30. Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte/Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten

Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa

Mit Vertrag vom 30. November 2012 trafen die METRO GROUP und das französische Handelsunternehmen Groupe Auchan die Vereinbarung, das Real-Geschäft in Osteuropa an Groupe Auchan zu veräußern. Das Real-Geschäft in Osteuropa umfasste zu diesem Zeitpunkt 91 Real SB-Warenhäuser in Polen, Russland, Rumänien und der Ukraine inklusive des Immobilieneigentums an 14 dieser Standorte. Die Veräußerung stand am 31. Dezember 2012 noch unter dem Vorbehalt verschiedener aufschiebender Bedingungen, wie zum Beispiel der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden in den jeweiligen Ländern. Bis zum Zeitpunkt der Erfüllung der jeweiligen landesspezifischen aufschiebenden Bedingungen verbleibt das Real-Geschäft in Osteuropa Bestandteil der METRO GROUP und trägt bis dahin zum Konzernergebnis bei. Seit Inkrafttreten der Vereinbarung zwischen der METRO GROUP und Groupe Auchan werden alle Vermögenswerte und Schulden, die Bestandteil der Vereinbarung sind, als eine Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 behandelt. Nach Konsolidierung aller konzerninternen Vermögenswerte und Schulden erfolgt ihr Ausweis demnach in der Konzernbilanz seit dem 31. Dezember 2012 unter der Position „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ beziehungsweise unter der Position „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“. Bei Erfüllung der jeweiligen landesspezifischen Bedingungen reduzieren sich diese beiden Positionen im Rahmen der Entkonsolidierung der betroffenen Landesorganisation entsprechend den Abgangswerten im Rahmen der Entkonsolidierung.

Im Nachgang der im ersten Quartal 2013 erfolgten Zustimmung der ukrainischen Wettbewerbsbehörden wurde die Entkonsolidierung des Real-Geschäfts in der Ukraine erstmals im Quartalsbericht zum 31. März 2013 abgebildet. Die letzte aufschiebende Bedingung im Zusammenhang mit dem Real-Geschäft in Russland wurde zu Beginn des zweiten Quartals 2013 erfüllt. Entsprechend wurde die Auswirkung der Entkonsolidierung des Real-Geschäfts in Russland erstmals im Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2013 dargestellt. Im Verlauf des dritten Quartals 2013 wurden schließlich auch die letzten Voraussetzungen zur Veräußerung des rumänischen Real-Geschäfts erfüllt, sodass dessen Entkonsolidierung im Konzernabschluss zum Rumpfgeschäftsjahr per 30. September 2013 vorgenommen werden konnte.

Durch den Abgang des Real-Geschäfts in der Ukraine, in Russland und in Rumänien reduzierten sich die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ seit dem 31. Dezember 2012 um 795 Mio. €. Die „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ sanken vor diesem Hintergrund um 430 Mio. €. Die im Zusammenhang mit den Entkonsolidierungen im Rumpfgeschäftsjahr 2013 abgegangenen zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Schulden setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

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Mio. €

9M 2013

Vermögenswerte

 

Geschäfts- oder Firmenwerte

18

Sachanlagen

539

Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte (langfristig)

2

Vorräte

128

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

6

Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte (kurzfristig)

53

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

49

 

795

Schulden

 

Finanzschulden (langfristig)

147

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

239

Rückstellungen (kurzfristig)

5

Finanzschulden (kurzfristig)

4

Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten (kurzfristig)

32

Ertragsteuerschulden

3

 

430

Insgesamt verminderten sich die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ durch die Entkonsolidierung des ukrainischen, russischen und rumänischen Real-Geschäfts sowie durch die Fortführung des operativen Real-Geschäfts in Polen somit auf 174 Mio. €. Die „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögensgegenständen“ sanken in diesem Zusammenhang auf 264 Mio. €. Nach Konsolidierung aller konzerninternen Vermögenswerte und Schulden beinhaltet die verbleibende Veräußerungsgruppe in Polen die folgenden Einzelpositionen:

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Mio. €

30.9.2013

Vermögenswerte

 

Sachanlagen

15

Vorräte

114

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2

Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte (kurzfristig)

36

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

7

 

174

Schulden

 

Finanzschulden (langfristig)

69

Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten (langfristig)

19

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

130

Rückstellungen (kurzfristig)

15

Finanzschulden (kurzfristig)

6

Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten (kurzfristig)

25

 

264

Die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Schulden des Real-Geschäfts in Polen tragen im Segment Real mit 168 Mio. € zum Segmentvermögen und mit 212 Mio. € zu den Segmentschulden bei. Im Segment Immobilien haben sie keine Auswirkungen. Für das Segment Konsolidierung ergeben sich Auswirkungen auf das Segmentvermögen von –7 Mio. € sowie auf die Segmentschulden von –24 Mio. €.

