32. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach den Regelungen des IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) bilanziert. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 wurde erstmals der IAS 19 nach einer umfassenden Änderung durch das IASB angewandt (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“).

Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten Verpflichtungen, bei denen es sich größtenteils um Leistungen aus Regelungen der betrieblichen Altersversorgung handelt. Es bestehen leistungsorientierte Ansprüche aus unmittelbaren Zusagen (Direktzusagen) und gegenüber externen Versorgungsträgern (Unterstützungskassen in Deutschland und Pensionsfonds oder Versicherungen im Ausland). Das Vermögen der externen Träger dient ausschließlich der Finanzierung der Pensionsansprüche und ist als Planvermögen qualifiziert. Die Versorgungsleistungen sind gemäß den jeweiligen Leistungsplänen einkommens- und dienstzeitbezogen; daneben werden dienstzeitbezogene Versorgungsleistungen auf der Grundlage von Festbeträgen gewährt.

Im Folgenden werden die wichtigsten leistungsorientierten Altersversorgungspläne beschrieben.

Deutschland

Die METRO GROUP gewährt einer Vielzahl von Mitarbeitern in Deutschland eine Zusage auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen. Neuzusagen werden in Form von leistungsorientierten Zusagen im Sinne des IAS 19 (beitragsorientierte Leistungszusagen im Sinne des Betriebsrentengesetzes) gewährt, die eine Entgeltumwandlungs-Komponente und eine Arbeitgeber-Matching-Komponente enthalten. Die Beiträge werden an eine Rückdeckungsversicherung gezahlt, aus der im Versorgungsfall die fällige Leistung gewährt wird. Nicht durch die Rückdeckungsversicherung gedeckte Ansprüche sind in den Rückstellungen enthalten.

Darüber hinaus bestehen verschiedene für den Neuzugang geschlossene Versorgungswerke, die in der Regel lebenslängliche Renten ab dem gesetzlichen Renteneintrittsalter oder ab anerkannter Invalidität vorsehen. Die Leistungen sind größtenteils als Festbetrag oder über einen jährlichen Steigerungsbetrag definiert. In Sonderfällen berechnet sich die Leistung unter Anrechnung der gesetzlichen Renten. Diese Zusagen sehen Witwenleistungen in unterschiedlicher Höhe in Abhängigkeit der Leistung vor, die der ehemalige Mitarbeiter erhalten hat oder im Falle der Invalidität erhalten hätte. Die Altzusagen werden zum Teil durch in Unterstützungskassen gehaltenes Vermögen gedeckt. Die Gremien der Unterstützungskassen setzen sich sowohl aus Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmervertretern zusammen. Der Vorstand hat über die Mittelverwendung und die Kapitalanlage zu entscheiden. Er kann Dritte mit der Verwaltung des Kassenvermögens beauftragen. Gesetzliche Mindestdotierungsverpflichtungen existieren nicht. Sofern zugesagte Leistungen nicht aus dem Vermögen der Unterstützungskasse erbracht werden können, hat der Arbeitgeber die Leistungen direkt zu erbringen (Subsidiärhaftung).

Niederlande

In den Niederlanden gibt es einen leistungsorientierten Pensionsplan, der zusätzlich zu Altersleistungen auch Leistungen bei Invalidität und Tod vorsieht. Die Höhe der Leistungen bemisst sich am jeweiligen ruhegeldfähigen Einkommen pro Dienstjahr. Die Finanzierung erfolgt über einen Pensionsfonds, in dessen Gremien Arbeitgeber- und Arbeitnehmer vertreten sind. Der Vorstand des Fonds ist für die Vermögensanlage verantwortlich. Zu diesem Zweck besteht ein Investment Committee innerhalb des Pensionsfonds. Im Rahmen gesetzlich vorgegebener Mindestfinanzierungsvorschriften hat der Vorstand des Pensionsfonds sicherzustellen, dass die Verpflichtungen zu jeder Zeit mit Vermögen gedeckt sind. Im Falle einer bestehenden Unterdeckung können vom Vorstand des Pensionsfonds verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, um diese auszugleichen. Dies schließt die Forderung zusätzlicher Beiträge durch den Arbeitgeber oder auch Kürzungen von Leistungen an Arbeitnehmer ein.

Zudem existiert in den Niederlanden ein weiterer leistungsorientierter Plan, der als beitragsorientierter Plan (Multi-Employer-Plan) bilanziert wird, weil der Fonds nicht die erforderlichen Informationen liefert, um ihn als leistungsorientierten Plan abzubilden. Es handelt sich hierbei um den „Bedrijfspensioenfonds voor de Detailhandel“ (Einzelhandelspensionsfonds).

