Ausgewählte Maßnahmen und Projekte

NACHHALTIGE BESCHAFFUNG

Nachhaltige Beschaffung (Grafik)

Immer mehr Verbraucher sind nicht mehr nur an der Qualität und Sicherheit von Produkten, sondern auch an deren sozialer und ökologischer Verträglichkeit interessiert. Die METRO GROUP übernimmt in diesem Handlungsfeld Verantwortung, indem sie Bedingungen für die Produktion definiert, Einkäufer sensibilisiert und die Beschaffung so umweltfreundlich und sozialverträglich wie möglich gestaltet. Zentrale Grundlagen bilden hierbei unsere Einkaufsrichtlinien: Auf Basis der bereits 2011 verabschiedeten, konzernweiten Fischeinkaufspolitik haben METRO Cash & Carry, Real und Galeria Kaufhof 2012 spezifische Leitlinien entwickelt. Eine konzernweite produktübergreifende Einkaufspolitik soll 2013 verabschiedet werden. Hier werden Grundsätze für die nachhaltige Beschaffung von Produkten festgelegt, die wichtige Ressourcen und Rohstoffe enthalten, wie Holz und Papier, Palmöl, Kakao oder Soja.

FAIRE ARBEITSBEDINGUNGEN

Faire Arbeitsbedingungen (Grafik)

Die Einhaltung von Sozialstandards ist integraler Bestandteil unseres nachhaltigen Handelns. Entsprechend achtet die METRO GROUP auf die Einhaltung der Kernarbeitsnormen der International Labour Organization (ILO) sowie der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen. Zudem verpflichten wir unsere Lieferanten vertraglich, grundlegende Menschenrechte zu wahren und faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Als Beleg dafür fordern wir in den Lieferverträgen ein Audit nach den Anforderungen des BSCI-Standards (Business Social Compliance Initiative) oder äquivalenter Standards. Diese Anforderung gilt für Lieferanten, die in Risikoländern Endprodukte fertigen und in die EU importieren. Alle Hersteller von Nicht-Lebensmitteln, die über unsere Tochtergesellschaft MGB Hong Kong in die EU liefern, wurden entsprechend auditiert. 62 Prozent haben das Audit mit „gut“ bestanden. Lieferanten, die dieses Niveau noch nicht erreichen, begleiten wir auf Wunsch in ihrem Entwicklungsprozess bis zur Erfüllung der Anforderungen. Bis 2015 wollen wir zudem Lieferanten von Nicht-Lebensmitteln, die über lokale Importeure bezogen werden, in ein BSCI- oder ein äquivalentes Sozialstandardsystem einbeziehen.

EFFIZIENTE HANDELSSTRUKTUREN

Effiziente Handelsstrukturen (Grafik)

Die hohe Qualität und Sicherheit der Produkte wird unter anderem durch effiziente Beschaffungsstrukturen gewährleistet. Durch die gut organisierte Logistik verringern sich zudem die Verluste an Nahrungsmitteln auf den verschiedenen Stufen unserer Wertschöpfungskette. Daher investieren wir gezielt in unsere Geschäftsprozesse. 4 zentrale Einkaufsbüros steuern den Einkauf bestimmter Produktgruppen. Außerdem richtet METRO Cash & Carry lokale Sammelzentren für Landwirte in der Nähe der Anbaugebiete ein. Dadurch verkürzt sich die Zeit zwischen Ernte und Anlieferung im Markt. Mit dem aktuellen Projekt „Fast Inventory Turnaround“ verfolgt die Vertriebslinie darüber hinaus das Ziel, Lagerzeiten und -bestände zu reduzieren.

TRANSPARENZ IN DER LIEFERKETTE

Transparenz in der Lieferkette (Grafik)

Nachhaltigkeit erfordert Transparenz in der Lieferkette, die durch eine produktbezogene Rückverfolgbarkeit gewährleistet werden kann. Ziel ist es, Produkte bis zu ihren Ursprüngen zurückverfolgen zu können und ihre Herstellungsbedingungen zu kennen. Denn nur so können potenzielle Risiken sowie Verbesserungsbedarf identifiziert werden. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Qualität als auch mit Blick auf soziale und ökologische Standards. Bestes Beispiel ist der notwendige Schutz der Fischbestände in den Weltmeeren. Ohne eine gezielte Rückverfolgbarkeit von der Theke bis zum Fischer lässt sich illegale Fischerei nicht stoppen. Daher setzt sich die METRO GROUP bereits seit Jahren aktiv und in Zusammenarbeit mit Branchenpartnern und politischen Entscheidern dafür ein, Transparenz in der Lieferkette zu schaffen. Aktuell arbeitet die METRO GROUP in Kooperation mit GS1, einem Kompetenz- und Dienstleistungszentrum zur Optimierung unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse, sowie anderen namhaften Partnern an einer globalen Dachlösung. Diese soll künftig für alle Produktgruppen Anwendung finden. Kern des Ansatzes ist eine dezentrale Datenspeicherung, die den Zugriff auf die Daten deutlich vereinfacht, zuverlässiger ausgestaltet und so noch mehr Transparenz in der gesamten Kette schafft – bis hin zum Endverbraucher.

