Ergänzende Angaben für die METRO AG (gemäß HGB)

Überblick über das Geschäftsjahr 2014/15 und Prognose der METRO AG

Die METRO AG ist als Managementholding der METRO GROUP hinsichtlich des Geschäftsverlaufs, der Lage sowie der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken maßgeblich von der Entwicklung der METRO GROUP abhängig.

Angesichts der Holdingstruktur ist – abweichend von der konzernweiten Betrachtung – die wichtigste Steuerungsgröße der METRO AG im Sinne des DRS 20 der handelsrechtliche Jahresüberschuss.

Geschäftsverlauf der METRO AG

Der Geschäftsverlauf der METRO AG ist wesentlich geprägt von der Entwicklung und dem Ausschüttungsverhalten ihrer Beteiligungen. Der Abschluss der METRO AG nach handelsrechtlichen Vorschriften dient als Ausschüttungsbemessungsgrundlage. Im Folgenden sind die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz der METRO AG nach HGB dargestellt.

Ertragslage der METRO AG und Gewinnverwendung

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 nach HGB

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Mio. €

2013/14

2014/15

Beteiligungsergebnis

811

592

Finanzergebnis

−95

−21

Sonstige betriebliche Erträge

475

469

Personalaufwand

−148

−194

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

−15

−3

Sonstige betriebliche Aufwendungen

−433

−481

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

595

362

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

−7

0

Sonstige Steuern

−2

−2

Jahresüberschuss

586

360

Gewinnvortrag aus dem Vorjahr

0

24

Einstellungen in Gewinnrücklagen

−267

0

Bilanzgewinn

319

384

Die METRO AG weist im Geschäftsjahr 2014/15 ein Beteiligungsergebnis in Höhe von 592 Mio. € gegenüber 811 Mio. € im Vorjahr aus.

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 301 Mio. € (2013/14: 410 Mio. €) resultieren im Wesentlichen aus Gewinnen der Vertriebslinie Media-Saturn (mittelbar) und der Galeria Kaufhof Gruppe.

Die Erträge aus Beteiligungen ohne Gewinnabführungsvertrag in Höhe von 611 Mio. € (2013/14: 485 Mio. €) resultieren überwiegend aus einer Ausschüttung im Zusammenhang mit der Veräußerung der Galeria Kaufhof Gruppe.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden auf Basis von Gewinnabführungsverträgen Verluste in Höhe von 230 Mio. € (2013/14: 16 Mio. €) übernommen. Diese Verluste resultieren (mittelbar) aus den Vertriebslinien METRO Cash & Carry Deutschland sowie Real einschließlich Abschreibungen von Beteiligungsbuchwerten. In dieser Position sind weiterhin Ergebnisse von in Vorjahren entstandenen und im Berichtsjahr vereinnahmten Gewinnen von ausländischen Cash-and-Carry-Gesellschaften enthalten.

Aufwendungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen entstanden im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Galeria Kaufhof Gruppe.

Das Finanzergebnis beläuft sich auf –21 Mio. € (2013/14: –95 Mio. €). Diese Verbesserung resultiert hauptsächlich aus dem geringeren Zinsniveau sowie der rückläufigen Verschuldung.

Die METRO AG agiert im Rahmen des Verrechnungspreissystems als sogenannter Franchise-Geber für die Vertriebslinie METRO Cash & Carry. Die Leistungserbringung besteht hauptsächlich in der Überlassung und Weiterentwicklung von Geschäftskonzepten, Softwareanwendungen und Holdingdienstleistungen. Um diese Leistungen erbringen zu können, werden insbesondere IT-Dienstleistungen und Software von METRO SYSTEMS erworben, die sich innerhalb der sonstigen Aufwendungen und Abschreibungen niederschlagen. Die Leistungsverrechnung erfolgt durch Berechnung einer fremdvergleichskonformen Vergütung. Die METRO AG hat im Geschäftsjahr 2014/15 den nationalen und internationalen operativen Gesellschaften der Vertriebslinie METRO Cash & Carry eine sogenannte Franchise-Gebühr in Höhe von insgesamt 255 Mio. € (2013/14: 289 Mio. €) in Rechnung gestellt. Die Franchise-Gebühr selbst ist ein in Abhängigkeit von der Nutzung der offerierten Leistungen berechneter Prozentsatz vom Umsatz und Ergebnis der operativen Gesellschaft.