Vereinigtes Königreich

Im Juli 2012 hat die METRO GROUP das Großhandelsgeschäft im Vereinigten Königreich an die Booker Group PLC veräußert. Die Pensionsverpflichtungen waren nicht Gegenstand des Verkaufs. Seit dem Zeitpunkt der Veräußerung bestehen nur noch unverfallbare Anwartschaften und laufende Renten aus der bei der METRO GROUP verbrachten Dienstzeit. Die erreichten Anwartschaften sind aufgrund gesetzlicher Vorschriften um Inflationseffekte anzupassen. Die Verpflichtungen werden durch Vermögen gedeckt, welches von einem Corporate Trustee verwaltet und angelegt wird. Der Vorstand dieses Corporate Trustee setzt sich aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen. In jedem Fall ist durch den Trustee die zukünftige, jederzeitige Erfüllbarkeit der Leistungen sicherzustellen. Dies ist durch gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen geregelt. Im Fall einer Unterdeckung kann der Trustee zusätzliche Beiträge des Arbeitgebers zur Schließung der Finanzierungslücke einfordern.

Belgien

Es gibt sowohl Altersrenten- als auch Kapitalzusagen, deren Höhe sich nach der pensionsfähigen Dienstzeit und dem pensionsfähigen Entgelt bemisst. Darüber hinaus werden Abfertigungsleistungen im Falle der Arbeitslosigkeit nach Vollendung des 58. Lebensjahres gezahlt. Die Finanzierung der Leistungen erfolgt grundsätzlich über Gruppenversicherungsverträge, die belgischem Aufsichtsrecht unterliegen.

Weitere Altersvorsorgepläne sind bei Einzelbetrachtung unwesentlich und werden als Summe unter „Übrige Länder“ ausgewiesen.

Einen Überblick über die prozentuale Aufteilung des Anwartschaftsbarwerts auf Länder der METRO GROUP mit wesentlichen Verpflichtungen bietet die nachfolgende Tabelle:

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%

31.12.2012

30.9.2012

30.9.2013

Deutschland

67

68

67

Niederlande

15

14

15

Vereinigtes Königreich

7

7

7

Belgien

3

3

3

Übrige Länder

8

8

8

 

100

100

100

Das Planvermögen der METRO GROUP ist prozentual auf folgende Länder aufgeteilt:

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%

31.12.2012

30.9.2012

30.9.2013

Deutschland

38

38

36

Niederlande

34

34

36

Vereinigtes Königreich

14

14

15

Belgien

6

6

5

Schweiz

8

8

8

 

100

100

100

Die genannten Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach den einschlägigen Prinzipien des IAS 19 bewertet. Grundlage der Bewertungen sind die rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Lands.

Die folgenden durchschnittlichen Annahmen wurden für die wesentlichen Parameter versicherungsmathematischer Bewertung herangezogen:

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31.12.2012

30.9.2012

30.9.2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

%

Deutsch­land

Nieder­lande

Verein­igtes König­reich

Bel­gien

Übrige Länder

Deutsch­land

Nieder­lande

Verein­igtes König­reich

Bel­gien

Übrige Länder

Deutsch­land

Nieder­lande

Verein­igtes König­reich

Bel­gien

Übrige Länder

Rechnungs­zins

3,35

3,60

4,50

3,35

3,07

3,40

3,70

4,50

3,40

3,07

3,35

3,75

4,50

3,35

3,27

Inflations­rate

2,00

2,00

1,90

2,00

1,94

2,00

2,00

2,20

2,00

1,94

2,00

2,00

2,60

2,00

2,03

Die METRO GROUP hat wie in den Vorjahren zur Bestimmung des Rechnungszinses auf allgemein anerkannte Verfahren zurückgegriffen. Diese werden auf Basis der Rendite von Unternehmensanleihen hoher Bonität am Bilanzierungsstichtag unter Berücksichtigung der Währung und der Laufzeit der zugrunde liegenden Verpflichtungen den jeweils anzuwendenden Rechnungszins ermitteln. Der Rechnungszins für die Eurozone und das Vereinigte Königreich basiert auf den Ergebnissen einer vom Konzernaktuar einheitlich verwendeten Methode, die auf die Marktdaten zum 31. August 2013 angewandt wurde. Für die Zinsfestsetzung wurde die Duration der Verpflichtungen auf Basis der Ergebnisse zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 berücksichtigt. In Ländern, in denen kein liquider Markt an zur Zinsfestsetzung geeigneten Unternehmensanleihen besteht, wurden stattdessen Renditen von Staatsanleihen als Referenz bei der Festsetzung des Rechnungszinses verwandt.