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa sollen außer an die Groupe Auchan weitere Vermögenswerte an diverse andere Erwerber veräußert werden. Diese Vermögenswerte werden mit 13 Mio. € in den „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ ausgewiesen und tragen im Segment Immobilien in selber Höhe zum Segmentvermögen bei. Am Segmentvermögen des Segments Real haben sie keinen Anteil. „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ bestehen hinsichtlich dieser weiteren Vermögenswerte nicht.

Die METRO GROUP geht davon aus, dass das derzeit verbleibende Real-Geschäft in Polen kurzfristig veräußert wird.

Das aus der Entkonsolidierung des Real-Geschäfts in der Ukraine, in Russland und Rumänien sowie aus hiermit im Zusammenhang stehenden Bewertungseffekten entstandene EBIT-wirksame Ergebnis beträgt 162 Mio. €. Es wird im Wesentlichen mit 192 Mio. € unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und mit 34 Mio. € unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Es entfällt mit 119 Mio. € auf das Segment Real sowie mit 43 Mio. € auf das Segment Immobilien.

Veräußerung französischer Immobilien

Im August 2013 veräußerte die METRO GROUP 75,00 Prozent ihrer bis dahin 100-prozentigen Tochtergesellschaft OPCI FRENCH WHOLESALE STORES – FWS (OPCI) an die luxemburgische Hexagon Real Estate Investments S.à.r.l. Der Eigentumsübergang fand am 29. August 2013 statt. Seit diesem Zeitpunkt werden die verbleibenden 25,00 Prozent der Anteile an OPCI im Konzernabschluss der METRO GROUP als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.

Aus dem Abgang von OPCI erzielte die METRO GROUP einen EBIT-wirksamen Ertrag von 134 Mio. €, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird. Hierin enthalten ist ein Ertrag aus der Aufwertung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung von 1 Mio. €.

Aus der Folgebewertung der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile zum 30. September 2013 entstand ein Ertrag von 0,1 Mio. €, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird.

Zum Zeitpunkt des Abgangs führte die Veräußerung von OPCI nach Konsolidierung aller konzerninternen Sachverhalte zu einer Abnahme der „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ in Höhe von 114 Mio. €. „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ bestanden nicht.

Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Vermögenswerte reduzierten im Segment Immobilien das Segmentvermögen um 114 Mio. €. Das Segmentvermögen des Segments METRO Cash & Carry erhöhte sich vor dem Hintergrund der Aktivierung eines Finanzierungs-Leasingverhältnisses um 2 Mio. €.

Im Rahmen der Veräußerung von OPCI verließen insgesamt 43 französische Standorte des Segments METRO Cash & Carry die METRO GROUP, wovon ein Standort im Zusammenhang mit einer Sale-and-Leaseback-Transaktion als Finanzierungs-Leasingverhältnis klassifiziert und erneut im Sachanlagevermögen der METRO GROUP bilanziert wird.

Insgesamt sank der Buchwert der „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ durch die Veräußerung von Immobilien sowie durch Währungseffekte um 241 Mio. €. Die Absicht, weitere Immobilien im Verlauf eines Jahres zu veräußern sowie die renovierungsbedingte Nachaktivierung bei bereits in den „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ bilanzierten Immobilien erhöhen die Bilanzposition um 131 Mio. €.

Die METRO GROUP hat die Erwartung, dass die als „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ bilanzierten Immobilien im Verlauf des Geschäftsjahres 2013/14 veräußert werden. Eine außerplanmäßige Abschreibung dieser Immobilien auf einen niedrigeren Fair Value abzüglich Veräußerungskosten war nicht erforderlich. Innerhalb der Segmentberichterstattung werden sie im Segmentvermögen des Segments Immobilien mit einem Wert von 105 Mio. € ausgewiesen.