Aus der Summe aller sonstigen betrieblichen Erträge, sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen der METRO AG ergab sich zum Stichtag unter Einbezug von Transaktionskosten aus dem Verkauf der Galeria Kaufhof Gruppe insgesamt ein Aufwand von 15 Mio. € gegenüber einem Ertrag von 27 Mio. € im Vorjahr.

Im Durchschnitt der vier Quartale des Geschäftsjahres 2014/15 beschäftigte die METRO AG 1.133 (2013/14: 1.072) Mitarbeiter. Teilzeitbeschäftigte und Aushilfen wurden auf Vollzeitkräfte umgerechnet. Die Personalaufwendungen betragen 194 Mio. € (2013/14: 148 Mio. €). Außer den Effekten aus dem Anstieg der Beschäftigtenanzahl führten höhere erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile sowie die Bildung einer Rückstellung für Restrukturierung zu einem Anstieg der Personalaufwendungen.

Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 360 Mio. € (2013/14: 586 Mio. €) und liegt damit, im Wesentlichen resultierend aus einem geringeren Beteiligungsergebnis, unterhalb der zu Beginn der Berichtsperiode abgegebenen Prognose für das Geschäftsjahr 2014/15.

Unter Einbezug des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr weist die Gesellschaft einen Bilanzgewinn von 384 Mio. € gegenüber 319 Mio. € im Geschäftsjahr 2013/14 aus.

Zur Verwendung des Bilanzgewinns 2014/15 schlägt der Vorstand der METRO AG der Hauptversammlung vor, aus dem ausgewiesenen Bilanzgewinn von 384 Mio. € eine Dividendenausschüttung in Höhe von 1,00 € je Stammaktie und 1,06 € je Vorzugsaktie, also insgesamt 327 Mio. €, zu beschließen und den Restbetrag als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Finanzlage der METRO AG

Zahlungsmittelflüsse

Zahlungsmittelflüsse ergaben sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Finanzierungsvorgängen mit Unternehmen der METRO GROUP. Kurzfristige, zum Ende des Geschäftsjahres aus den Vertriebslinien bereitgestellte Geldanlagen betragen zum Stichtag 35 Mio. € (30.9.2014: 381 Mio. €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert überwiegend aus dem Ausscheiden der Galeria Kaufhof Gruppe.

Kapitalstruktur

Passiva

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Mio. €

30.9.2014

30.9.2015

Eigenkapital

 

 

Gezeichnetes Kapital

835

835

Stammaktien

828

828

Vorzugsaktien

7

7

(Bedingtes Kapital)

(128)

(128)

Kapitalrücklage

2.558

2.558

Gewinnrücklagen

2.660

2.660

Bilanzgewinn

319

384

 

6.372

6.437

Rückstellungen

384

393

Verbindlichkeiten

4.352

5.328

Rechnungsabgrenzungsposten

5

5

 

11.113

12.163

Die Passivseite der Bilanz besteht mit 6.437 Mio. € (30.9.2014: 6.372 Mio. €) aus Eigenkapital und mit 5.726 Mio. € (30.9.2014: 4.741 Mio. €) aus Rückstellungen, Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 52,9 Prozent gegenüber 57,3 Prozent im Vorjahr. Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 393 Mio. € (30.9.2014: 384 Mio. €). Im Bereich der Verbindlichkeiten aus Anleihen ergab sich ein leichter Anstieg um 105 Mio. € auf 2.939 Mio. €, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich stichtagsbedingt durch kurzfristige Zwischenfinanzierungsvorgänge im Rahmen des Verkaufs der Galeria Kaufhof Gruppe auf 982 Mio. € (30.9.2014: 470 Mio. €). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhte sich der Bestand auf 1.317 Mio. € (30.9.2014: 956 Mio. €). Dieser Anstieg resultiert hauptsächlich aus höheren, von den Vertriebslinien zum Stichtag kurzfristig bereitgestellten Mitteln. Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen zum Stichtag mit 65 Mio. € um 16 Mio. € unter dem Vorjahresbestand von 81 Mio. €.

