Ausgewählte Maßnahmen und Projekte

WANDEL DER UNTERNEHMENSKULTUR

Wandel der Unternehmenskultur (Grafik)

Die METRO GROUP hat sich das Ziel gesetzt, den Mehrwert für ihre Kunden deutlich zu steigern. Die Neuausrichtung unseres Geschäfts setzt voraus, dass unsere Mitarbeiter diese mittragen und leben. Die Basis hierfür ist ein Wandel unserer Unternehmenskultur. Unser Ziel ist es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das von offenem Dialog, Meinungsvielfalt und der konsequenten Umsetzung von Entscheidungen geprägt ist. Vor diesem Hintergrund hat unsere Vertriebslinie METRO Cash & Carry im Berichtsjahr neue Leitlinien für ihre Mitarbeiter entwickelt und begonnen, sie in die Führungskräfteentwicklung zu integrieren. Mittelfristig sollen alle Mitarbeiter in den Prozess einbezogen werden. Im Rahmen von Arbeitsgruppen erfahren sie, wie sie die Leitlinien konkret in ihrem Arbeitsalltag anwenden. 2012 haben an den Arbeitsgruppen bereits mehr als 2.600 Mitarbeiter aus 22 Ländern teilgenommen.

ENGAGEMENT FÜR MEHR VIELFALT

Engagement für mehr Vielfalt (Grafik)

Wir respektieren, schätzen und fördern die Unterschiedlichkeit jedes einzelnen Mitarbeiters und setzen uns dafür ein, die Vielfalt innerhalb unseres Unternehmens gezielt zu fördern. Unser Bekenntnis dazu haben wir bereits 2007 mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ abgegeben. Mit mehr als 1.300 Unterzeichnern ist sie eine der anerkanntesten Initiativen zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen. Anfang 2012 sind wir außerdem dem gleichnamigen Mitgliederverein beigetreten. Als Projektträger wollen wir dazu beitragen, das aktive Diversity Management in der Arbeitswelt weiter zu verankern.

REORGANISATION DER KONZERNHOLDING

Reorganisation der Konzernholding (Grafik)

Trotz deutlicher Einsparungen bei den Sach- und Projektkosten im Geschäftsjahr 2012 müssen wir in der Konzernzentrale in Düsseldorf Stellenanpassungen vornehmen. Doch auch bei der Reorganisation der Konzernholding stellt sich die METRO GROUP ihrer sozialen Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern. Betroffen von dem Anpassungsprozess, der bis 2015 dauert, sind bis zu 105 Angestellte der METRO AG. Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht vorgesehen, vielmehr erhalten die Mitarbeiter frühzeitig attraktive Angebote für eine freiwillige Aufhebung des Arbeitsvertrags. Ein von uns beauftragtes Beratungsunternehmen unterstützt bei der beruflichen Neuorientierung außerhalb der METRO GROUP und organisiert notwendige Qualifizierungsmaßnahmen. Die METRO AG wird aber auch weitere Möglichkeiten nutzen, den Personalabbau sozialverträglich umzusetzen, beispielsweise durch Versetzungen auf andere freie Stellen innerhalb des Konzerns oder die Nutzung natürlicher Fluktuation.

FAIRE ARBEITSBEDINGUNGEN

Faire Arbeitsbedingungen (Grafik)

Seit 2004 sind unsere Prinzipien für faire Arbeitsbedingungen und soziale Partnerschaften fester Bestandteil unserer Geschäftsgrundsätze. Darin formulieren wir als Ziel ein Arbeitsumfeld, das von Respekt, Fairness und Partnerschaft geprägt ist. Um unseren Mitarbeitern die Prinzipien erneut ins Gedächtnis zu rufen und sie über die Inhalte zu informieren, haben wir 2012 eine konzernweite Kampagne umgesetzt. Dazu wurde unter anderem ein Flyer in 26 Sprachen übersetzt und in allen Ländern, in denen die METRO GROUP vertreten ist, verteilt. Zudem waren die Inhalte Teil eines unternehmensweiten Newsletters. Um möglichst viele Mitarbeiter zu erreichen, haben wir die zentralen Inhalte zudem in Mitarbeitermagazinen sowie in Sozialräumen und an Schwarzen Brettern in den Märkten veröffentlicht.

FÜHRUNGSKRÄFTE IM KOLLEGIALEN AUSTAUSCH

Führungskräfte im kollegialen Austausch (Grafik)

Um eine wertorientierte Führungskultur in unserem Unternehmen zu fördern, unterstützen wir unsere Manager durch maßgeschneiderte Entwicklungs- und Qualifizierungsprogramme. Beispielhaft dafür ist das neue Programm „EMBARK“ der METRO University, unserer zentralen Plattform für Qualifizierung. „EMBARK“ richtet sich gezielt an Führungskräfte auf Geschäfts- und Bereichsleiterebene, die erst seit Kurzem in dieser Position sind. Im Mittelpunkt des 2-teiligen Programms standen 2012 die Themen Kundenmehrwert und Innovation: Im ersten Modul erhielten die 26 Teilnehmer die Aufgabe, innovative Geschäftsideen zu entwickeln, die den Kunden einen Mehrwert bieten – zum Beispiel METRO Event-Services oder Bionahrungsmittel für Gastronomen. Im Rahmen des zweiten Moduls präsentierten die Führungskräfte ihre Ergebnisse und tauschten sich mit Experten über die Ideen und Erkenntnisse aus. Auf diese Weise integrieren wir strategische Schwerpunktthemen in unsere Führungskräfteentwicklung und unterstützen unsere Manager dabei, ihre Fähigkeiten gezielt auszubauen.

