Die Klimabilanz der METRO GROUP

Klimabilanz und Klimaschutzziel

Im Jahr 2012 hat die METRO GROUP beschlossen, die Treibhausgasemissionen bis 2020 pro Quadratmeter Verkaufsfläche um 20 Prozent zu reduzieren. Ausgangsbasis hierfür sind die Emissionen im Jahr 2011. In CO2-Äquivalenten bedeutet dies konkret: Wir reduzieren die Emissionen von 330 Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Jahr Stand 2011 auf 264 Kilogramm CO2-Äquivalente. Dieses Ziel haben wir im Geschäftsjahr 2014/15 bereits fast erreicht.

Das Klimaschutzziel umfasst die Emissionen, die für uns als Handelsunternehmen wesentlich und vor allem direkt beeinflussbar sind. Dies sind die Emissionen aus

  • dem Verbrauch von Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Elektrizität, Fernwärme/-kälte und Papier,
  • Kältemittelverlusten für Gewerbekälte und Klimatisierung,
  • dem Kraftstoffverbrauch der Dienstwagen und Notstromaggregate,
  • Vorketten und Netzverlusten für alle direkten und indirekten Energiequellen sowie
  • Geschäftsreisen.

Die METRO GROUP ermittelt bereits seit 2008 ihre Treibhausgasemissionen und veröffentlicht diese. Dabei berücksichtigen wir alle wesentlichen Treibhausgasemissionen, die wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit direkt und indirekt verursachen. Die detaillierte Erfassung ist Grundlage für unser Ziel, die eigene Klimawirkung so weit wie möglich zu reduzieren. Die unter dem Klimaschutzziel aktiv gesteuerten Emissionen machen zusammen knapp 40 Prozent der gesamten Emissionen aus. In der Klimabilanz berichten wir darüber hinaus über folgende weitere Emissionsquellen:

  • Kraftstoffverbrauch des eigenen Lkw-Fuhrparks
  • Gesamte externe Logistik
  • Eingekaufte Waren und Dienstleistungen für den Eigenverbrauch (ohne Papier, da unter dem Klimaschutzziel erfasst)
  • Anlagegüter
  • Abfall
  • Mitarbeiterpendelaufkommen
  • Geleaste Vermögenswerte

Methodik und Berichtsgrenzen

Basis für unsere Berichterstattung sind der Corporate Accounting and Reporting Standard und der Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard des Greenhouse Gas Protocol. Es werden die Emissionen aller Vertriebslinien und Servicegesellschaften sowie der Verwaltungen berücksichtigt. Mithilfe des 2011 eingeführten gruppenweiten Carbon Intelligence System erfassen wir die Verbrauchsdaten für die genannten Emissionsquellen in nahezu allen Märkten und Warenhäusern, den Verwaltungen und Lägern. Wo eine Erfassung von Primärdaten sehr aufwendig oder nicht möglich ist, modellieren wir diese Emissionsquellen. So leiten wir beispielsweise die Emissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen, Anlagegütern und geleasten Vermögenswerten aus den Kennzahlen zur wirtschaftlichen Wertschöpfung der METRO GROUP mittels eines sogenannten volkswirtschaftlichen Input-Output-Modells ab, das volkswirtschaftliche Waren- und Dienstleistungsströme zugrunde legt.

Wir berichten die Gesamtwirkung aller Treibhausgasemissionen in Form von CO2-Äquivalenten, um neben CO2 auch die Auswirkungen der anderen Treibhausgase zu bewerten.

Seit 2011 wird die Klimabilanz einer betriebswirtschaftlichen Prüfung durch die KPMG  AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterzogen. Zudem informieren wir seit 2006 über das CDP (vormals Carbon Disclosure Project) transparent über unsere Klimaschutzstrategie, die Risiken und Chancen aus dem Klimawandel und das Management unserer Emissionen. Dafür wurden wir mehrfach als Climate Disclosure Leader ausgezeichnet. Das CDP ist eine internationale unabhängige Non-Profit-Organisation, die bewertet, ob Unternehmen den Chancen und Risiken des Klimawandels effektiv begegnen und wie transparent sie darüber berichten.

Entwicklungen der Treibhausgasemissionen

Von Oktober 2014 bis September 2015 verursachte die METRO GROUP insgesamt 7,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (Vorjahresperiode 8,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente). Diese verteilen sich auf direkt verursachte Emissionen (gemäß Scope 1) in Höhe von 0,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten sowie indirekte Emissionen (Scope 2) in Höhe von 1,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. Auf andere indirekte Emissionen (Scope 3) entfallen 5,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Gegenüber dem Basisjahr 2011 haben wir die Emissionen um über 2 Millionen Tonnen gesenkt.