Vermögenslage der METRO AG

Aktiva

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Mio. €

30.9.2014

30.9.2015

Anlagevermögen

 

 

Immaterielle Vermögensgegenstände

8

14

Sachanlagen

2

2

Finanzanlagen

7.886

7.782

 

7.896

7.798

Umlaufvermögen

 

 

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2.819

4.312

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

381

35

 

3.200

4.347

Rechnungsabgrenzungsposten

17

18

 

11.113

12.163

Die Aktiva betragen zum Stichtag insgesamt 12.163 Mio. € und sind überwiegend mit 7.798 Mio. € durch Finanzanlagen, mit 2.840 Mio. € durch sonstige Vermögensgegenstände sowie mit 1.472 Mio. € durch Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt. Die Finanzanlagen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 105 Mio. € und stellen nun 64,0 Prozent der Bilanzsumme dar. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Rückführungen von langfristigen konzerninternen Darlehen. Die Position Sonstige Vermögensgegenstände hat sich mit 2.840 Mio. € deutlich gegenüber dem Vorjahreswert von 267 Mio. € erhöht. Diese Position enthält mit 2.353 Mio. € die  Kaufpreisforderung aus der Veräußerung der Galeria Kaufhof Gruppe und entspricht zum Stichtag 23,4 Prozent der Bilanzsumme. Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang in Höhe von 1.080 Mio. € auf – diese Position spiegelt den kurzfristigen Finanzierungsbedarf der Konzerngesellschaften zum Stichtag unter Berücksichtigung der Effekte aus dem Verkauf der Galeria Kaufhof Gruppe wider und repräsentiert 12,1 Prozent der gesamten Aktiva.

Die Position Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 346 Mio. € auf 35 Mio. €. Dieser Rückgang gegenüber dem Vorjahresstichtag 30. September 2014 ergibt sich überwiegend aus dem Ausscheiden der Galeria Kaufhof Gruppe aus dem Konzernverbund.

Risikosituation der METRO AG

Da die METRO AG unter anderem durch Finanzierungs- und Garantiezusagen sowie durch mittel- und unmittelbare Investitionen in die Beteiligungsunternehmen weitgehend mit den Unternehmen der METRO GROUP verbunden ist, ist die Risikosituation der METRO AG wesentlich von der Risikosituation der METRO GROUP abhängig. Insoweit gelten die Aussagen zur Gesamtbewertung der Risikosituation durch die Unternehmensleitung auch als Zusammenfassung der Risikosituation der METRO AG.

Prognose der METRO AG

Die METRO AG in ihrer Funktion als Managementholding ist in ihrer Entwicklung wesentlich von der Entwicklung und dem Ausschüttungsverhalten ihrer Beteiligungen abhängig. Bei einer stabilen Kostenstruktur erwarten wir aus der Anpassung des Verrechnungspreissystems höhere Erträge und gehen davon aus, dass der Jahresüberschuss in etwa das Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres erreichen wird.

Geplante Investitionen der METRO AG

Im Rahmen der Durchführung von Investitionen der METRO GROUP wird die METRO AG die Konzerngesellschaften bei Bedarf durch Anteilserhöhungen oder Ausleihungen unterstützen. Darüber hinaus können sich im Rahmen von konzerninternen Anteilstransfers Investitionen in Anteile an verbundenen Unternehmen ergeben.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB ist auf der Website der Gesellschaft  unter der Rubrik Unternehmen – Corporate Governance öffentlich zugänglich.

Erklärung gemäß § 312 AktG

Der Vorstand der METRO AG hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2014/15 erstellt und am Schluss des Berichts folgende Erklärung abgegeben:

„Der Vorstand der METRO AG erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt wurde. Andere berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.“