Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 lag der Konzernumsatz mit 46,3 Mrd. € um 2,2 Prozent unterhalb des Werts des Vorjahresvergleichszeitraums (9M 2012: 47,4 Mrd. €). In lokaler Währung ging der Umsatz um 1,3 Prozent zurück. Dies ist auf das in weiten Teilen Europas nach wie vor schwierige wirtschaftliche Umfeld, die bereits beschriebenen Portfoliomaßnahmen sowie negative Wechselkurseffekte zurückzuführen. Bereinigt um die Abgabe von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich, die Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa sowie den Rückzug von Media Markt aus China lag der Umsatz 0,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums.

Umsatzentwicklung im Konzern

nach Vertriebslinien und nach Regionen

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Veränderung zum Vorjahreszeitraum in %

 

 

 

 

 

 

 

 

12M 2012
Mio. €

9M 2012
Mio. €

9M 2013
Mio. €

in €

Wechsel­kurs­effekte in Prozent­punkten

in lokaler Währung

METRO Cash & Carry

31.636

23.029

22.559

–2,0

–1,5

–0,5

Media-Saturn

20.970

14.322

14.405

0,6

–0,4

1,0

Real

11.017

7.912

7.261

–8,2

–0,3

–7,9

Galeria Kaufhof

3.092

2.096

2.086

–0,5

0,0

–0,5

Sonstige

24

21

10

–50,3

0,0

–50,3

METRO GROUP

66.739

47.380

46.321

–2,2

–0,9

–1,3

davon Deutschland

25.630

17.847

17.840

0,0

0,0

0,0

davon international

41.108

29.533

28.481

–3,6

–1,5

–2,1

Westeuropa (ohne Deutschland)

19.808

14.281

13.664

–4,3

–0,1

–4,2

Osteuropa

17.752

12.584

12.011

–4,5

–2,3

–2,2

Asien/Afrika

3.548

2.669

2.805

5,1

–4,6

9,7

Konzernumsatz METRO GROUP 9M 2013

nach Regionen

Konzernumsatz METRO GROUP 9M 2013 (Tortendiagramm)

In Deutschland blieb der Umsatz stabil bei 17,8 Mrd. €. Im internationalen Geschäft hingegen ging der Umsatz um 3,6 Prozent zurück, in lokaler Währung um 2,1 Prozent. Damit reduzierte sich der internationale Umsatzanteil leicht von 62,3 Prozent auf 61,5 Prozent. In Westeuropa verringerte sich der Umsatz um 4,3 Prozent auf 13,7 Mrd. € (in lokaler Währung: –4,2 Prozent). Hierfür war neben der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Südeuropa vor allem die Abgabe von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich verantwortlich. Portfoliobereinigt ging der Umsatz in Westeuropa lediglich um 1,4 Prozent zurück. Der Umsatz in Osteuropa verringerte sich um 4,5 Prozent auf 12,0 Mrd. € (in lokaler Währung: –2,2 Prozent), insbesondere aufgrund der Veräußerung der Real SB-Warenhäuser. Die Wachstumsdynamik in der Region Asien/Afrika setzte sich weiter fort: Hier stieg der Umsatz deutlich um 5,1 Prozent, in lokaler Währung sogar um 9,7 Prozent.

Das EBIT der METRO GROUP lag im Rumpfgeschäftsjahr 2013 mit 703 Mio. € um 294 Mio. € über dem Wert des Vorjahresvergleichszeitraums. Darin enthalten sind Sonderfaktoren in Höhe von 25 Mio. € (9M 2012: 297 Mio. €). Diese Sonderfaktoren beinhalten positive Effekte aus dem Verkauf des Real-Geschäfts in Osteuropa. Dagegen liefen vor allem Belastungen aus der Insolvenz der Praktiker AG nebst Tochtergesellschaften sowie Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Ferner enthalten die Sonderfaktoren Aufwendungen aus der Neuausrichtung und der Straffung des Nicht-Lebensmittel-Sortiments bei METRO Cash & Carry.

Als Sonderfaktoren werden Geschäftsvorfälle klassifiziert, die nicht wiederkehrend sind, darunter zum Beispiel Restrukturierungen oder Änderungen im Konzernportfolio. Eine Darstellung vor Sonderfaktoren spiegelt die operative Entwicklung besser wider und erhöht somit die Aussagekraft der Ergebnisbetrachtung.

