Investitionen/Desinvestitionen

Im Geschäftsjahr 2014/15 hat die METRO GROUP 1.411 Mio. € investiert und liegt damit 410 Mio. € über den Investitionen im Vorjahreszeitraum. Die Investitionen nahmen trotz reduzierter Expansionstätigkeit insbesondere aufgrund der Akquisitionen der Classic Fine Foods Group und von iBOOD, Konzept- und Modernisierungsmaßnahmen sowie Mietvertragsverlängerungen insgesamt zu. Unter anderem wurden im Rahmen des Projekts „Big Bang“ bei Real 57 Märkte nach dem Essener Marktmodell umgebaut, um die Kundenbedürfnisse noch besser zu erfüllen. Die reduzierte Expansionstätigkeit zeigt sich in der geringeren Anzahl von 58 Neueröffnungen inklusive Zugängen gegenüber 68 Neueröffnungen im Vorjahreszeitraum.

Investitionen der METRO GROUP

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Veränderung

 

 

 

 

 

Mio. €1

2013/141

2014/15

absolut

%

1

Vorjahresanpassung aufgrund nicht fortgeführter Aktivitäten (siehe Anhang – Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses)

METRO Cash & Carry

441

750

309

69,9

Media-Saturn

244

256

12

5,0

Real

172

241

68

39,7

Sonstige

144

165

21

14,6

METRO GROUP

1.001

1.411

410

41,0

METRO Cash & Carry hat im Geschäftsjahr 2014/15 750 Mio. € investiert. Die Investitionen liegen damit um 309 Mio. € über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der deutliche Investitionsanstieg resultiert insbesondere aus der Akquisition der Classic Fine Foods Group, aus Konzept- und Modernisierungsmaßnahmen sowie aus Nachhaltigkeitsprojekten. Der Expansionsschwerpunkt lag weiterhin bei den Fokusländern Russland und China, in denen das bestehende Filialnetz um 11 beziehungsweise 6 neue METRO Cash & Carry Märkte erweitert wurde. In Indien wurden 2 neue Märkte, in der Türkei, in Kroatien und in Serbien wurde jeweils 1 neuer METRO Cash & Carry Standort eröffnet. In Bulgarien wurden 3 Standorte, in China 2 und in Italien, Kasachstan, Rumänien, Serbien und der Ukraine wurde je 1 Standort geschlossen. Die 5 Standorte in Dänemark wurden wie angekündigt geschlossen und die 9 Märkte in Griechenland wie geplant veräußert.

Die Investitionen von Media-Saturn lagen im Geschäftsjahr 2014/15 mit 256 Mio. € um 12 Mio. € über den Investitionen im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg resultiert insbesondere aus dem Erwerb von iBOOD. Gleichzeitig ist die Expansionsgeschwindigkeit zurückgegangen, während die Investitionen in Konzept- und Modernisierungsmaßnahmen gestiegen sind. Im Berichtszeitraum wurden 36 (im Vorjahr 50) Märkte eröffnet und somit wurde eine selektive Expansion (inklusive neuer Kleinformate) in ganz Europa vorangetrieben. In Osteuropa wurden 18 Elektrofachmärkte eröffnet: 8 in Polen, 7 in Russland und 3 in der Türkei. In Westeuropa (ohne Deutschland) kamen 15 neue Standorte hinzu, davon 6 in den Niederlanden, 5 in Spanien und 2 in der Schweiz, jeweils 1 neuer Markt kam in Österreich und Belgien dazu. Zusätzlich wurden in Deutschland 3 Märkte eröffnet. Außerdem wurden im Geschäftsjahr 15 Standorte im Rahmen der Portfoliooptimierung geschlossen: 7 Standorte in Italien, 3 Standorte in Russland, 2 Standorte in den Niederlanden und je 1 Standort in Deutschland, Belgien und der Türkei.

Real investierte im Geschäftsjahr 2014/15 241 Mio. € und somit 68 Mio. € mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Investitionszunahme resultiert im Wesentlichen aus Mietvertragsverlängerungen und Modernisierungsinvestitionen. Die Investitionsmittel wurden genutzt, um durch Konzeptumstellungen das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln. Nach erfolgreichem Umbau von 50 Märkten im Rahmen des Projekts „Big Bang“ im Vorjahr wurden nun deutschlandweit 57 weitere Märkte nach dem Essener Marktmodell modernisiert. Wie geplant hat Real im Geschäftsjahr 2014/15 in Deutschland insgesamt 14 Märkte geschlossen. Nach der Veräußerung des Osteuropageschäfts werden die verbliebenen 4 rumänischen Standorte nun im Segment Sonstige ausgewiesen.

Die Investitionen im Segment Sonstige beliefen sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf 165 Mio. € (2013/14: 144 Mio. €). Die Investitionen entfielen primär auf Konzept- und Modernisierungsmaßnahmen sowie immaterielle Vermögenswerte. Darüber hinaus wurde durch die Ausübung von Ankaufsrechten in Immobilien investiert.

Die bereits eingegangenen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten belaufen sich auf 157 Mio. €.

Weitere Informationen hierzu finden sich im Anhang – Nummer 20 Sonstige immaterielle Vermögenswerte und Nummer 21 Sachanlagen.

Aus Desinvestitionen (einschließlich Unternehmensveräußerungen sowie nicht fortgeführter Aktivitäten) sind der METRO GROUP Zahlungsmittel in Höhe von 2.679 Mio. € zugeflossen, die im Wesentlichen aus dem Verkauf der Anteile der Galeria Kaufhof Gruppe resultieren.

Weitere Informationen zu Desinvestitionen finden sich im Konzernabschluss – Kapitalflussrechnung sowie im Anhang – Nummer 42 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung.