»Reparatur an sich ist schon nachhaltig.«

Wesentlichkeit Ursachen­bekämpfung statt Auswirkungs­bekämpfung

Moritz Zyrewitz

Gründer kaputt.de

Moritz Zyrewitz Büro (Foto)

Moritz Zyrewitz Reparatur an sich ist schon nachhaltig. kaputt.de

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Für uns bedeutet Wesentlichkeit: Ursachenbekämpfung statt Auswirkungsbekämpfung. » «

Moritz Zyrewitz ist einer der Gründer von kaputt.de. Das von ihm und zwei Freunden 2014 entwickelte Portal bietet Informationen und Services im Bereich Elektronik, Reparatur und Entsorgung. Es zeigt dabei drei Möglichkeiten auf: nach Anleitung selbst reparieren, einen Reparaturdienst beauftragen oder sich für den Neukauf inklusive Verkauf oder Entsorgung des Altgeräts entscheiden. kaputt.de war Teilnehmer des Tech Accelerator SPACELAB von Media-Saturn und kooperiert mittlerweile mit mehr als 100 Standorten von Media Markt und Saturn.

Portrait Moritz Zyrewitz (Foto)
Team kaputt.de (Foto)
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Reparatur an sich
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Herr Zyrewitz, wie ist die Idee für das Start-up kaputt.de entstanden?

Wer sein Handy selbst reparieren möchte, findet im Internet zahlreiche Videos und Anleitungen. Wir wollten dieses Wissen bündeln in einer Art Wikipedia für Anleitungen. Damit haben wir einen Preis gewonnen und konnten unser Konzept verfeinern. Und da nicht jeder das Händchen oder die Zeit zum Reparieren hat, bieten wir Besuchern unserer Plattform auch Infos zu Reparaturdiensten.

Ihr Motto lautet „Einfach reparieren“. Aber warum sollten wir das überhaupt tun?

Für unsere Nutzer gibt es drei Gründe: Es ist erstens ökonomisch sinnvoll, weil ich mir so die Kosten für ein neues Gerät sparen kann. Zweitens ist es ökologisch wertvoll, weil ich durch die Reparatur den Produktlebenszyklus meines Handys verlängere und Elektroschrott vermeide. Der dritte Grund ist die Neugierde, ein Produkt, das ich tagtäglich ganz selbstverständlich benutze, auch etwas besser zu verstehen.

Würden Sie kaputt.de als ein nachhaltiges Unternehmen bezeichnen?

Zunächst einmal ist kaputt.de ein ganz normales Unternehmen, das durch seine Unternehmenswerte und seine Produkte korrekt und nachhaltig ist. Wir möchten in unserem Segment den Menschen eine Alternative zum Wegwerfen bieten. Reparatur an sich ist ja schon nachhaltig. Wenn wir hochrechnen, dass in den letzten 1,5 Jahren gut 50.000 Telefone mit unserer Hilfe repariert wurden, dann konnten wir etliche Tonnen Elektroschrott vermeiden. Das ist unser Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Was sind die nächsten Ziele und Herausforderungen für kaputt.de?

Ziel ist es, unsere Markenbekanntheit zu steigern und unsere Produktpalette zu erweitern: Wenn kaputt.de schon mein Smartphone gut repariert, warum dann nicht auch meine Kaffee- oder Waschmaschine? Wir wollen wachsen und bald schwarze Zahlen schreiben. Wachstum bringt aber auch die Herausforderung mit sich, ein größeres Team zu managen und zu schauen, dass es langfristig erfolgreich am Markt bestehen kann.

Und dabei das beizubehalten, was kaputt.de ursprünglich ausmacht …

… absolut. Die Leute sollen auch künftig sagen: Hey, kaputt.de ist eine echte Entscheidungshilfe – kann ich mein Elektrogerät selbst reparieren, soll ich es reparieren lassen oder muss ich mir ein neues kaufen? kaputt.de ist eben ein ehrlicher Vermittler und transparenter Verbraucherschützer, mit dem ich Zeit und Geld spare.

Einfach reparieren lassen: Nutzer, die ihr Smartphone nicht selbst reparieren wollen, finden auf der Plattform kaputt.de eine Übersicht über lokale Reparaturdienste.

Reparatur Smartphone (Foto)
Besprechung Whiteboard (Foto)
Reparatur Laptop (Foto)

Start-up-Team mit Ambitionen: Frederico dos Reis, Moritz Zyrewitz, Tobias Kronawitter und Joseph Hufnagl sind die Köpfe hinter kaputt.de

Team kaputt.de Terrasse (Foto)