Eine Übersicht mit der Überleitung der Sonderfaktoren befindet sich im Kapitel „Sonderfaktoren“.

Entwicklung des Konzern-EBITDA/-EBIT und des EBITDA/EBIT der Vertriebslinien

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EBITDA1

EBIT1

 

 

 

 

 

 

 

Mio. €

12M 2012

9M 2012

9M 2013

12M 2012

9M 2012

9M 2013

1

Vor Sonderfaktoren

2

Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

METRO Cash & Carry2

1.202

641

634

951

459

442

Media-Saturn

625

204

167

326

–6

–33

Real

276

134

82

102

–4

–1

Galeria Kaufhof

240

55

62

136

–24

–16

Immobilien

1.035

686

702

652

411

455

Sonstige

–57

–41

–24

–168

–124

–105

Konsolidierung

–25

–9

–20

–20

–5

–15

METRO GROUP2

3.296

1.669

1.603

1.979

706

728

Vor Sonderfaktoren stieg das EBIT der METRO GROUP im Rumpfgeschäftsjahr 2013 von 706 Mio. € auf 728 Mio. € – trotz herausfordernder Marktbedingungen und daraus resultierender Preisinvestitionen.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Vertriebslinien

METRO Cash & Carry

Der Umsatz von METRO Cash & Carry ging im Rumpfgeschäftsjahr 2013 um 2,0 Prozent (in lokaler Währung: –0,5 Prozent) auf 22,6 Mrd. € zurück. Auf vergleichbarer Fläche verminderte er sich um 0,5 Prozent. Die Umsatzentwicklung war spürbar durch den Marktaustritt aus dem Vereinigten Königreich beeinträchtigt; bereinigt um diese Änderung im Portfolio ging der Umsatz lediglich um 0,2 Prozent zurück. Der Umsatzanstieg mit Kunden aus dem Bereich Hotels, Restaurants, Caterer (Horeca) wurde durch Umsatzrückgänge bei SCO-Kunden (Services, Companies, Offices) überkompensiert. Das Belieferungsgeschäft entwickelte sich weiterhin dynamisch und wuchs deutlich um fast 20 Prozent auf 2,0 Mrd. € (9M 2012: 1,6 Mrd. €). Der Umsatzanteil der Eigenmarken legte ebenfalls zu und belief sich auf 17,0 Prozent vom Umsatz (9M 2012: 16,9 Prozent).

Kennzahlen METRO Cash & Carry 2013

im Vorjahresvergleich

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Veränderung zum Vorjahreszeitraum in %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12M 2012
Mio. €

9M 2012
Mio. €

9M 2013
Mio. €

in €

Wechsel­kurs­effekte in Prozent­punkten

in lokaler Währung

flächen-
bereinigt
(lokale
Währung)

1

Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“)

2

Vor Sonderfaktoren

Umsatz

31.636

23.029

22.559

–2,0

–1,5

–0,5

–0,5

Deutschland

4.955

3.563

3.444

–3,3

0,0

–3,3

–3,4

Westeuropa (ohne Deutschland)

11.153

8.235

7.750

–5,9

–0,2

–5,7

–1,6

Osteuropa

12.120

8.670

8.587

–1,0

–2,6

1,6

–0,2

Asien/Afrika

3.407

2.562

2.778

8,5

–4,8

13,3

5,7

EBITDA1

1.2022

6412

6342

–1,2

EBIT1

9512

4592

4422

–3,7

EBIT-Marge (%)

3,02

2,02

2,02

Standorte (Anzahl)

743

722

752

4,2

Verkaufsfläche (1.000 m2)

5.484

5.369

5.554

3,4

Positiv ist die deutliche Verbesserung im Umsatztrend, die wir im dritten Quartal in den meisten Ländern verzeichnen konnten.

In Deutschland ging der Umsatz im Berichtszeitraum um 3,3 Prozent auf 3,4 Mrd. € zurück. Dies ist im Wesentlichen auf das schwierige Geschäft mit Nicht-Lebensmitteln zurückzuführen. Flächenbereinigt sank der Umsatz um 3,4 Prozent.

