Künftige Branchensituation und Entwicklung der METRO GROUP

METRO Cash & Carry

Die weltweit nur langsam und uneinheitlich voranschreitende wirtschaftliche Erholung beeinflusst in hohem Maße auch den Selbstbedienungsgroßhandel. Bereits in den Vorjahren war für die Branche eine heterogene Entwicklung der Regionen und innerhalb der einzelnen Wirtschaftsräume zu beobachten. Dieser Trend wird weiter anhalten. Entsprechend gehen wir davon aus, dass sich der uneinheitliche Verlauf unverändert in der Entwicklung des Cash-and-Carry-Segments widerspiegelt.

In Deutschland und Westeuropa reichen die ersten positiven Impulse aus der konjunkturellen Erholung nicht aus, um die Nachfrage signifikant zu beleben. Dies gilt vor allem für die stark von der Eurokrise betroffenen Länder Südeuropas. Bei Lebensmitteln sollte sich das Nachfragevolumen etwa auf dem bisherigen Niveau behaupten. Weitere Preissteigerungen können sich positiv auf den Umsatz auswirken; die Inflation bei Lebensmitteln wird jedoch voraussichtlich niedriger ausfallen als 2013. Bei Nicht-Lebensmitteln erwarten wir in der kommenden Berichtsperiode in den Ländern mit einer schwachen konjunkturellen Entwicklung eine Fortsetzung des negativen Trends, wohingegen wir in den anderen Ländern von einer annähernd stabilen Nachfrage ausgehen. Insgesamt rechnen wir für Westeuropa im kommenden Geschäftsjahr mit einer stabilen Umsatzentwicklung im Selbstbedienungsgroßhandel.

Für das Cash-and-Carry-Segment in Osteuropa erwarten wir eine Fortsetzung der positiven Entwicklung. Dementsprechend ist von einer moderaten Wachstumsdynamik auszugehen, die auch im kommenden Jahr durch die Inflation unterstützt wird. Zusätzlich wirkt sich aller Voraussicht nach auch eine höhere Nachfrage positiv aus, die insbesondere in Russland und in der Türkei zu erwarten ist. Aufgrund der weiter zunehmenden Verbreitung moderner Einzelhandelsformate in vielen osteuropäischen Ländern ist für das kommende Jahr davon auszugehen, dass das Wachstum des Cash-and-Carry-Segments hinter den Steigerungsraten des modernen filialisierten Lebensmitteleinzelhandels zurückbleibt.

Die größten Zuwachsraten für den Selbstbedienungsgroßhandel erwarten wir auch für das kommende Jahr in den asiatischen Schwellenländern. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum bildet weiter eine gute Basis für eine dynamische Handelsentwicklung. Wir gehen davon aus, dass die Wachstumsraten im Cash-and-Carry-Segment die des modernen Lebensmitteleinzelhandels weiterhin übertreffen. Ungeachtet der sukzessiven Lockerung des Verbots direkter Investitionen ausländischer Handelsunternehmen in Indien bleibt der Wettbewerb durch moderne Handelsformate dort vielfach nur schwach ausgeprägt. Der traditionelle Handel, der für den Selbstbedienungsgroßhandel eine wichtige Kundengruppe darstellt, bildet in weiten Teilen der Region unverändert den wichtigsten Versorgungskanal für Lebensmittel. Damit einher geht ein anhaltend großes Potenzial für das Cash-and-Carry-Segment.

METRO Cash & Carry wird die strategische Expansion im kommenden Jahr fortsetzen. Der Schwerpunkt liegt unverändert auf den Wachstumsregionen Asien und Osteuropa.

Media-Saturn

Der Elektrofachhandel ist verglichen mit anderen Einzelhandelsbranchen stärker vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld abhängig. Dies gilt generell für langlebige Gebrauchsgüter. Da die konjunkturellen Rahmenbedingungen innerhalb Europas im kommenden Geschäftsjahr aller Voraussicht nach weiterhin sehr unterschiedlich ausfallen, wird sich der Elektrofachhandel erneut regional uneinheitlich entwickeln.