Die Höhe der sonstigen nicht wesentlichen bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen verwendeten Parameter entspricht den langfristigen Erwartungen der METRO GROUP. Neben dem Rechnungszins stellt die Inflation einen weiteren wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter dar. Die nominale Lohn- und Gehaltssteigerungsrate wurde dabei aus der erwarteten Inflation und einer realen Steigerungsrate ermittelt. Die Rentensteigerungsrate in Deutschland wird, soweit die Rentenanpassungen mit dem Anstieg der Lebenshaltungskosten zu ermitteln sind, direkt von der Inflation abgeleitet. Auch in den ausländischen Gesellschaften wird die Rentenanpassung in der Regel in Abhängigkeit von der Inflation festgesetzt.

Der Einfluss von Veränderungen bei Fluktuations- und Sterblichkeitsannahmen wurde für die wesentlichen Pläne analysiert. Bei den deutschen Konzernunternehmen basieren die Berechnungen der Sterblichkeitsrate auf den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Diese wurden wie in den Vorjahren, basierend auf Untersuchungen des Konzernaktuars, um aktuelle Entwicklungen der Sterblichkeitsraten modifiziert. Den versicherungsmathematischen Bewertungen im Ausland liegen länderspezifische Sterbetafeln zugrunde. Die resultierenden Effekte aus Fluktuations- und Sterblichkeitsannahmen wurden als nicht wesentlich eingeschätzt und nicht als gesonderte Komponente aufgeführt.

Nachstehend erfolgt eine Sensitivitätsanalyse für die wesentlichen Parameter der Bewertung im Hinblick auf den Anwartschaftsbarwert. Als wesentliche Einflussparameter auf den Anwartschaftsbarwert wurden der Rechnungszins und die Inflationsrate identifiziert. Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse wurde nach den gleichen Methoden vorgegangen wie im Vorjahr. Es wurden diejenigen Parameteränderungen berücksichtigt, die angemessener Weise für möglich gehalten werden, was einem Konfidenzintervall von 75 Prozent entspricht. Der Betrachtungshorizont für mögliche Parameteränderungen umfasst den Zeitraum bis zum nächsten Abschlussstichtag am 30. September 2014. Stress-Tests oder „Worst Case“-Szenarien sind hingegen nicht Gegenstand der Sensitivitätsanalyse. Die Auswahl der jeweiligen Bandbreite von möglichen Parameteränderungen basiert auf mehrjährigen historischen Beobachtungen. Dieses Anknüpfen an nahezu ausschließliche Vergangenheitswerte zur Ableitung möglicher künftiger Entwicklungen stellt eine Einschränkung der Methodik dar.

Im Folgenden werden die Auswirkungen eines Anstiegs/Rückgangs des Rechnungszinses um 100 Basispunkte beziehungsweise der Inflationsrate um 25 Basispunkte auf den Anwartschaftsbarwert aufgezeigt:

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30.9.2013

 

 

 

 

 

 

 

Mio. €

 

Deutsch­land

Nieder­lande

Verein­igtes König­reich

Bel­gien

Übrige Länder

Rechnungs-
zins

Anstieg um 100 Basispunkte

–178,30

–64,80

–27,30

–4,00

–17,90

Rückgang um 100 Basispunkte

221,00

87,50

35,90

4,40

20,70

Inflations-
rate

Anstieg um 25 Basispunkte

41,90

14,60

4,40

Rückgang um 25 Basispunkte

–40,30

–13,70

–4,90

Die Zusage von leistungsorientierten Pensionsansprüchen setzt die METRO GROUP verschiedenen Risiken aus. Zu diesen zählen die allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken aus der Bewertung der Pensionsverpflichtung (zum Beispiel Zinssatzänderungsrisiko) sowie die Kapital- beziehungsweise Anlagerisken des Planvermögens.

Im Hinblick auf die Finanzierung der zukünftigen Rentenzahlungen aus mittelbaren Zusagen sowie einen stabilen Bestand an Deckungskapital investiert die METRO GROUP das Planvermögen überwiegend in wenig risikobehaftete Anlageformen. Die Finanzierung der unmittelbaren Pensionszusagen ist über einen operativen Cashflow der METRO GROUP gesichert.