GANZHEITLICHER ANSATZ

Ganzheitlicher Ansatz (Grafik)

Um hochwertige und sichere Produkte anbieten zu können, kooperiert METRO Cash & Carry beispielsweise in Indien eng mit den landwirtschaftlichen Produzenten und unterstützt die Verbesserung der Lieferstrukturen vor Ort. Nachdem der Großhandelsprofi bereits Sammelzentren für landwirtschaftliche Erzeugnisse in mehreren indischen Provinzen eingerichtet hat, sind 2012 2 weitere Plattformen für frischen Fisch eröffnet worden. Hier werden die Fänge der lokalen Fischer aufgekauft und für den Weitertransport verarbeitet. Dies bringt allen Beteiligten Vorteile: Die Fischer haben Zugang zum Absatzmarkt und kalkulierbare Einkünfte. METRO Cash & Carry profitiert von effizienter Logistik und kann so eine hohe Qualität und Verfügbarkeit der angebotenen Waren sicherstellen. Durch die sogenannten Pay Direct Cards erhalten die Landwirte, die ihre Erzeugnisse in den Sammelzentren abgeben, sofortige Zahlungsgutschriften. Als erstes Unternehmen in Indien hat METRO Cash & Carry diese Zahlungsmodalität eingeführt, die ähnlich wie eine EC-Karte funktioniert und für sichere und schnelle Finanztransaktionen sorgt.

Im Rahmen von Trainingsprogrammen unterstützt METRO Cash & Carry seine Lieferanten in Indien mit Fachwissen. So schulte die Qualitätssicherung der Vertriebslinie im Berichtsjahr mehr als 25 Fleischlieferanten zu den Themen innovative Verarbeitungslösungen, Lebensmittelsicherheit und Hygiene. Auf diese Weise fördert METRO Cash & Carry die Qualität der Produkte, die Verdienstchancen der Lieferanten und die Reduktion von Nahrungsmittelverlusten auf der ersten Stufe der Lieferkette.

VERANTWORTUNGSBEWUSSTER KONSUM

Verantwortungsbewusster Konsum (Grafik)

Die METRO GROUP unterstützt die Verbraucher dabei, ihren Konsum bewusst zu gestalten und Kaufentscheidungen zugunsten von nachhaltigen Produkten zu treffen. Das gilt nicht nur für Nahrungsmittel. Seit Oktober 2012 ist Media-Saturn an dem führenden Re-Commerce-Anbieter FLIP4NEW beteiligt und erweitert damit die herkömmliche Vermarktung von Elektronik und Elektrogeräten über die Fachmärkte um einen modernen Service. Über den Saturn-Online-Shop und in immer mehr Märkten können Kunden ihre nicht mehr benötigten Elektroprodukte und Medien gegen einen Einkaufsgutschein eintauschen. FLIP4NEW prüft die gebrauchten Artikel und verkauft sie auf Online-Plattformen weiter. Damit verlängert sich der Lebenszyklus der aufwendig hergestellten Produkte. Media-Saturn plant, dieses Geschäftsmodell auch international auszuweiten.

Auch bei Neugeräten im eigenen Sortiment achtet die Vertriebslinie auf Nachhaltigkeit. So umfasst das Angebot von Saturn eine Reihe von energieeffizienten Elektronikprodukten und Haushaltsgeräten. Um Kunden die Suche nach diesen Artikeln zu erleichtern, kennzeichnet Saturn in seinem Online-Shop und künftig auch in den Märkten die energieeffizientesten, umweltschonendsten und betriebskostenfreundlichsten Geräte, die es auf die EcoTopTen-Listen des unabhängigen Öko-Instituts e. V. geschafft haben, mit dem Prädikat „Utopia empfiehlt“. Produkte, die ganz besonders zu empfehlen sind, zum Beispiel weil sie bei den Kunden am beliebtesten sind, erhalten zusätzlich das Prädikat „Utopia Produkt“. Zudem bietet das Unternehmen auf seiner Website in der Rubrik „Energiesparen mit Saturn“ weitere Informationen rund um die intelligente und sparsame Nutzung von Strom.

NACHHALTIGE TEXTILIEN

Nachhaltige Textilien (Grafik)

Galeria Kaufhof und Real haben ihre Textilsortimente im Berichtsjahr um nachhaltige Produkte ergänzt. Unsere Vertriebslinie Galeria Kaufhof baut ihr Angebot an besonders umweltfreundlich oder sozialverträglich hergestellten Textilien weiter aus. Kinderbekleidung, Wäsche oder Heimtextilien aus hautfreundlicher Biobaumwolle nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) oder Wintersportbekleidung nach dem bluesign-Standard erkennen Kunden in den Galeria Kaufhof Warenhäusern an dem Logo „natürlich GALERIA“: Ende 2012 entsprachen knapp 1.500 verschiedene Textilartikel der Eigenmarken, aber auch der Herstellermarken einem der unter „natürlich GALERIA“ definierten Nachhaltigkeitsstandards. Real hat 2012 Baumwollprodukte von „Cotton made in Africa“ (CmiA) in das Sortiment aufgenommen. Die Initiative unterstützt afrikanische Bauern durch den Handel mit nachhaltig produzierter Baumwolle. Im Berichtsjahr verkaufte Real bereits 20 Artikel mit dem CmiA-Siegel, insgesamt rund 133.000 Stück. Weitere Aktionen sollen folgen.