In Deutschland rechnen wir damit, dass sich der Elektromarkt gestützt durch die konjunkturelle Erholung 2014 besser entwickeln wird als 2013. Mit zusätzlichen Impulsen rechnen wir – wie in der Vergangenheit – durch die Olympischen Winterspiele und die Fußball-Weltmeisterschaft, insbesondere für den Absatz von TV-Geräten. Gleichzeitig bleibt voraussichtlich die Nachfrage nach Tablets und Smartphones bei anhaltend starkem Kundeninteresse auf hohem Niveau, wenngleich sich das Wachstumstempo auch bei diesen Produktgruppen allmählich verlangsamt.

In Westeuropa steht die Branche im kommenden Jahr in vielen Ländern weiterhin unter dem Eindruck schwieriger konjunktureller Voraussetzungen. Insbesondere für die südeuropäischen Krisenstaaten gehen wir weiterhin von einer eher schwachen Marktentwicklung aus. In diesen Ländern rechnen wir erst im Laufe des Jahres 2014 mit einer allmählichen Bodenbildung im Elektrofachhandel. Für die übrigen Länder Westeuropas erwarten wir für 2013/14 hingegen einen stabilen bis positiven Umsatzverlauf. Ähnlich wie in Deutschland dürften sich die beiden genannten großen Sportereignisse 2014 in der Region positiv auf die Branche auswirken.

In Osteuropa erwarten wir für 2013/14 ebenfalls eine uneinheitliche, wenngleich positive Entwicklung im Elektrofachhandel. Für Russland und die Türkei gehen wir von einem weiteren Wachstum der Branche aus. Impulse hierfür kommen in beiden Ländern zusätzlich von einer fortgesetzten Expansion zur Erschließung zusätzlichen Marktpotenzials. Zudem erwarten wir für Russland im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in Sotschi für 2014 eine starke Belebung der Nachfrage. In den anderen osteuropäischen Ländern fällt die Entwicklung insgesamt verhaltener aus. Weiterhin schwierig bleibt die Lage in Griechenland mit einer erneut rückläufigen Branchenentwicklung.

Der Vertrieb über das Internet wird übergreifend in allen Regionen in den beiden kommenden Jahren an Bedeutung zunehmen und Marktanteile zulasten des stationären Elektrofachhandels gewinnen. Mehrkanalanbieter wie Media Markt und Saturn profitieren von dieser Entwicklung, indem sie die Vorteile beider Vertriebswege optimal kombinieren. Media Markt und Saturn werden künftig Online- und stationären Handel noch stärker miteinander verknüpfen, um die eigene Marktposition zu stärken.

Real

Während der anhaltenden Krise in der Eurozone legte der Lebensmittelhandel in Deutschland im Berichtsjahr vor allem aufgrund von Preissteigerungen zu. Das Absatzvolumen blieb dagegen konstant. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir zwar, dass sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzt. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass das Lebensmittelgeschäft weniger konjunkturellen Schwankungen unterliegt als andere Handelszweige. Daher erwarten wir für die Branche nur leichte Impulse aus der verbesserten Wirtschaftslage. Entsprechend werden die Branchenumsätze voraussichtlich erneut in erster Linie preisbedingt zulegen. Dieser Anstieg wird jedoch höchstwahrscheinlich unterhalb von dem des Vorjahres ausfallen, da die Lebensmittelpreise ausgehend von den Rekordniveaus des Berichtsjahres 2013 wohl weniger stark zulegen werden.

Galeria Kaufhof

Die Aufhellung der Konjunktur in Deutschland schafft auch positive Rahmenbedingungen für das Warenhaussegment. Zwar erwarten wir für 2014 erneut, dass sich das Warenhaussegment im Vergleich zum Einzelhandel ein weiteres Jahr unterdurchschnittlich entwickeln wird. Von den positiven Rahmenbedingungen wird aber gerade Galeria Kaufhof als Konzept- und Systemführer im Warenhausgeschäft profitieren können. Unterstützt wird das durch unsere Mehrkanalstrategie mit dem weiteren Ausbau des Online-Geschäfts und dessen immer stärkere Verzahnung mit den stationären Filialen. Ausschließlich stationär operierende Nicht-Lebensmittel-Einzelhändler werden zukünftig noch stärker unter Druck geraten und weiter an Umsatz verlieren. Als Mehrkanalanbieter wird sich Galeria Kaufhof daher auch in den kommenden Jahren besser entwickeln als der vergleichbare Wettbewerb.