42. Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung ist nach IFRS 8 (Geschäftssegmente) aufgestellt. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns und richtet sich grundsätzlich nach der Einteilung des Geschäfts in einzelne Branchen.

METRO Cash & Carry

METRO Cash & Carry ist im Selbstbedienungsgroßhandel mit den Marken METRO und MAKRO in 29 Ländern Europas, Asiens und Afrikas vertreten. In Deutschland ergänzt zudem die Marke C+C Schaper das Portfolio. Mit seinem vielfältigen Produkt- und Serviceangebot richtet sich METRO Cash & Carry speziell an gewerbliche Kunden: Hotel- und Restaurantbesitzer, Cateringunternehmen, unabhängige Einzelhändler sowie Dienstleister und Behörden.

Media-Saturn

Media-Saturn bietet im Elektrofachhandel ein umfassendes Sortiment mit neuesten Markenprodukten an. Mit den zwei starken Vertriebsmarken Media Markt und Saturn ist die Vertriebslinie in 15 Ländern vertreten. Zudem gehören der Internethändler Redcoon, der russische Online-Shop 003.ru sowie das Unternehmen 24–7 Entertainment zu Media-Saturn.

Real

Real betreibt SB-Warenhäuser in Deutschland und ist dort sowohl im stationären Einzelhandel als auch im Online-Handel aktiv. Die Vertriebslinie betreibt darüber hinaus im Wesentlichen Standorte in Polen und in der Türkei. Alle Märkte bieten ein umfassendes Lebensmittelangebot mit einem hohen Anteil an Frischeprodukten, ergänzt um ein Sortiment von Nicht-Lebensmitteln.

Galeria Kaufhof

Galeria Kaufhof betreibt Warenhäuser in Deutschland und Belgien. In Belgien tritt die Vertriebslinie als Galeria Inno auf. Die Warenhäuser von Galeria Kaufhof bieten internationale Sortimente und hochwertige Eigenmarken mit einem Schwerpunkt auf Bekleidungsartikeln. Das stationäre Geschäft ist dabei eng mit dem Online-Shop verzahnt.

Immobilien

METRO PROPERTIES ist das Immobilienunternehmen der METRO GROUP und betreut Handelsstandorte in nahezu allen METRO-Ländern. METRO PROPERTIES hat sich zum Ziel gesetzt, den Wert des Immobilienvermögens durch aktives und strategisches Portfolio- und Asset-Management langfristig zu steigern. Zum Leistungsspektrum gehören unter anderem die Standortauswahl, die Entwicklung und Betreuung moderner Groß- und Einzelhandelsimmobilien sowie das Energiemanagement für die Standorte der METRO GROUP.

Ab dem Beginn des Geschäftsjahres 2013/14 wird das Segment Immobilien nicht mehr gesondert ausgewiesen. Die segmentrelevanten Informationen werden dann in den Segmenten der Vertriebslinien beziehungsweise im Segment Sonstige gezeigt. Auf den Ausweis der Regionensegmente wird diese Änderung keine Auswirkung haben.

Weitere Angaben zu den Segmenten enthält der zusammengefasste Lagebericht.

Neben den Informationen zu den oben genannten Geschäftssegmenten werden gleichwertige Informationen zu den METRO-Regionen veröffentlicht. Dabei wird nach den Regionen Deutschland, Westeuropa (ohne Deutschland), Osteuropa und Asien/Afrika unterschieden.

  • Der Außenumsatz repräsentiert den Umsatz der Geschäftssegmente mit Konzernexternen.
  • Der Innenumsatz zeigt die Umsätze mit anderen Geschäftssegmenten.
  • Das Segment-EBITDAR repräsentiert das EBITDA vor Mietaufwendungen abzüglich Mieterträgen.
  • Das Segment-EBITDA umfasst das EBIT vor Abschreibungen und Zuschreibungen auf Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
  • Die Segmentsteuerungsgröße EBIT beschreibt das betriebliche Ergebnis der Periode vor Finanzergebnis und Ertragsteuern. Konzerninterne Mietverträge werden in den Segmenten als Operating-Leasingverhältnisse dargestellt. Die Vermietung findet dabei zu marktüblichen Konditionen statt. Standortbezogene Risiken sowie Werthaltigkeitsrisiken von langfristigen Vermögenswerten werden in den Segmenten grundsätzlich nur dann abgebildet, wenn es sich um Konzernrisiken handelt. Dies gilt analog für aktive und passive Abgrenzungen, die auf Segmentebene nur dann abgebildet werden, wenn dies auch in der Konzernbilanz erforderlich wäre.
  • Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge (einschließlich der Zugänge zum Konsolidierungskreis) zu den langfristigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Ausgenommen hiervon sind Zugänge aufgrund der Reklassifikation von „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ als langfristige Vermögenswerte.
  • Das Segmentvermögen enthält das lang- und kurzfristige Vermögen. Nicht enthalten sind hauptsächlich Finanzanlagen, nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen, Steuerpositionen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Vermögenswerte, die nicht fortgeführten Aktivitäten zuzuordnen sind.

Nachfolgend wird die Überleitung des Segmentvermögens auf die Vermögenswerte des Konzerns dargestellt:

  Download XLS (24 kB)

Mio. €

31.12.2012

30.9.2012

30.9.2013

1

Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

2

Neue Bilanzposition (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

3

Enthalten in der Bilanzposition „Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte“ (kurzfristig)

4

Enthalten in den Bilanzpositionen „Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte“ (lang- und kurzfristig)

Segmentvermögen1

27.445

26.953

24.223

Finanzanlagen (lang- und kurzfristig)

269

307

327

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen2

92

57

132

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

5.299

2.075

2564

Latente Steueransprüche1

914

1.077

837

Ertragsteuererstattungsansprüche

347

662

297

Sonstige Steuererstattungsansprüche3

269

417

368

Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

107

0

12

Forderungen aus sonstigen Finanzgeschäften4

19

24

30

Sonstiges

40

36

20

Vermögenswerte des Konzerns

34.802

31.608

28.811

  • Die Segmentschulden umfassen lang- und kurzfristige Schulden. Nicht zugeordnet sind insbesondere Finanzschulden, Steuerpositionen sowie Schulden, die nicht fortgeführten Aktivitäten zuzuordnen sind.

Nachfolgend wird die Überleitung der Segmentschulden auf die Schulden des Konzerns dargestellt:

  Download XLS (24 kB)

Mio. €

31.12.2012

30.9.2012

30.9.2013

1

Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

2

Enthalten in den Bilanzpositionen „Sonstige Rückstellungen“ (langfristig) und „Rückstellungen“ (kurzfristig)

3

Enthalten in den Bilanzpositionen „Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten“ (lang- und kurzfristig)

Segmentschulden1

18.650

14.800

14.645

Finanzschulden (lang- und kurzfristig)

8.550

9.814

7.963

Latente Steuerschulden

159

156

127

Ertragsteuerschulden

291

136

181

Ertragsteuerrückstellungen2

106

126

107

Sonstige Steuerverbindlichkeiten3

615

420

338

Verbindlichkeiten aus sonstigen Finanzgeschäften3

45

47

31

Verbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Gesellschaftern1, 3

352

394

82

Schulden i. Z. m. zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten

287

0

77

Zinsen auf sonstige Rückstellungen2

49

40

47

Sonstiges

32

25

9

Schulden des Konzerns

29.136

25.959

23.605

  • Transfers zwischen den Segmenten finden grundsätzlich auf Basis der aus Konzernsicht entstehenden Kosten statt.