United Nations Global Compact

Die Teilnahme am United Nations Global Compact – der weltweit größten Initiative für unternehmerische Verantwortung – unterstützt die METRO GROUP dabei, Nachhaltigkeit in ihrer Unternehmensstrategie zu verankern. Zudem gibt sie unserem langjährigen Engagement für eine verantwortungsbewusste und ethisch korrekte Geschäftstätigkeit den passenden Rahmen.

Mit der vorliegenden Fortschrittsmitteilung erfüllt die METRO GROUP ihre Verpflichtung aufzuzeigen, mit welchen Leitlinien und Maßnahmen sie ihre Leistungen innerhalb der Bereiche Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung verbessert und dafür sorgt, dass die 10 Grundprinzipien des Global Compact nicht nur heute, sondern auch in Zukunft bei strategischen Entscheidungen wie auch in der täglichen Arbeit geachtet werden.

Düsseldorf, im Dezember 2016

United Nations Global Compact Fortschrittsmitteilung 2015/16

In der folgenden Tabelle führen wir beispielhaft Verpflichtungen und Managementsysteme auf, die der Einhaltung der 10 Prinzipien dienen, Maßnahmen, die wir ergriffen haben, und Ergebnisse, die wir im Berichtszeitraum 2015/16 erzielen konnten.

Menschenrechte und Arbeitsnormen

Prinzip

Verpflichtungen und Managementsysteme

Maßnahmen 2015/16

Leistungen 2015/16

PRINZIP 1:
Unterstützung der Menschenrechte

PRINZIP 2:
Ausschluss von Menschenrechts­verletzungen

PRINZIP 3:
Wahrung der Vereinigungs­freiheit und Recht auf Kollektiv­verhandlungen

PRINZIP 4:
Abschaffung jeder Art von Zwangsarbeit

PRINZIP 5:
Abschaffung der Kinderarbeit

PRINZIP 6:
Beseitigung von Diskriminierung

METRO GROUP Geschäftsgrundsätze

Antidiskriminierungsleitlinie

METRO GROUP Leitlinien zu fairen Arbeitsbedingungen und zur Sozialpartnerschaft

Internationale Standards entlang der Lieferkette (BSCI)

The Bangladesh Accord on Fire and Building Safety

Kernarbeitsnormen der ILO (International Labour Organization), verankert in verschiedensten Unternehmensleitlinien

Sozialstandardklausel in Lieferantenverträgen

OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, verankert in verschiedensten Unternehmensleitlinien

The Consumer Goods Forum Resolution on Forced Labour

The Consumer Goods Forum Resolution on Health & Wellness

Die Produzenten in definierten Risikoländern (gemäß der Bewertung der Business Social Compliance Initiative [BSCI]), in denen MGB Hongkong Importware herstellen lässt, und Produzenten, die für die Vertriebslinien der METRO GROUP Eigenmarken oder Eigenimporte aus den Bereichen Bekleidung, Schuhe, Spielwaren und Hartwaren produzieren, werden bei der Implementierung des BSCI-Standards oder eines äquivalenten Sozialstandardsystems unterstützt.

Der soziale Dialog auf lokaler Ebene ist für die METRO GROUP ein wichtiges Element, um gute Arbeitsbeziehungen aufzubauen. In verschiedenen Ländern wurden bestehende Tarifverträge bekräftigt. In anderen Ländern wurden erstmals Tarifverträge vereinbart oder sie befinden sich in der Verhandlungsphase.

Konsequente Weiterführung der letztjährig etablierten Sensibilisierungsinitiative „Inclusion for Growth“ für alle Mitarbeiter der METRO AG sowie bei METRO Cash & Carry zum Thema Inclusion & Diversity (Einbeziehung und Vielfalt) mithilfe von Workshops und eines E-Learning-Moduls

Seit 2013 ist die METRO GROUP im Vorstand der Charta der Vielfalt e. V. vertreten. Als Mitglied des Diversity Netzwerks Rhein-Ruhr hat die METRO GROUP zum 4. Deutschen Diversity-Tag im Juni 2016 eine gemeinsame Veranstaltung unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt – kulturelle Kompetenz für wirtschaftlichen Erfolg“ organisiert. Dort waren rund 100 Führungskräfte der Mitgliedsunternehmen eingeladen, auf vielfältige Art und Weise die Bedeutung des Themas für ihre Führungsaufgabe zu erleben. Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens besuchte die Charta der Vielfalt mit einer mobilen Vielfaltswerkstatt zehn Orte in Deutschland. Über interaktives Erleben, Experteninputs und Diskussionen soll das Thema Diversity-Management aus unterschiedlichen Blickwinkeln in den Regionen beleuchtet, verankert und weiterentwickelt werden. Die Initiative will die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmenskultur in Deutschland voranbringen. In Düsseldorf machte die Werkstatttour im Juni auf gemeinsame Einladung der METRO GROUP und der Henkel AG & Co. KGaA halt.

