49. Anteilsbasierte Vergütung für Führungskräfte

Die METRO AG unterhält seit 1999 Programme für anteilsbasierte Vergütungen, um die oberen Führungskräfte an der Wertentwicklung des Unternehmens zu beteiligen und ihren Beitrag zum nachhaltigen Erfolg der METRO GROUP im Vergleich zum Wettbewerb zu honorieren. Der bezugsberechtigte Personenkreis umfasst die Mitglieder des Vorstands und die oberen Führungskräfte der METRO AG sowie Geschäftsführungsorgane und die oberen Führungskräfte der Unternehmen der METRO GROUP.

Performance Share Plan und Share Ownership Guidelines (2009–2013)

Im Jahr 2009 hat die METRO AG einen auf fünf Jahre angelegten Performance Share Plan eingeführt.

Die Bezugsberechtigten erhalten entsprechend der Bedeutung ihrer Funktion einen individuellen Betrag für den Performance Share Plan (Zielwert). Um die Zielanzahl der Performance Shares zu ermitteln, wird der Zielwert durch den Aktienkurs bei Zuteilung dividiert. Maßgeblich ist dabei der Drei-Monats-Durchschnittskurs der METRO-Aktie vor dem Zuteilungszeitpunkt. Ein Performance Share berechtigt zu einer Barauszahlung in Höhe des Kurses der METRO-Aktie zum Auszahlungszeitpunkt. Auch hier ist der Drei-Monats-Durchschnittskurs der METRO-Aktie vor dem Auszahlungszeitpunkt maßgeblich.

In Abhängigkeit von der relativen Performance der METRO-Aktie im Vergleich zum Mittelwert aus den Aktienindizes DAX 30 und Dow Jones Euro STOXX Retail – Total Return – wird nach Ablauf eines Performance-Zeitraums von mindestens drei und maximal 4,25 Jahren die endgültige Anzahl der auszuzahlenden Performance Shares bestimmt. Diese entspricht der Zielanzahl, wenn eine Gleichperformance zu den genannten Aktienindizes erreicht wird. Bis zu einer Outperformance von 60 Prozent erhöht sich die Anzahl linear auf den Maximalwert von 200 Prozent der Zielanzahl. Bis zu einer Underperformance von 30 Prozent reduziert sich die Anzahl entsprechend bis auf 50 Prozent. Bei einer höheren Underperformance fällt die Anzahl auf null.

Die Auszahlung kann zu sechs möglichen Zeitpunkten erfolgen. Der früheste Auszahlungstermin ist drei Jahre nach Zuteilung der Performance Shares. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Auszahlung alle drei Monate möglich. Die Berechtigten haben die Wahl, zu welchem Zeitpunkt ihre Performance Shares ausgezahlt werden. Eine Aufteilung auf mehrere Auszahlungszeitpunkte ist nicht möglich. Die Obergrenze der Auszahlung (Cap) liegt beim Fünffachen des Zielwerts.

Mit dem Performance Share Plan wurden zugleich sogenannte Share Ownership Guidelines eingeführt: Als Voraussetzung für die Auszahlung der Performance Shares sind die Berechtigten verpflichtet, bis zum Ablauf der dreijährigen Sperrfrist ein eigenfinanziertes Investment in METRO-Aktien aufzubauen und zu halten. Dadurch partizipieren sie als Aktionäre unmittelbar an Kursanstiegen, aber gegebenenfalls auch an Kursverlusten der METRO-Aktie. Das zu haltende Volumen beträgt in der Regel circa 50 Prozent des individuellen Zielwerts.

Der Wert der im Rumpfgeschäftsjahr 2013 zugeteilten Performance Shares betrug zum Zeitpunkt der Zuteilung 23 Mio. € (12M 2012: 31 Mio. €) und wurde durch externe Gutachter nach einem anerkannten finanzmathematischen Verfahren (Monte-Carlo-Simulation) ermittelt. Es gelten folgende Bedingungen:

Performance Share Plan (Tranchen 2009–2013)

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Tranche

Ende der Sperrfrist

Drei-Monats-Durchschnittskurs vor Zuteilungszeitpunkt

Anzahl Performance Shares zum 30.9.2013

2009

August 2012

36,67 €

611.707

2010

August 2013

42,91 €

311.312

2011

August 2014

41,73 €

412.095

2012

April 2015

29,18 €

739.785

2013

April 2016

22,84 €

1.017.279

Aus der Tranche 2009 sowie aus der Tranche 2010, deren Sperrfrist im August 2012 beziehungsweise im August 2013 endete, erfolgte im Rumpfgeschäftsjahr 2013 keine Auszahlung.

Aus den im Rumpfgeschäftsjahr 2013 laufenden Tranchen anteilsbasierter Vergütungsprogramme ist ein Aufwand in Höhe von 7 Mio. € (9M 2012: Ertrag von 2 Mio. €; 12M 2012: Ertrag von 3 Mio. €) angefallen. Dieser resultiert im Wesentlichen aus der positiven Entwicklung der METRO-Aktie, die direkten Einfluss auf die Ermittlung der Verpflichtung hat.

Die damit im Zusammenhang stehenden Rückstellungen zum 30. September 2013 betragen 12 Mio. € (30.9.2012: 7 Mio. €; 31.12.2012: 6 Mio. €). Davon betreffen 0 Mio. € (30.9. 2012: 0 Mio. €; 31.12.2012: 0 Mio. €) die Tranche 2009, 0 Mio. € (30.9.2012: 2 Mio. €; 31.12.2012: 3 Mio. €) die Tranche 2010, 2 Mio. € (30.9.2012: 2 Mio. €; 31.12.2012: 1 Mio. €) die Tranche 2011, 5 Mio. € (30.9.2012: 3 Mio. €; 31.12.2012: 2 Mio. €) die Tranche 2012 sowie 5 Mio. € die Tranche 2013.