In Westeuropa (ohne Deutschland) war die Umsatzentwicklung vor allem durch den Verkauf des Großhandelsgeschäfts von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich beeinträchtigt. Auch das schwierige wirtschaftliche Umfeld in Südeuropa belastete vor allem das Geschäft mit Nicht-Lebensmitteln. Der Umsatz verringerte sich um 5,9 Prozent auf 7,8 Mrd. € (in lokaler Währung: –5,7 Prozent). Bereinigt um den Verkauf von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich ging der Umsatz lediglich um 0,8 Prozent zurück. Flächenbereinigt sank der Umsatz um 1,6 Prozent.

In Osteuropa verminderte sich der Umsatz leicht um 1,0 Prozent auf 8,6 Mrd. €, während er in lokaler Währung um 1,6 Prozent zulegen konnte. Sehr erfreulich waren dabei vor allem die Entwicklungen in Russland und der Türkei sowie die Trendverbesserung in Polen. Flächenbereinigt ging der Umsatz in der Region leicht um 0,2 Prozent zurück.

Der Umsatz in der Region Asien/Afrika wuchs weiterhin dynamisch um 8,5 Prozent auf 2,8 Mrd. € (in lokaler Währung: +13,3 Prozent). Insbesondere China und Indien zeigten eine sehr gute Entwicklung. Flächenbereinigt betrug das Wachstum deutliche 5,7 Prozent.

Der Anteil des internationalen Geschäfts am Gesamtumsatz von METRO Cash & Carry nahm leicht von 84,5 Prozent auf 84,7 Prozent zu.

Umsatz METRO Cash & Carry 9M 2013

nach Regionen

Umsatz Metro Cash & Carry 9M 2013 (Tortendiagramm)

Das EBIT von METRO Cash & Carry stieg um 80 Mio. € auf 339 Mio. €. Aufwendungen aus der Neuausrichtung und der Straffung des Nicht-Lebensmittel-Sortiments, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Restrukturierungsaufwendungen belasteten das Ergebnis. Vor Sonderfaktoren sank das EBIT nur leicht um 3,7 Prozent auf 442 Mio. €. Der umsatzbedingte Ergebnisrückgang sowie die weiteren Preisinvestitionen für das Geschäft mit Lebensmitteln konnten zum Großteil durch Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen sowie den Wegfall des Verlusts aus dem Geschäft im Vereinigten Königreich kompensiert werden. Mit der Stabilisierung der EBIT-Marge vor Sonderfaktoren in Höhe von 2,0 Prozent hat METRO Cash & Carry die Profitabilität in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld bestätigt.

Zum 30. September 2013 war METRO Cash & Carry in 29 Ländern an 752 Standorten vertreten, davon mit 107 Märkten in Deutschland, 236 in Westeuropa (ohne Deutschland), 286 in Osteuropa sowie 123 in Asien/Afrika.

Media-Saturn

Media-Saturn hat im Rumpfgeschäftsjahr 2013 die Marktführerschaft in Europa weiter ausgebaut. Insgesamt konnten zusätzliche Marktanteile in 9 von 15 Ländern gewonnen werden. Vor diesem Hintergrund stieg der Umsatz trotz der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen um 0,6 Prozent auf 14,4 Mrd. € (in lokaler Währung: +1,0 Prozent). Bereinigt um den Rückzug aus China legte der Umsatz sogar um 1,1 Prozent zu. Flächenbereinigt ging der Umsatz hingegen um 2,1 Prozent zurück. Der Online-Umsatz wuchs rasant um 75,0 Prozent auf 0,8 Mrd. € und erreichte einen Anteil von 5,9 Prozent am Gesamtumsatz von Media-Saturn.