Der Fair Value des Planvermögens verteilt sich prozentual wie folgt auf die einzelnen Vermögenswertkategorien:

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31.12.2012

30.9.2012

30.9.2013

 

%

Mio. €

%

Mio. €

%

Mio. €

Festverzinsliche Wertpapiere

49

508

49

507

47

481

Aktien, Fonds

25

257

25

245

27

264

Immobilien

13

137

13

137

13

137

Sonstige Vermögenswerte

13

127

13

135

13

137

 

100

1.029

100

1.024

100

1.019

Die festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und Fonds werden regelmäßig an aktiven Märkten gehandelt. Marktpreise liegen infolgedessen vor. Innerhalb der Vermögenskategorie „Festverzinsliche Wertpapiere“ wird nur in Unternehmensanleihen, Staatsanleihen und Pfandbriefe mit hoher Bonität (Investment-Grade) investiert. Innerhalb der Kategorie „Aktien und Fonds“ wird das Risiko durch geografische Diversifikation minimiert.

Nicht an einem aktiven Markt gehandelt wird das Immobilienvermögen. Von diesen Werten werden 137 Mio. € (30.9.2012: 137 Mio. €; 31.12.2012: 137 Mio. €) von der METRO GROUP selbst genutzt.

Der Bestand an sonstigen Vermögenswerten umfasst im Wesentlichen Forderungen gegenüber Versicherungsunternehmen in Deutschland, der Schweiz und Belgien. Es handelt sich dabei um erstklassige Versicherungsunternehmen.

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beträgt im Berichtsjahr 32 Mio. € (9M 2012: 74 Mio. €; 12M 2012: 90 Mio. €).

Für das Geschäftsjahr 2013/2014 werden Arbeitgeberzahlungen an externe Versorgungsträger in Höhe von ungefähr 23 Mio. € und Arbeitnehmerbeiträge von ungefähr 6 Mio. € in das Planvermögen erwartet, wobei der Großteil dieser Beiträge auf Beitragszahlungen in den Niederlanden entfällt. Die erwarteten Beiträge aus den Entgeltumwandlungszusagen in Deutschland können nur schwer prognostiziert werden und sind daher in den erwarteten Zahlbeträgen nicht enthalten.

Die Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts ergeben sich wie folgt:

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Mio. €

12M 2012

9M 2012

9M 2013

Anwartschaftsbarwert

 

 

 

Stand 1.1.

2.003

2.003

2.467

Zinsaufwand

100

75

62

Dienstzeitaufwand (inkl. Mitarbeiterbeiträgen)

38

28

33

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (inkl. Plankürzungen und -abgeltungen)

–12

0

–1

Leistungszahlungen (inkl. Steuerzahlungen)

–128

–96

–96

Zahlungen für Abgeltungen

0

0

–7

Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aus demografischen Annahmen (–/+)

3

0

0

Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aus finanziellen Annahmen (–/+)

462

414

7

Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aus erfahrungsbedingten Anpassungen (–/+)

2

0

–16

Veränderung Konsolidierungskreis

–5

–5

0

Währungseffekte

4

8

–7

Stand Periodenende

2.467

2.427

2.442

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung für die Länder mit wesentlichen Pensionsverpflichtungen beträgt:

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in Jahren

31.12.2012

30.9.2012

30.9.2013

Deutschland

13

13

13

Niederlande

21

21

21

Belgien

6

6

6

Vereinigtes Königreich

19

19

19

Übrige Länder

11

11

11

Der Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Gruppen von Versorgungsberechtigten:

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%

31.12.2012

30.9.2012

30.9.2013

Aktive Anwärter

31

31

30

Ausgeschiedene Anwärter

14

14

15

Pensionäre

55

55

55

Die Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

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Mio. €

12M 2012

9M 2012

9M 2013

Veränderungen des Planvermögens

 

 

 

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1.1.

