11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten beziehungsweise geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

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Mio. €

12M 2012

9M 2013

1

Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

Gezahlte bzw. geschuldete Steuern

528

232

davon Deutschland

(161)

(67)

davon international

(367)

(165)

davon Steueraufwand/-ertrag der laufenden Periode

(516)

(240)

davon Steueraufwand/-ertrag aus Vorperioden

(12)

(–8)

Latente Steuern1

186

28

davon Deutschland1

(103)

(–9)

davon international1

(83)

(37)

 

714

260

In diesem Abschnitt erfolgt ein Vergleich der aktuellen Werte mit den Werten zum 31. Dezember 2012, da eine Vergleichbarkeit mit dem Neun-Monats-Zeitraum 2012 nicht gegeben ist. Ursache hierfür ist, dass die Steuer im Rahmen der Quartalsberichterstattung nach den Vorschriften der Zwischenberichterstattung mithilfe des sogenannten integralen Ansatzes ermittelt wird. Diesem Ansatz zufolge entspricht der ausgewiesene Steueraufwand der prognostizierten Jahressteuerquote. Eine detaillierte Ist-Steuerberechnung für den 9-Monats-Zeitraum 2012 liegt daher nicht vor.

Der Ertragsteuersatz der deutschen Gesellschaften der METRO GROUP setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15,00 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,50 Prozent sowie dem Gewerbesteuersatz von 14,70 Prozent bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 420,00 Prozent. Insgesamt ergibt sich daraus ein Gesamtsteuersatz von 30,53 Prozent. Die Steuersätze stimmen mit den Vorjahreswerten überein. Die angewandten ausländischen Ertragsteuersätze basieren auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen und variieren zwischen 0,00 Prozent (Tax Holidays) und 36,15 Prozent (12M 2012: 40,69 Prozent).

Der Ermittlung der latenten Steuern liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.

Der latente Steueraufwand des Geschäftsjahres beinhaltet keinen Effekt aus Steuersatzänderungen (12M 2012: Aufwand 2 Mio. €).

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Mio. €

12M 2012

9M 2013

1

Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

Latente Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung1

186

28

davon aus temporären Differenzen1

(142)

(21)

davon aus Verlust- und Zinsvorträgen

(44)

(7)

Der Ertragsteueraufwand von 260 Mio. € (12M 2012: 714 Mio. €), der vollständig auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfällt, ist um 202 Mio. € (12M 2012: 461 Mio. €) höher als der erwartete Ertragsteueraufwand von 58 Mio. € (12M 2012: 253 Mio. €), der sich bei Anwendung des deutschen Gesamtsteuersatzes auf das Jahresergebnis des Konzerns vor Ertragsteuern ergäbe.

Vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand ist wie folgt überzuleiten:

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Mio. €

12M 2012

9M 2013

1

Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

Ergebnis vor Steuern1

829

189

Erwarteter Ertragsteueraufwand (30,53 %)1

253

58

Auswirkungen abweichender nationaler Steuersätze1

–64

–47

Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge

12

–8

Steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben

127

77

Auswirkungen nicht angesetzter bzw. wertberichtigter latenter Steuern

314

187

Hinzurechnungen und Kürzungen für lokale Steuern

19

16

Steuerfreie Erträge/Tax Holidays

–5

–8

Sonstige Abweichungen

58

–15

Ertragsteueraufwand laut Gewinn- und Verlustrechnung1

714

260

Konzernsteuerquote (in %)1

86,15

137,81

Die überdurchschnittlich hohe Steuerquote im Rumpfgeschäftsjahr 2013 resultiert im Wesentlichen aus dem – aufgrund des fehlenden Weihnachtsgeschäfts – niedrigen Ergebnis vor Steuern. Diesem steht ein vergleichsweise hoher Steueraufwand gegenüber, da keine Erträge aus der Bewertung der inländischen laufenden Steuerverluste berücksichtigt wurden. Der positive Effekt der sonstigen Abweichungen im Rumpfgeschäftsjahr 2013 ist zum überwiegenden Teil auf die Entkonsolidierung des Real-Geschäfts in Osteuropa zurückzuführen.

Im Jahr 2012 wurde der hohe Betrag der nicht angesetzten beziehungsweise wertberichtigten latenten Steuern verursacht durch Aufwendungen, die durch die Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa, die Entscheidung zum Rückzug von Media Markt aus China sowie durch mehrere Restrukturierungsprogramme der METRO GROUP in Deutschland angefallen waren. Diese Aufwendungen wurden nicht mit latenten Steuern bewertet. Der hohe Betrag der sonstigen Abweichungen 2012 resultierte im Wesentlichen aus der nicht mit Steuern belegten Veräußerung des Großhandelsgeschäfts im Vereinigten Königreich.