Klimabilanz
Treibhausgasemissionen in t CO2 (CO2-Äquivalente)

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Basisjahr 2011

2012/13

2013/14

2014/15

Scope 1 – direkte Treibhausgasemissionen

1.084.509

1.066.741

1.015.598

871.837

Scope 2 – indirekte Treibhausgasemissionen

2.432.102

2.070.414

1.786.594

1.495.710

Scope 3 – sonstige indirekte Treibhausgasemissionen

6.113.122

5.531.592

5.562.362

5.151.775

Treibhausgasemissionen gesamt

9.629.733

8.668.747

8.364.553

7.519.322

Die unter dem Klimaschutzziel aktiv gesteuerten Emissionen liegen bei 265 Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Quadratmeter Verkaufsfläche (Vorjahresperiode 273 Kilogramm CO2-Äquivalente). Somit haben wir unser Ziel von 264 Kilogramm pro Quadratmeter Verkaufsfläche fast erreicht.

Status Klimaschutzziel
Treibhausgasemissionen in kg CO2 (CO2-Äquivalente) je m2 Verkaufsfläche

METRO GROUP
 

Status Klimaschutzziel – Treibhausgas-Emissionen in kg CO2 (CO2-Äquivalent) je m2 Verkaufsfläche – METRO GROUP (Balkendiagramm)

Deutschland
 

Status Klimaschutzziel – Treibhausgas-Emissionen in kg CO2 (CO2-Äquivalent) je m2 Verkaufsfläche – Deutschland (Balkendiagramm)

Westeuropa
(ohne Deutschland)

Status Klimaschutzziel – Treibhausgas-Emissionen in kg CO2 (CO2-Äquivalent) je m2 Verkaufsfläche – Westeuropa (Balkendiagramm)

Osteuropa
 

Status Klimaschutzziel – Treibhausgas-Emissionen in kg CO2 (CO2-Äquivalent) je m2 Verkaufsfläche – Osteuropa (Balkendiagramm)

Asien/Afrika
 

Status Klimaschutzziel – Treibhausgas-Emissionen in kg CO2 (CO2-Äquivalent) je m2 Verkaufsfläche – Asien/Afrika/USA (Balkendiagramm)

Der deutliche Rückgang der Emissionen gegenüber dem Basisjahr 2011 lässt sich im Wesentlichen auf drei Gründe zurückführen:

  • Maßnahmen zur Senkung der Verbräuche bei Energie, Dienstwagen, Papier und Geschäftsreisen sowie der Emissionen aus Kältemittelverlusten (Rückgang um 12,6 Prozent)
  • Die allgemeine technische und wissenschaftliche Entwicklung, die sich in Anpassungen von Emissionsfaktoren für die Berechnung der CO2-Äquivalente niederschlägt (Rückgang um 4,9 Prozent)
  • Veränderungen im Standortportfolio, insbesondere den Verkauf von, in der Regel besonders emissionsintensiven, Standorten in Osteuropa und der Türkei (Rückgang um 2,2 Prozent)

Die Reduktion von Treibhausgasemissionen schlägt sich auch positiv in den Betriebskosten nieder. So hat beispielsweise unsere Vertriebslinie METRO Cash & Carry seit 2011 den Stromverbrauch pro Quadratmeter Verkaufsfläche um circa 17 Prozent gesenkt. Dies entspricht einer Einsparung von circa 80 Mio. € seit 2011.

Ein konkretes Beispiel: Die beiden modernen Kleinblockheizkraftwerke in Berlin-Marienfelde und Düsseldorf decken mehr als 25 Prozent des jeweiligen Strombedarfs und den kompletten Wärmebedarf der Märkte. Wegen der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung vermeiden sie gegenüber dem Netzbezug jeweils circa 300 Tonnen Treibhausgasemissionen. Die Energiebeschaffungskosten reduzieren sich um bis zu 4 Prozent.

Unser Engagement für den Klimaschutz werden wir weiter fortführen und unsere Treibhausgasemissionen auch in den kommenden Jahren senken. Mit Blick auf die Klimaverhandlungen in Paris wird die METRO GROUP ein neues Klimaschutzziel vorbereiten und auch über 2020 hinaus ihren Beitrag zur Begrenzung des Klimawandels leisten.