Kennzahlen Media-Saturn 2013

im Vorjahresvergleich

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Veränderung zum Vorjahreszeitraum in %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12M 2012
Mio. €

9M 2012
Mio. €

9M 2013
Mio. €

in €

Wechsel­kurs­effekte in Prozent­punkten

in lokaler Währung

flächen-
bereinigt
(lokale
Währung)

1

Vor Sonderfaktoren

Umsatz

20.970

14.322

14.405

0,6

–0,4

1,0

–2,1

Deutschland

9.635

6.488

6.692

3,1

0,0

3,1

1,6

Westeuropa (ohne Deutschland)

8.471

5.914

5.784

–2,2

–0,1

–2,1

–5,9

Osteuropa

2.731

1.820

1.908

4,8

–3,1

7,9

–2,9

Asien/Afrika

132

100

21

–78,5

0,0

–78,5

EBITDA

6251

2041

1671

–18,1

EBIT

3261

–61

–331

EBIT-Marge (%)

1,61

0,01

–0,21

Standorte (Anzahl)

942

908

948

4,4

Verkaufsfläche (1.000 m2)

3.035

2.940

3.022

2,8

In Deutschland entwickelte sich der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2013 weiterhin überaus positiv und wuchs um 3,1 Prozent auf 6,7 Mrd. €. Flächenbereinigt legte er um 1,6 Prozent zu, obwohl sportliche Großereignisse wie die Olympischen Spiele oder internationale Fußballturniere fehlten. Media-Saturn hat bei beiden Vertriebsmarken weitere Marktanteile hinzugewonnen. Sowohl das „Online only“ als auch das Mehrkanalangebot verzeichnen weiterhin eine sehr starke Kundennachfrage. Das Mehrkanalproduktangebot im Internet haben wir weiter erhöht, es umfasste Ende September 2013 mehr als 20.000 Artikel bei Mediamarkt.de und Saturn.de. Die Abholrate lag mit mehr als 40 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau.

Umsatz Media-Saturn 9M 2013

nach Regionen

Umsatz Media-Saturn 9M 2013 (Tortendiagramm)

Der Umsatz in Westeuropa (ohne Deutschland) sank um 2,2 Prozent auf 5,8 Mrd. € (in lokaler Währung: –2,1 Prozent). Flächenbereinigt lag der Umsatz 5,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Ursachen hierfür waren insbesondere die schwache Umsatzentwicklung in den von der Wirtschaftskrise besonders betroffenen Ländern in Südeuropa, in den Niederlanden sowie in Schweden. In den Niederlanden und in Spanien wirkten zudem noch die Mehrwertsteuererhöhungen nach.

In Osteuropa stieg der Umsatz deutlich um 4,8 Prozent (in lokaler Währung: +7,9 Prozent) auf 1,9 Mrd. €. Flächenbereinigt ging der Umsatz um 2,9 Prozent zurück. Während Russland sich schwächer entwickelte, zeigte Polen eine sehr positive Entwicklung.

Der internationale Umsatzanteil von Media-Saturn verringerte sich von 54,7 Prozent auf 53,5 Prozent.

Das EBIT von Media-Saturn betrug –54 Mio. € (9M 2012: –3 Mio. €). Sonderfaktoren fielen insbesondere im Zusammenhang mit Restrukturierungen in Schweden und der Türkei, der Umwandlung von Saturn-Standorten in Media Markt Standorte in einigen Ländern sowie als positive Effekte aus zuvor gebildeter Risikovorsorge für den Marktaustritt aus China an. Vor Sonderfaktoren veränderte sich das EBIT von –6 Mio. € auf –33 Mio. €. Hier machten sich Preisinvestitionen sowie ein Rückgang des Umsatzanteils brauner Ware zugunsten eines höheren Umsatzanteils neuer Medien bemerkbar. Zudem führte die rückläufige Umsatzentwicklung in einigen Ländern West- und Osteuropas zu niedrigeren Ergebnissen. Positiv wirkten sich dagegen effizientere Kostenstrukturen aus. Der Vorjahresvergleichszeitraum war noch durch operative Verluste aus den zwischenzeitlich beendeten Geschäftsaktivitäten in China belastet.

Ende September 2013 umfasste das Standortnetz von Media-Saturn 948 Elektrofachmärkte in 15 Ländern, davon 405 in Deutschland, 362 in Westeuropa (ohne Deutschland) sowie 181 Standorte in Osteuropa.

Real

Die Veräußerung der Aktivitäten in Russland, Rumänien und der Ukraine haben den Umsatz von Real im Rumpfgeschäftsjahr 2013 stark beeinflusst. Er ging deutlich um 8,2 Prozent auf 7,3 Mrd. € (in lokaler Währung: –7,9 Prozent) zurück. Auf vergleichbarer Fläche reduzierte sich der Umsatz dagegen nur um 2,1 Prozent.