977

977

1.029

Zinsertrag

49

37

26

Ertrag/Verlust aus Planvermögen unter Ausschluss des im Zinsertrag aufgeführten Betrags (+/–)

41

37

6

Zahlungen für Abgeltungen

0

0

–7

Leistungszahlungen (inkl. Steuerzahlungen)

–78

–59

–58

Arbeitgeberbeiträge

27

21

19

Beiträge der Teilnehmer des Plans

14

11

8

Veränderung Konsolidierungskreis

–5

–5

0

Währungseffekte

4

5

–4

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Periodenende

1.029

1.024

1.019

 

 

 

 

 

 

 

 

Mio. €

12M 2012

9M 2012

9M 2013

Finanzierungsstand

 

 

 

Anwartschaftsbarwert

2.467

2.427

2.442

Fair Value des Planvermögens

–1.029

–1.024

–1.019

Nach lokalen Kriterien bewertete Verpflichtungen

1

1

1

Vermögenswertanpassung (Obergrenze für den Vermögenswert)

0

0

4

Nettoschuld/-vermögenswert

1.439

1.404

1.428

Bilanzierte Vermögenswerte nach IAS 19.64

3

5

4

Rückstellung für betriebliche Altersversorgung zum Periodenende

1.442

1.409

1.432

Bei einer Gesellschaft in der Schweiz übersteigt das Planvermögen zum Bilanzstichtag den Wert der Verpflichtung. Da das Unternehmen keinen wirtschaftlichen Nutzen aus der Überdotierung ziehen kann, wurde der Bilanzbetrag unter Anwendung von IAS19.64 (b) auf Null reduziert. Die Änderung des Effekts der Vermögensobergrenze in Höhe von rund 4 Mio. € wurde als Aufwand im Sonstigen Ergebnis erfasst. Des Weiteren besteht in Belgien bei einem leistungsorientierten Plan eine Überdeckung. Eine Vermögenswertanpassung ist hier nicht notwendig.

Die Pensionsaufwendungen aus unmittelbaren und mittelbaren Zusagen der betrieblichen Altersversorgung setzen sich wie folgt zusammen:

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Mio. €

12M 2012

9M 2012

9M 2013

1

Darin verrechnet: von Mitarbeitern geleistete Beiträge

Laufender Dienstzeitaufwand1

24

17

25

Zinsaufwendungen

51

38

36

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (inkl. Plankürzungen)

–12

0

–1

Planabgeltungen

0

0

0

Personalaufwendungen

63

55

60

Zusätzlich zum Aufwand aus leistungsorientierten Pensionszusagen wurden für beitragsorientierte Versorgungszusagen Aufwendungen für Zahlungen an externe Versorgungsträger im Geschäftsjahr in Höhe von 40 Mio. € (9M 2012: 39 Mio. €; 12M 2012: 53 Mio. €) berücksichtigt.

Bei Media-Saturn in den Niederlanden liegt ein Versorgungsplan vor, der gemäß den Vorschriften des IAS 19.148 als Multi-Employer-Plan klassifiziert ist. Es handelt sich um einen landestypischen Plan, der strikten Reglementierungen unterliegt. Im Fall einer Unterdeckung wäre Media-Saturn Niederlande verpflichtet, diese Unterdeckung durch höhere Beiträge in der Zukunft auszugleichen. Die höheren Beiträge gelten dann für alle teilnehmenden Unternehmen. Media-Saturn kann für die Verpflichtungen von anderen Unternehmen nicht herangezogen werden. Rund 30.000 Unternehmen im Einzelhandel nehmen an dem Plan teil, wobei Beiträge für insgesamt mehr als 240.000 Mitarbeiter von allen Unternehmen erhoben werden. Media-Saturn Niederlande leistet zurzeit für 5.333 Mitarbeiter Beiträge an den Plan. Die Kalkulation der Beiträge erfolgt für fünf Jahre (aktuell von 2012 bis 2016). Diese entsprechen einem festgelegten Prozentsatz vom Gehalt eines Mitarbeiters (derzeit 19,4 Prozent), wobei der Mitarbeiter für Gehälter über 12.415 € einen Teil der Beiträge übernimmt und für Gehälter über 50.064 € keine Beiträge mehr zu leisten sind. Im Geschäftsjahr 2013/2014 werden Beiträge in Höhe von rund 6 Mio. € an den „Bedrijfspensioenfonds voor de Detailhandel“ Fonds erwartet. Im September 2013 lag der Deckungsgrad bei 107 Prozent.

Die Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Jubiläums- und Sterbegeldern, Gehaltsfortzahlungen im Todesfall sowie Altersteilzeitvereinbarungen. Für diese Verpflichtungen wurden Rückstellungen in Höhe von 76 Mio. € (30.9.2012: 73 Mio. €; 31.12.2012: 76 Mio. €) gebildet. Die Verpflichtungen werden auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten bewertet. Die hierfür herangezogenen Bewertungsparameter sind grundsätzlich identisch mit denen der betrieblichen Altersversorgung.