Im Kalenderjahr 2017 soll der Anteil von Frauen in Führungspositionen (Ebene 1–3) konzernweit 25 Prozent betragen. In der METRO AG soll der Anteil von Frauen auf den ersten beiden Managementebenen unter dem Vorstand im Kalenderjahr 2017 ebenfalls 25 Prozent erreichen.

Das Mitarbeiternetzwerk Women in Trade (WiT) umfasst mittlerweile rund 290 Mitglieder. Es trägt dazu bei, den Anteil von Frauen in Führungspositionen nachhaltig zu steigern, den internen und externen Dialog zu fördern und bessere Rahmenbedingungen für Frauen im Konzern zu schaffen.

Das Mitarbeiternetzwerk METRO PRIDE für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle hat das Ziel, stärker auf die Themen sexuelle Orientierung und Identität aufmerksam zu machen. Im Juni 2016 war ein Workshop zum Thema „Sexuelle Orientierung und Identität“ Auftakt für das Botschafterprogramm des Netzwerks.

Zum Engagement im Bereich Inklusion und Vielfalt, Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement sowie Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen siehe auch Mitarbeiter im Geschäftsbericht 2015/16

Von den 1.632 auditierten BSCI-relevanten Fabriken haben 86 Prozent das Sozialaudit gemäß BSCI bestanden.

Über MGB Hongkong wurden zusätzlich zu den von der BSCI angebotenen Trainings circa 600 Produzenten geschult.

Siehe Kennzahl Sozialaudits bezogen auf Eigenimporte durch MGB Hongkong und Nichtlebensmitteleigenmarken der Vertriebslinien der METRO GROUP

Der Umsatz mit fair gehandelten Produkten der Vertriebslinien METRO Cash & Carry und Real in Deutschland beträgt knapp 12 Mio. €. In dieser Angabe sind Artikel berücksichtigt, die mit dem Fairtrade- oder GEPA-Label gekennzeichnet sind.

Basierend auf in der Türkei, Polen und Österreich durchgeführten Prüfungen der METRO-Prinzipien zu fairen Arbeitsbedingungen und sozialer Partnerschaft wurde im Berichtsjahr das nächste Projekt gestartet, das eine erweiterte Prüfung der fairen Arbeitsbedingungen und der sozialen Partnerschaft in unseren Märkten und Büros in den Ländern der METRO GROUP vorsieht. Diese erweiterte Prüfung basiert auf den UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und umfasst neben den sieben globalen Prinzipien der METRO zu fairen Arbeitsbedingungen und Sozialpartnerschaft zum Beispiel auch den Datenschutz der Mitarbeiter. Das Projekt startete im Oktober mit der Ukraine als Pilotland.

Die gemeinsame Erklärung im Dezember 2013 der METRO GROUP und der internationalen Gewerkschaftsorganisation UNI Global Union war in diesem Berichtsjahr wieder Basis für die weitere Unterstützung von Management und lokalen Arbeitnehmervertretungen zum Beispiel in Pakistan.

Vertreter des Managements der METRO GROUP nahmen im November 2015 am jährlichen Treffen der UNI METRO Global Union Alliance (der globalen Gewerkschaftsallianz) in Berlin teil, um ihre Einschätzungen zu den Entwicklungen in der METRO GROUP in den verschiedenen Ländern auszutauschen.

Entwicklung und Implementierung interner Leitlinien zur Schaffung beziehungsweise zum Erhalt eines gesunden und sicheren Arbeitsumfelds

Um das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Arbeitssicherheit eine Aufgabe aller Mitarbeiter ist, haben wir uns an der Initiative der International Labour Organization (ILO) beteiligt: Im April 2016 veranstalteten wir unseren ersten internationalen Welttag für Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement.