Kennzahlen Real 2013

im Vorjahresvergleich

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Veränderung zum Vorjahreszeitraum in %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12M 2012
Mio. €

9M 2012
Mio. €

9M 2013
Mio. €

in €

Wechsel­kurs­effekte in Prozent­punkten

in lokaler Währung

flächen-
bereinigt
(lokale
Währung)

1

Vor Sonderfaktoren

Umsatz

11.017

7.912

7.261

–8,2

–0,3

–7,9

–2,1

Deutschland

8.117

5.818

5.744

–1,3

0,0

–1,3

–0,5

Osteuropa

2.900

2.094

1.517

–27,6

–1,0

–26,6

–10,6

EBITDA

2761

1341

821

–38,9

EBIT

1021

–41

–11

87,6

EBIT-Marge (%)

0,91

–0,11

0,01

Standorte (Anzahl)

421

420

384

–8,6

Verkaufsfläche (1.000 m2)

3.043

3.036

2.758

–9,2

Umsatz Real 9M 2013

nach Regionen

Umsatz Real 9M 2013 (Tortendiagramm)

In Deutschland verringerte sich der Umsatz um 1,3 Prozent auf 5,7 Mrd. €. Flächenbereinigt betrug der Rückgang 0,5 Prozent. Der Umsatzanteil der Eigenmarkenprodukte entwickelte sich erfreulich und stieg von 16,0 Prozent auf 16,4 Prozent.

In Osteuropa sank der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2013 um 27,6 Prozent auf 1,5 Mrd. € (in lokaler Währung: –26,6 Prozent). Dieser Rückgang ist vor allem auf den Verkauf des Real-Geschäfts in Russland, Rumänien und der Ukraine zurückzuführen. Der flächenbereinigte Umsatz ging um 10,6 Prozent zurück und wurde vor allem durch die anhaltende Kaufzurückhaltung in Polen bedingt.

Der internationale Umsatzanteil von Real entwickelte sich dementsprechend rückläufig und sank von 26,5 Prozent auf 20,9 Prozent.

Das EBIT erhöhte sich deutlich von 0 Mio. € auf 118 Mio. €. Darin sind positive Sonderfaktoren in Höhe von 119 Mio. € enthalten (9M 2012: 4 Mio. €), die vor allem aus dem Verkauf des Real-Geschäfts in Osteuropa resultierten. Vor Sonderfaktoren verbesserte sich das EBIT von –4 Mio. € auf –1 Mio. €. In Deutschland stieg das EBIT vor Sonderfaktoren um 8 Mio. € auf –9 Mio. €. Dabei wurden gestiegene Energie- und Personalkosten durch Kostensenkungen in den übrigen standortbezogenen Vertriebskosten überkompensiert.

Ende September 2013 umfasste das Standortnetz von Real 384 SB-Warenhäuser in 5 Ländern, davon 310 in Deutschland und 74 in Osteuropa.

Galeria Kaufhof

Aufgrund von vier Standortschließungen im Vorjahr sank der Umsatz von Galeria Kaufhof im Rumpfgeschäftsjahr 2013 leicht um 0,5 Prozent auf 2,1 Mrd. €. Flächenbereinigt stieg der Umsatz dagegen um 0,9 Prozent.

In Deutschland erzielte Galeria Kaufhof im Rumpfgeschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 2,0 Mrd. €, das sind schließungsbedingt 0,5 Prozent weniger als im Vorjahresvergleichszeitraum. Flächenbereinigt wuchs der Umsatz jedoch um 1,0 Prozent. Eine überaus positive Entwicklung im Berichtszeitraum zeigte das Textilsortiment, insbesondere bei den Konfektionen und Accessoires. Dadurch konnte Galeria Kaufhof gegenüber dem gesamten Textilmarkt deutlich Marktanteile gewinnen, vornehmlich bei der Damen- und Kinderkonfektion. Darüber hinaus hat Galeria Kaufhof den Online-Umsatz auf 24 Mio. € mehr als verdoppelt.

