METRO Cash & Carry: Branchenentwicklung im Selbstbedienungsgroßhandel

In Deutschland lagen die Umsätze im Selbstbedienungsgroßhandel im Geschäftsjahr 2014/15 leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Dabei blieb das Cash-and-Carry-Segment wie im Vorjahr hinter der Entwicklung im Lebensmitteleinzelhandel, der leichte Umsatzzuwächse verzeichnete, zurück. Die Lebensmittelpreise sind auch im Jahr 2015 nur leicht angestiegen. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die weitere Zunahme von Werbeaktivitäten im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und die steigende Zahl von Markenartikeln bei Discountern, die sich auf den Selbstbedienungsgroßhandel auswirkten. Entsprechend blieben bei einer insgesamt stabilen Mengennachfrage positive Wachstumsimpulse für die Branchenentwicklung aus. METRO Cash & Carry hat seine Marktführerschaft im Berichtsjahr behauptet.

Vor dem Hintergrund einer sich insbesondere in den Euro-Krisenländern aufhellenden gesamtwirtschaftlichen Lage entwickelte sich der Selbstbedienungsgroßhandel in Westeuropa erstmals seit Jahren wieder insgesamt positiv. Die Branche verzeichnete im Geschäftsjahr 2014/15 ein leichtes Erlöswachstum. In Italien, Spanien und Portugal lagen die Umsätze auf dem Vorjahresniveau oder darüber. Dagegen fiel die Entwicklung in Belgien und den Niederlanden schwächer aus. Auch in Westeuropa waren überwiegend nur moderate Preissteigerungen zu beobachten, wodurch positive Umsatzeffekte durch Inflation vielfach ausblieben.

In Osteuropa setzte sich die uneinheitliche Entwicklung im Selbstbedienungsgroßhandel im Geschäftsjahr 2014/15 unverändert fort. Der Russland/Ukraine-Konflikt und das russische Importverbot für westliche Lebensmittel führten in Russland und in der Ukraine zu überdurchschnittlichen Preissteigerungen bei Lebensmitteln. Darüber hinaus verstärkte die Abwertung der lokalen Währungen die inflationäre Dynamik in beiden Ländern. Um Preis- und Währungseffekte bereinigt, war die Nachfrage sowohl in Russland als auch in der Ukraine rückläufig. In den übrigen osteuropäischen Ländern setzten sich dagegen deflationäre Tendenzen fort. In Rumänien ist dies insbesondere auf die Senkung der Mehrwertsteuer für Lebensmittel zurückzuführen. Hier wie auch in Polen und der Türkei entwickelten sich die Erlöse im Selbstbedienungsgroßhandel positiv.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wuchsen die Erlöse im Selbstbedienungsgroßhandel in Asien verglichen mit den anderen Regionen erneut am stärksten. Mit der Eröffnung neuer Großmärkte in China und Indien hat METRO Cash & Carry seinen Marktanteil in der Region behauptet. Beide Länder bilden auch weiterhin den Schwerpunkt der strategischen Expansion mit Selbstbedienungsgroßhandelsmärkten. Trotz einer Zunahme des internationalen Wettbewerbs, insbesondere in Indien, ist die Marktkonzentration in Asien weiterhin insgesamt gering. Die traditionellen Einzelhändler sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil für die Versorgung der Bevölkerung und beinhalten ein unverändert großes Wachstumspotenzial für den Selbstbedienungsgroßhandel. Stark an Bedeutung gewinnt die Gastronomie in Asien, die hohe Wachstumsraten verzeichnet. METRO Cash & Carry hat sich den Zugang zu diesem Segment durch die Übernahme der Classic Fine Foods Group im Berichtsjahr erschlossen.