Zur Vermeidung von Unfällen stehen für uns nach wie vor Arbeitssicherheitstrainings im Fokus. Daher haben wir die Entwicklung unserer eigenen Trainingsbibliothek auch im Geschäftsjahr 2015/16 weiter vorangetrieben. Ein von METRO LOGISTICS entwickeltes Training für den Umgang mit Flurförderfahrzeugen wurde so aufbereitet, dass es international einsetzbar ist.

Der Frauenanteil auf den Managementebenen 1–3 lag zum Stichtag 30. September 2016 bei 17,2 Prozent.

Erfolgreiche externe Prüfung der mitarbeiterbezogenen Kennzahlen

Umweltschutz

Prinzip

Verpflichtungen und Managementsysteme

Maßnahmen 2015/16

Leistungen 2015/16

PRINZIP 7: Vorsorgender Umweltschutz

PRINZIP 8: Förderung einer größeren Verantwortung gegenüber der Umwelt

PRINZIP 9: Verbreitung umweltfreundlicher Technologien

METRO GROUP Umweltpolitik

Energiemanagementsysteme nach ISO 50001

METRO GROUP Klimaschutzziel: Reduzierung der Treibhausgasemissionen pro m2 Verkaufsfläche um 50 Prozent von 330 kg CO2e/m2 im Jahr 2011 auf 165 kg CO2e/m2 im Jahr 2030

Einkaufspolitik für nachhaltige Beschaffung, daneben spezifische Einkaufsleitlinien zu Fisch, Palmöl und Verpackungen

Internationale Standards entlang der Lieferkette (GLOBALG.A.P., IFS)

The Consumer Goods Forum Resolution on Deforestation

The Consumer Goods Forum Resolution on Sustainable Refrigeration

The Consumer Goods Forum Resolution on Food Waste

Mitgliedschaft im Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO)

Mitgliedschaft in der Global Sustainable Seafood Initiative (GSSI)

Dienstwagenrichtlinie mit Anreizsystem für treibstoffärmere Fahrzeuge

Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen über das Energy-Saving Programme und das Energy Awareness Programme in allen Vertriebslinien

F-Gas Exit Programme: Umstellung unserer Kälteanlagen auf natürliche Kältemittel wie CO2 oder Ammoniak

Unterstützung der Verbraucher in Sachen Energieeffizienz und fachgerechte Entsorgung durch entsprechende Informationen und Ratgeber sowie Rücknahme von Elektroaltgeräten bei METRO Cash & Carry, Media-Saturn und Real in Deutschland

Transparente öffentliche Berichterstattung zu Klimawandel und Wasser durch Teilnahme am CDP Climate Programme und CDP Water Programme

Umsetzung der allgemeinen Einkaufspolitik für nachhaltige Beschaffung sowie der spezifischen Einkaufsrichtlinien für Fisch, Palmöl und Verpackungen

Angebot an ökologisch und sozial zertifizierten Produkten

Selbstverpflichtung zur Berichterstattung über Projekte und deren Ziele, Maßnahmen und Kennzahlen zum Thema Kreislaufwirtschaft bis 2018 im Rahmen des Umweltaktions­programms des europäischen Handels (REAP), das von der Europäischen Kommission und europäischen Handelsunternehmen und -verbänden gemeinsam getragen wird

Treibhausgasemissionen pro m2 Verkaufsfläche um 24 Prozent gegenüber 2011 reduziert

Energieverbrauch pro m2 Verkaufsfläche um knapp 1 Prozent gegenüber Vorjahr gesenkt

Treibhausgasemissionen aus Kältemittelverlusten pro m2 Verkaufsfläche um 21 Prozent gegenüber 2011 reduziert

Siehe Kennzahlen Klimabilanz und Status Klimaschutzziel

Wasserverbrauch pro m2 Verkaufsfläche im Vergleich zum Vorjahr mehr als 2 Prozent gestiegen

Erneut erfolgreiche externe Prüfung der Umweltkennzahlen

Energiemanagementsysteme an über 130 Standorten nach ISO 50001 zertifiziert bzw. rezertifiziert. Weitere Standorte in Planung.

BREEAM-Rezertifizierung für Verwaltungsgebäude der METRO GROUP

Eröffnung des ersten METRO Cash & Carry Greenstores in Dongguan, China

Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur im Bereich Elektromobilität

Implementierung eines branchenübergreifenden Rückverfolgbarkeitssystems als Vorsorgeinstrument in Bezug auf illegale Fischerei in verschiedenen Ländern sowie Ausweitung auf weitere Partner

Der Umsatz mit nach EU-Bio-Verordnung zertifizierten Produkten der Vertriebslinien METRO Cash & Carry und Real in Deutschland beträgt 130 Mio. €.

