43. Segmentberichterstattung

Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns und richtet sich grundsätzlich nach der Einteilung des Geschäfts in einzelne Branchen.

METRO Cash & Carry

METRO Cash & Carry ist im Selbstbedienungsgroßhandel mit den Marken METRO und MAKRO in 26 Ländern Europas, Asiens und Afrikas vertreten. Mit seinem vielfältigen Produkt- und Serviceangebot richtet sich METRO Cash & Carry speziell an gewerbliche Kunden: Hotel- und Restaurantbesitzer, Cateringunternehmen, unabhängige Einzelhändler sowie Dienstleister und Behörden. Im August 2015 hat die METRO GROUP die Classic Fine Foods Group erworben. Diese ist in 25 überwiegend asiatischen Großstädten in 14 Ländern vertreten und beliefert Premiumhotels, -restaurants und -cateringunternehmen.

Media-Saturn

Media-Saturn bietet im Elektrofachhandel ein umfassendes Sortiment mit neuesten Markenprodukten an. Mit den zwei starken Vertriebsmarken Media Markt und Saturn ist die Vertriebslinie in 15 Ländern vertreten. Zudem gehören der Internethändler Redcoon, der russische Onlineshop 003.ru sowie das Liveshopping-Portal iBOOD zu Media-Saturn.

Real

Real betreibt SB-Warenhäuser in Deutschland und ist dort sowohl im stationären Einzelhandel als auch im Onlinehandel aktiv. Alle Märkte bieten ein umfassendes Lebensmittelangebot mit einem hohen Anteil an Frischeprodukten, ergänzt um ein Sortiment von Nichtlebensmitteln.

Nicht fortgeführte Aktivitäten

Die nicht fortgeführten Aktivitäten beinhalten die Galeria Kaufhof Gruppe. In der Vergangenheit wurde Galeria Kaufhof als separates Segment gezeigt.

Weitere Angaben zu den Segmenten enthält der zusammengefasste Lagebericht.

Neben den Informationen zu den oben genannten Geschäftssegmenten werden gleichwertige Informationen zu den METRO GROUP Regionen veröffentlicht. Dabei wird nach den Regionen Deutschland, Westeuropa (ohne Deutschland), Osteuropa und Asien/Afrika unterschieden.

Nachfolgend werden die wesentlichen Bestandteile der Segmentberichterstattung beschrieben:

  • Der Außenumsatz repräsentiert den Umsatz der Geschäftssegmente mit Konzernexternen.
  • Der Innenumsatz zeigt die Umsätze mit anderen Geschäftssegmenten.
  • Das Segment-EBITDAR repräsentiert das EBITDA vor Mietaufwendungen abzüglich Mieterträgen.
  • Das Segment-EBITDA umfasst das EBIT vor Abschreibungen und Zuschreibungen auf Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
  • Die Segmentsteuerungsgröße EBIT beschreibt das betriebliche Ergebnis der Periode vor Finanzergebnis und Ertragsteuern. Konzerninterne Mietverträge werden in den Segmenten als Operating-Leasingverhältnisse dargestellt. Die Vermietung findet dabei zu marktüblichen Konditionen statt. Standortbezogene Risiken sowie Werthaltigkeitsrisiken von langfristigen Vermögenswerten werden in den Segmenten grundsätzlich nur dann abgebildet, wenn es sich um Konzernrisiken handelt. Dies gilt analog für aktive und passive Abgrenzungen, die auf Segmentebene nur dann abgebildet werden, wenn dies auch in der Konzernbilanz erforderlich wäre.
  • Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge (einschließlich der Zugänge zum Konsolidierungskreis) zu den langfristigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen sowie zu den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Ausgenommen hiervon sind Zugänge aufgrund der Reklassifikation von „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ als langfristige Vermögenswerte.
  • Das Segmentvermögen enthält das lang- und kurzfristige Vermögen. Nicht enthalten sind hauptsächlich Finanzanlagen, nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen, Steuerpositionen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Vermögenswerte, die nicht fortgeführten Aktivitäten zuzuordnen sind.

Für die in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebniskomponenten EBIT und EBITDA sowie darüber hinaus für das Finanzergebnis, die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, das Periodenergebnis (vor und nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter) und für das Ergebnis je Aktie erfolgt im zusammengefassten Lagebericht in der Ertragslage eine Darstellung vor Sonderfaktoren, die für die interne Steuerung relevant ist.

Als Sonderfaktoren werden Geschäftsvorfälle klassifiziert, die nicht regelmäßig wiederkehrend sind, darunter zum Beispiel Restrukturierungen oder Änderungen im Konzernportfolio.

Nachfolgend wird die Überleitung des Segmentvermögens auf die Vermögenswerte des Konzerns dargestellt:

 Download XLS (24KB)

Mio. €

30.9.2014

30.9.2015

1

Vorjahresanpassung (siehe Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses)

2

Vorjahresanpassung aufgrund nicht fortgeführter Aktivitäten (siehe Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses)

3

Enthalten in der Bilanzposition „Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte“ (kurzfristig)

4

Enthalten in den Bilanzpositionen „Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte“ (lang- und kurzfristig)

Segmentvermögen1, 2

21.723

21.142

Segmentvermögen Galeria Kaufhof

2.249

0

Finanzanlagen (lang- und kurzfristig)

72

123

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

95

184

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

2.406

4.415

Latente Steueransprüche

835

724

Ertragsteuererstattungsansprüche

223

202

Sonstige Steuererstattungsansprüche3

464

358

Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

9

5

Forderungen aus sonstigen Finanzgeschäften4

59

479

Sonstiges

18

23

Vermögenswerte des Konzerns

28.156

27.656

  • Die Segmentschulden umfassen lang- und kurzfristige Schulden. Nicht zugeordnet sind insbesondere Finanzschulden, Steuerpositionen sowie Schulden, die nicht fortgeführten Aktivitäten zuzuordnen sind.

Nachfolgend wird die Überleitung der Segmentschulden auf die Schulden des Konzerns dargestellt:

 Download XLS (24KB)

Mio. €

30.9.2014

30.9.2015

1

Vorjahresanpassung (siehe Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses)

2

Vorjahresanpassung aufgrund nicht fortgeführter Aktivitäten (siehe Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses)

3

Enthalten in den Bilanzpositionen „Sonstige Rückstellungen“ (langfristig) und „Rückstellungen“ (kurzfristig)

4

Enthalten in den Bilanzpositionen „Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten“ (lang- und kurzfristig)

Segmentschulden1, 2

14.105

14.103

Segmentschulden Galeria Kaufhof

885

0

Finanzschulden (lang- und kurzfristig)

7.068

7.366

Latente Steuerschulden

130

142

Ertragsteuerschulden

198

148

Ertragsteuerrückstellungen3

120

46

Sonstige Steuerverbindlichkeiten4

371

331

Verbindlichkeiten aus sonstigen Finanzgeschäften4

12

25

Verbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Gesellschaftern4

76

159

Schulden i. Z. m. zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten

139

142

Zinsen auf sonstige Rückstellungen4

47

16

Sonstiges

4

4

Schulden des Konzerns

23.157

22.484

  • Transfers zwischen den Segmenten finden grundsätzlich auf Basis der aus Konzernsicht entstehenden Kosten statt.