Kennzahlen Galeria Kaufhof 2013

im Vorjahresvergleich

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Veränderung zum Vorjahreszeitraum in %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12M 2012
Mio. €

9M 2012
Mio. €

9M 2013
Mio. €

in €

Wechsel­kurs­effekte in Prozent­punkten

in lokaler Währung

flächen-
bereinigt
(lokale
Währung)

1

Vor Sonderfaktoren

Umsatz

3.092

2.096

2.086

–0,5

0,0

–0,5

0,9

Deutschland

2.908

1.964

1.955

–0,5

0,0

–0,5

1,0

Westeuropa (ohne Deutschland)

184

132

131

–0,6

0,0

–0,6

–0,6

EBITDA

240

55

621

13,9

EBIT

136

–24

–161

34,1

EBIT-Marge (%)

4,4

–1,2

–0,81

Standorte (Anzahl)

137

137

137

0,0

Verkaufsfläche (1.000 m2)

1.441

1.440

1.439

–0,1

Umsatz Galeria Kaufhof 9M 2013

nach Regionen

Umsatz Galeria Kaufhof 9M 2013 (Tortendiagramm)

In Westeuropa (ohne Deutschland) ging der Umsatz um 0,6 Prozent auf 0,1 Mrd. € zurück. Flächenbereinigt betrug das Minus ebenfalls 0,6 Prozent.

Das EBIT verringerte sich auf –32 Mio. € (9M 2012: –24 Mio. €). Hier machten sich weitere Maßnahmen zur Optimierung des Standortnetzes bemerkbar. Vor Sonderfaktoren verbesserte sich das EBIT aber um 8 Mio. € auf –16 Mio. €. Dies ist vor allem auf Kostenoptimierungen zurückzuführen.

Ende September 2013 verfügte Galeria Kaufhof über 137 Standorte, davon 122 in Deutschland und 15 in Belgien.

Immobilien

Das Segment Immobilien umfasst alle Immobilien der METRO GROUP sowie immobiliennahe Dienstleistungen und trägt zur Wertsteigerung unseres Unternehmens bei.

Eigentumsstandorte (565 Standorte)

nach Regionen

Eigentumsstandorte (565 Standorte) (Tortendiagramm)

Zum 30. September 2013 befanden sich 565 Standorte im Eigentum der METRO GROUP (31. Dezember 2012: 620).

Das EBIT des Segments Immobilien stieg im Rumpfgeschäftsjahr 2013 von 368 Mio. € auf 447 Mio. €. Der Zuwachs ist auf höhere Erträge aus Portfoliotransaktionen, insbesondere aus der Veräußerung der restlichen französischen METRO Cash & Carry Standorte, zurückzuführen. Diesen Veräußerungserträgen stehen geringere Mieterträge aufgrund von Desinvestitionen und höhere Wertminderungen auf Immobilien gegenüber. Darin enthalten sind positive Sonderfaktoren aus der Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa sowie negative Sonderfaktoren aus der Insolvenz von Praktiker und Wertminderungen im Zusammenhang mit Portfoliobereinigungen. Das EBIT vor Sonderfaktoren stieg um 44 Mio. € auf 455 Mio. €.

Sonstige

Das Segment Sonstige enthält außer der METRO AG als Management-Holding der METRO GROUP unter anderem die Einkaufsorganisation in Hongkong, die auch für fremde Dritte tätig ist, sowie Logistikdienstleistungen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 ging der Umsatz des Segments Sonstige auf 10 Mio. € (9M 2012: 21 Mio. €) zurück. Der Umsatz resultierte im Wesentlichen aus Provisionen für das Geschäft mit Dritten über die Einkaufsorganisation in Hongkong sowie aus der Logistik.

Das EBIT erreichte im Berichtszeitraum –104 Mio. € (9M 2012: –184 Mio. €). Darin enthalten sind als Sonderfaktoren Aufwendungen für die Geschäftsjahresumstellung sowie die Risikovorsorge im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Insolvenz der Praktiker AG nebst Tochtergesellschaften. Gegenläufig wirkte sich die Auflösung von Rückstellungen aus Restrukturierungen und dem Spruchstellenverfahren aus. Das EBIT vor Sonderfaktoren verbesserte sich deutlich von –124 Mio. € auf –105 Mio. €. Dies ist vor allem auf verbesserte Kostenstrukturen zurückzuführen.