Mit Erzeugnissen aus nachhaltiger Fischerei und Aquakultur erwirtschafteten METRO Cash & Carry und Real in Deutschland einen Umsatz von mehr als 86 Mio. €. Dies sind Produkte mit dem Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) und des Aquaculture Stewardship Council (ASC) sowie mit dem EU-Bio-Label. Mit regionalen Produkten erwirtschaftete Real im abgelaufenen Geschäftsjahr 367 Mio. €. Der Umsatz mit Produkten, die das Label des Forest Stewardship Council® (FSC®) oder des Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC, Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen) tragen, lag bei 13 Mio. €.

Media-Saturn erwirtschaftete mit energieeffizienten Elektrogeräten mehr als 3,2 Mrd. €.

Korruptionsbekämpfung

Prinzip

Verpflichtungen und Managementsysteme

Maßnahmen 2015/16

Leistungen 2015/16

PRINZIP 10: Maßnahmen gegen Korruption

METRO GROUP Geschäftsgrundsätze

Antikorruptionsrichtlinien zum Umgang mit Geschäftspartnern und zum Umgang mit Amtspersonen

Geschäftspartnerfragebögen

OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, verankert in verschiedensten Unternehmensleitlinien

The Supply Chain Initiative (SCI)

Konzernweite Compliance-Kommunikation zur Information der Mitarbeiter in unterschiedlichen Formaten einschließlich der Social-Network-Plattform der METRO GROUP, um compliance-gerechtes Verhalten sicherzustellen und wettbewerbswidriges Verhalten präventiv zu verhindern

Implementierung eines internen Kontrollsystems zur Steuerung von Compliance-Risiken innerhalb operativer Abläufe, einschließlich systemischer Kontrollen, Vieraugenprinzip und Funktionstrennung

  • Regelmäßiges Monitoring interner Kontrollen in operativen Prozessen
  • Implementierung interner Kontrollen in weiteren Prozessen zu zentralen Compliance-Themen (z. B. Antikorruptionsmaßnahmen)

Due-Diligence-Prüfungen von Geschäftspartnern auf Grundlage der Antikorruptionsrichtlinie durch Geschäftspartnerfragebögen

Aufnahme einer Anti-Korruptions-Klausel in Verträge mit Geschäftspartnern

Externe Auditierung des Compliance-Management-Systems der METRO GROUP

Beispiele für interne Kommunikationsmaßnahmen:

  • Compliance Talks
  • Compliance-Präsenz auf dem Social-Network der METRO GROUP
  • Campus Hour: Informations-Event am Campus Düsseldorf

Beispiele für externe Kommunikationsmaßnahmen:

  • Mitgliedschaft und Mitwirkung in der „Alliance for Integrity“, einer Antikorruptionsinitiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie des United-Nations-Global-Compact-Netzwerks

Optimierung des Trainingsmanagements für eine bessere Anpassung aller Trainings aus dem Bereich Corporate Legal Affairs & Compliance und zur Sicherstellung eines ausreichenden Schulungsangebots für die Zielgruppe mit definierten verpflichtenden Trainings

Umsetzung eines Anti-Korruptions-Trainings gemäß dem Trainingsmanagement der METRO GROUP für die entsprechende Zielgruppe

  • Im Finanzjahr 2015/16 sind in 84 Prozent der anvisierten Unternehmenseinheiten, mithin über 90 Prozent der Mitarbeiter und Führungskräfte zum Thema Antikorruptionsmaßnahmen geschult worden.
  • Im gleichen Zeitraum sind in 16 Prozent der anvisierten Einheiten weniger als neunzig Prozent der Mitarbeiter und Führungskräfte zum Thema Antikorruptionsmaßnahmen trainiert worden. Maßnahmen zur Verbesserung dieser Trainingsraten sind bereits initiiert worden.
  • Darüber hinaus: Schulung der neuen Mitarbeiter, welche in Risiko-basierten Funktionen tätig sind (zum Beispiel Einkäufer)

Governance aller Einheiten der METRO GROUP, welche durch die Abteilung Corporate Legal Affairs & Compliance gesteuert werden