UNTERSTÜTZUNG BEI DER PFLEGE

Unterstützung bei der Pflege (Grafik)

Ein Pflegefall in der Familie trifft die Angehörigen oft unerwartet und erfordert eine schnelle Organisation der neuen Situation. In Deutschland ermöglicht es der Gesetzgeber Arbeitnehmern seit 2012, ihre Arbeitszeit 24 Monate lang auf bis zu 15 Stunden wöchentlich zu reduzieren – bei 75 Prozent ihres Gehalts. Nach Rückkehr an den Arbeitsplatz erhalten sie so lange ein geringeres Gehalt, bis der Vorschuss ausgeglichen ist. Die METRO GROUP schafft auf dieser Basis die notwendigen Rahmenbedingungen dafür, ihre Mitarbeiter bei der Pflege von Familienangehörigen zu unterstützen. Galeria Kaufhof hat bereits im Jahr 2008 eine Vereinbarung mit dem Gesamtbetriebsrat des Unternehmens zur familienfreundlichen Personalpolitik getroffen. Mitarbeiter konnten zunächst für ein Jahr und seit 2011 für 2 Jahre ihr Arbeitsverhältnis für die Pflege von Familienangehörigen ruhen lassen. Auch Real bietet die Familienpflegezeit seit Juni 2012 an. Den Mitarbeitern wird es dadurch erleichtert, familiäre und berufliche Aufgaben miteinander zu vereinbaren. Gemeinsam mit der METRO AG engagiert sich auch Media-Saturn: Beide beteiligten sich 2012 an dem Modellprojekt „Pflege & Eldercare“ der famPlus GmbH, eines Dienstleisters für familienunterstützende Maßnahmen. Ziel des Projekts ist es, passgenaue Betreuungslösungen für Berufstätige mit älteren oder pflegebedürftigen Angehörigen zu finden. Bis zu 10 Mitarbeiter von Media-Saturn sowie weitere 10 der METRO AG konnten sich in der Pilotphase melden, um Unterstützung bei der Suche nach einer qualifizierten Pflegeperson zu erhalten.

SERVICE DURCH MARKTTRAINING

Service durch Markttraining (Grafik)

Der regelmäßige Austausch zwischen Mitarbeitern in unserer Zentrale und in den Großmärkten ist für effiziente und kundenorientierte Prozesse essenziell. Um Dialog, Vernetzung und Kundenorientierung aktiv zu fördern, haben wir ein 1-tägiges Markttraining für Führungskräfte und Mitarbeiter aus der Zentrale konzipiert. Im Vorfeld können sich die Teilnehmer in verschiedenen Online-Schulungen gezielt auf den Vor-Ort-Termin vorbereiten. Bei einem Rundgang durch einen METRO Cash & Carry Großmarkt präsentieren die Abteilungsleiter ihre jeweiligen Tätigkeitsbereiche und geben Einblick in die Arbeitsabläufe des Großmarkts. Außerdem werden die Kollegen aus der Zentrale selbst aktiv und helfen beim Einräumen von Waren oder beim Kassieren. Die ersten Termine haben 2012 bereits in den Großmärkten Neuss, Krefeld, Dortmund und Recklinghausen stattgefunden. Weitere Markttrainings sind für 2013 geplant.

BEISPIELHAFTE INKLUSION

Beispielhafte Inklusion (Grafik)

Unser Anspruch ist es, ein inkludierendes Arbeitsumfeld zu schaffen. Das bedeutet, dass wir Menschen mit Behinderungen und gesundheitlichen Einschränkungen die Möglichkeit bieten, am Arbeitsleben teilzunehmen. Das vielfältige Engagement unserer Vertriebslinien zeigt, wie wir diesen Anspruch im Alltag einlösen: Für Real ist es selbstverständlich, dass Menschen mit Behinderungen ihren Platz in den Märkten haben, und das war es schon lange, bevor Inklusion ein Begriff wurde. So setzt sich beispielsweise das Real SB-Warenhaus in Hallstadt seit 2004 besonders aktiv für die Integration von Menschen mit Behinderungen ein: 9 Mitarbeiter sind unter anderem an der Kasse, in der Telefonzentrale und im Getränkemarkt tätig. Für dieses Engagement erhielt das SB-Warenhaus 2012 den Inklusionspreis des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Bayern. Auch METRO Cash & Carry unterstützt die Inklusion gezielt: Seit 2006 engagiert sich die Vertriebslinie beispielsweise in Frankreich für behinderte Mitarbeiter – nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern auch bei Dienstleistern und Partnern. Galeria Kaufhof berücksichtigt mit einem ganzheitlichen Inklusionsansatz Mitarbeiter und Kunden gleichermaßen. Die Vertriebslinie passt beispielsweise die Arbeitsplätze von Blinden oder Kollegen im Rollstuhl den spezifischen Bedürfnissen an. Dadurch ermöglicht Galeria Kaufhof es jedem Einzelnen, einen wertvollen Beitrag für das Unternehmen zu leisten. Mehr als 7 Prozent der Mitarbeiter sind Menschen mit Schwerbehinderung. Dafür wurde der Warenhausbetreiber im Oktober 2012 vom UnternehmensForum e. V. mit dem Inklusionspreis 2012 geehrt.