers zu verringern und andererseits unseren Anteil an ökologisch optimiertem Papier zu erhöhen. So achtet die für den Papiereinkauf zuständige Gesellschaft METRO GROUP Advertising (MGA) darauf, dass der Anteil von Recyclingpapier möglichst hoch ausfällt beziehungsweise dass verwendetes Papier aus Frischfasern chlorfrei gebleicht wird und FSC®-zertifiziert ist. Über 80 Prozent des durch die MGA beschafften Papiers erfüllen bereits diese Anforderungen.

NATÜRLICHE KÄLTE

Natürliche Kälte (Grafik)

Verluste bei Kältemitteln durch Leckagen in Kühlsystemen sind eine wesentliche Emissionsquelle für Treibhausgase und zudem ein bedeutender Kostenfaktor. Deshalb ist es unser Ziel, die Nachfüllrate bei Kältemitteln zu verringern. Seit 2012 führen wir neben der Fernüberwachung der Kälteanlagen zudem jährlich mindestens 4 statt bislang 2 Dichtheitsprüfungen an allen Kühlsystemen bei Real und Galeria Kaufhof durch. Seitdem sich die METRO GROUP im Rahmen des Consumer Goods Forum verpflichtet hat, ab 2015 bei jeder Neueröffnung eines Markts in den Kälteanlagen nur noch natürliche Kältemittel wie Kohlendioxid einzusetzen, wurde bereits einiges erreicht: 2012 haben wir in 5 weiteren Märkten entsprechende Kälteanlagen installiert. Natürliche Kältemittel haben ein deutlich geringeres Treibhauspotenzial als die herkömmlich eingesetzten Gase. Aufgrund klimatischer Gegebenheiten oder mit Blick auf Sicherheitsaspekte lassen sich bestehende Anlagen allerdings nicht ohne Weiteres umrüsten beziehungsweise natürliche Kältemittel überall einsetzen.

EFFIZIENTER KÜHLEN

Effizienter Kühlen (Grafik)

Die unterbrechungsfreie Kühlung oder Tiefkühlung von Produkten ist eine wesentliche Voraussetzung für deren Qualität und Frische. Daher müssen die Kühlsysteme in unseren Märkten im Dauerbetrieb laufen. Doch es gibt Möglichkeiten, den Strombedarf zu senken. METRO Cash & Carry setzt dazu auf eine einfache Maßnahme: Die Vertriebslinie tauscht die Lüftermotoren in den Kühlmöbeln gegen Lüfter mit geringerem Energieverbrauch aus. Allein in Deutschland konnte METRO Cash & Carry durch den Einsatz von rund 17.000 Energiesparlüftern den Strombedarf um mehr als 3.000 MWh reduzieren. Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von 850 deutschen Haushalten.

IDEEN UND EINSATZ GEFRAGT

Ideen und Einsatz gefragt (Grafik)

Umweltbewusstes Verhalten von Mitarbeitern bietet großes Einsparpotenzial. Um dieses Potenzial gezielt zu nutzen, hat METRO Cash & Carry 2012 das sogenannte Energy Awareness Programme (EAP) vorbereitet und startete damit am „Internationalen Energiespartag“, am 5. März 2013. Ziel der Vertriebslinie ist es, ihre Mitarbeiter weltweit zu inspirieren und zu motivieren, Energie effizienter einzusetzen. Das EAP gliedert sich in 2 Phasen: In der ersten Phase sind die Mitarbeiter aufgefordert, Energieeinsparpotenziale bei sich zu Hause ausfindig zu machen. Den „Best Home Energy Saver“ ehrt METRO Cash & Carry Ende 2013 mit einer Auszeichnung. In der zweiten Phase geht es darum, mithilfe der Mitarbeiter Einsparmaßnahmen in den Großmärkten zu realisieren. Dazu erhält jeder Standort ein konkretes Reduktionsziel, das die spezifischen Gegebenheiten wie beispielsweise das lokale Klima berücksichtigt. Alle Mitarbeiter sind angehalten, Ideen einzubringen und ihr Verhalten am Arbeitsplatz bewusst zu verändern, um Energie einzusparen. Der beste Vorschlag und der Großmarkt mit den größten Einsparungen werden ebenfalls mit einem Preis ausgezeichnet. Insgesamt hat sich METRO Cash & Carry zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch bis August 2013 gegenüber 2011 um 5 Prozent und bis 2015 um 18 Prozent zu senken. Dies entspräche einer Kosteneinsparung von insgesamt 37 Mio. €.

ENERGIESPAREND BELEUCHTEN

Energiesparend beleuchten (Grafik)

Wie sich im Bereich der Beleuchtung gezielt Einsparpotenziale nutzen lassen, zeigt das Beispiel unseres 2011 eröffneten Lagers in Hamm, das von unserer Tochtergesellschaft METRO LOGISTICS (MGL) betrieben wird. Beim Neubau des rund 3.200 Quadratmeter großen Tiefkühllagers wurde LED-Beleuchtung installiert. Im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln sind LED-Lampen wesentlich energieeffizienter. Außerdem entwickeln sie – anders als herkömmliche Leuchtkörper – auch bei der im Kühllager herrschenden Temperatur von minus 24 Grad Celsius sofort eine Leuchtkraft von 100 Prozent. Dadurch verringern sich die Betriebsstunden der Beleuchtung. Herkömmliche Lampen leuchten 24 Stunden durch, da sie bei den tiefen Temperaturen eine gewisse Zeit benötigen, um Leuchtkraft zu entwickeln. Insgesamt konnte das Lager in Hamm seinen Strombedarf für die Beleuchtung auf diese Weise um 40 Prozent reduzieren. Auf die Beleuchtung entfällt ein Viertel des Stromverbrauchs im Lager Hamm. Dem positiven Beispiel folgend, rüstet die MGL nun weitere Standorte um.

DOPPELT PROFITIEREN

Doppelt profitieren (Grafik)

Die Umwelt schützen und gleichzeitig Kosten einsparen: Das ist die Kernidee des kommunalen Projekts Ökoprofit. Die beiden Galeria Kaufhof Warenhäuser in Düsseldorf am Wehrhahn und in Hanau haben sich an Ökoprofit beteiligt und eine Vielzahl kleinerer Maßnahmen umgesetzt, die in ihrer Summe zu deutlichen Energie- und Kosteneinsparungen beitragen. In Düsseldorf wurden die Beleuchtungen der Fahrtreppen und der Werbeanlagen auf LEDs umgestellt und Bewegungsmelder in den Personaltreppenhäusern eingebaut. Die Frischluftzufuhr wird mittels CO2-Fühlern bedarfsgerecht gesteuert. Auf diese Weise spart das Warenhaus jährlich 3 Prozent Strom und damit einen 5-stelligen Eurobetrag ein. 30 Prozent weniger Strom verbrauchen die neuen Leuchtstoffröhren „Energy Saver“, die nun in der Filiale in Hanau für die Grundbeleuchtung eingesetzt werden. In einigen Bereichen wie der Fahrtreppenbeleuchtung und den Schmuckvitrinen wurde die Beleuchtung zudem auf LEDs umgestellt, die gegenüber den bisherigen Leuchten rund 80 Prozent weniger Strom verbrauchen. Bis Mitte 2012 hat Galeria Kaufhof die Fahrtreppenbeleuchtung an weiteren 67 Standorten auf LEDs umgestellt.