Handlungsfeld Sortiment

Mission: Unsere Kunden sollen bei uns mit gutem Gewissen einkaufen können. Wir setzen uns für einen schonenden Umgang mit Rohstoffen und Ressourcen ein. Mensch, Tier und Natur sollen dabei geachtet und geschützt werden.

Über einwandfreie Qualität und Produktsicherheit hinaus trägt Real als Vollsortimenter mit bis zu 80.000 Produkten eine besondere Verantwortung. Aspekte wie nachhaltiger Konsum, Ressourcenschonung, soziale Arbeitsbedingungen und Tierwohl spielen bei der Sortimentsgestaltung von Real zunehmend eine entscheidende Rolle. Die folgenden vielfältigen Aktivitäten für ein nachhaltiges Sortiment verdeutlichen den umfassenden Ansatz, den Real verfolgt. So hat Real eine CSR-Einkaufsrichtlinie verabschiedet mit dem Ziel, bis 2019 30 Prozent des Umsatzes mit nachhaltigen Produkten zu erwirtschaften.

Da die Potenziale und Voraussetzungen der einzelnen Produktgruppen sowie die Möglichkeiten, nachhaltige Produkte zu beschaffen, unterschiedlich sind, gibt es für jeden Bereich angepasste Ziele, die dann alle gemeinsam auf das Gesamtziel einzahlen.

Produktsicherheit, Qualität und Rückverfolgbarkeit

Durch die Implementierung und Einhaltung international anerkannter Qualitätsstandards wie QS und IFS stellt Real sicher, dass die Lebensmittel im Sortiment einwandfrei und sicher sind. Mithilfe von Lieferantenaudits, Laboruntersuchungen und Lagerkontrollen wird die Qualität der Produkte sorgfältig geprüft. Real gibt von der Herstellung bis zum Verkauf hohe Standards vor, die in vielen Fällen über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.

Einhaltung von Sozialstandards

Flankierend zur Sicherstellung der Qualität und Umweltverträglichkeit der Produkte liegt ein besonderer Fokus auf der Berücksichtigung sozialer Aspekte bei einer nachhaltigen Sortimentsgestaltung. Von allen Geschäftspartnern erwartet Real, dass sie soziale Mindeststandards einhalten. Das Unternehmen verpflichtet seine Lieferanten vertraglich zur Einhaltung der Richtlinien der International Labour Organization (ILO). Das strikte Verbot von Zwangsarbeit, Kinderarbeit und jeglicher Form von Ausbeutung ist ein grundlegender Bestandteil der Vereinbarungen.

Mit Lieferanten von Eigenmarken aus dem Nichtlebensmittelbereich ist zudem die Einhaltung der Sozialstandards der Business Social Compliance Initiative (BSCI) in Risikoländern und des Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh vertraglich festgelegt. Real akzeptiert auf Basis dieser Richtlinien ausschließlich Lieferanten mit guten Auditergebnissen. Beide Initiativen setzen sich für eine dauerhafte Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Drittländern ein. Seit 2015 ist Real darüber hinaus Mitglied im Bündnis für nachhaltige Textilien, das ähnliche Ziele verfolgt.

ACCORD, Bildnachweis: real,- SB-Warenhaus GmbH (Grafik)
BSCI, Bildnachweis: real,- SB-Warenhaus GmbH (Grafik)
Bündnis für nachhaltige Textilien, Bildnachweis: real,- SB-Warenhaus GmbH (Grafik)

Das Unternehmen erweitert zudem sein Sortiment stetig um Produkte, die Nachhaltigkeitsstandards wie Fairtrade, GEPA oder Naturland Fair erfüllen. Diese Organisationen setzen sich für soziale Bedingungen in der Lieferkette ein. Bis 2020 will Real den mit fair gehandelten Produkten erzielten Umsatz um 100 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 2013/14 steigern. Im Geschäftsjahr 2015/16 konnte der Umsatz im Vergleich zum Basisjahr 2013/14 bereits um 53,6 Prozent gesteigert werden.

Dachmarke „Handeln aus Verantwortung“

Real hat den Anspruch, seinen Kunden einen nachhaltigen Einkauf zu ermöglichen und ihnen hierbei eine optimale Orientierung zu bieten. Daher fasst das Unternehmen Produkte, die besonders umwelt- oder sozialverträglich sind und entsprechenden Standards genügen, unter dem Dachlabel „Handeln aus Verantwortung“ zusammen. Dazu zählen Artikel, bei denen das Nachhaltigkeitsengagement deutlich über dem von vergleichbaren Produkten liegt. Kunden finden bei Real entsprechende Artikel aus verschiedenen Produktgruppen, darunter beispielsweise Textilprodukte der Eigenmarke „real,- QUALITY“, die nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) sowie nach dem STANDARD 100 by OEKO-TEX® zertifiziert sind.

Regionales Sortiment „Gutes aus der Heimat“

Gutes aus der Heimat (Foto)

Um Kunden auch beim Thema Regionalität eine verlässliche Orientierungshilfe zu bieten, kennzeichnet Real Produkte aus der Region mit dem Logo „Gutes aus der Heimat“. Mehr als 21.000 Artikel – angefangen bei Milchprodukten über Konserven bis hin zu Frischwaren – tragen dieses Logo. Vor allem Obst und Gemüse sowie Wurstwaren kommen dabei aus einem Umkreis von rund 60 bis 100 Kilometer Entfernung zum jeweiligen Real-Hypermarkt.

Insbesondere im Bereich Obst und Gemüse wurde das Thema gezielt mit Marktaktionen und Handzettelwerbung forciert.

Produkte aus Permakultur

Permakultur (Foto)

Real strebt an, das konventionelle Sortiment an Obst und Gemüse nach und nach umzustellen und zunehmend Produkte aus Bioanbau sowie aus permakultureller Landwirtschaft anzubieten. Der Anbau von Obst und Gemüse in Permakultur schont die Umwelt wie auch die Ressourcen und gilt daher als besonders nachhaltig und zukunftsweisend.

Permakultur

Permakultur ist eine Form des ökologischen Landbaus. Obst und Gemüse werden dabei im Einklang mit der Natur und auf Basis von funktionierenden Kreisläufen angebaut. Auf diese Weise sollen die negativen Wechselwirkungen der modernen, konventionellen Landwirtschaft vermieden werden.

Permakultur

  • verzichtet auf jeglichen Einsatz von chemisch-synthetischem Dünger, Pestiziden und Fungiziden und geht damit noch einen Schritt weiter als der ökologische Anbau von Lebensmitteln und EU-Bioprodukten,
  • ist frei von Behandlungsmitteln,
  • fördert den Aufbau der Humusschicht im Boden, die ein wichtiger CO2-Speicher ist und die Bodenfruchtbarkeit erhöht,
  • trägt durch den Anbau in Mischkultur zum Erhalt von Artenvielfalt, Natur und Lebensräumen bei und
  • pflegt einen sparsamen Umgang mit Wasser.

Mehr: Permakultur-Beirat

Das dreiköpfige Gremium des Permakultur-Beirats – Experten und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen – setzt sein Wissen dafür ein, Permakultur im Sinne der Umwelt und des Verbrauchers zu etablieren und so eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern, von der alle gleichermaßen profitieren.

Dem Beirat gehören an:

  • Georg Abel, Bundesgeschäftsführer Die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V.
  • Udo Gattenlöhner, Geschäftsführer Global Nature Fund
  • Dr. Immo Fiebrig, Centre for Agroecology, Water and Resilience, Coventry University, UK

Seit Dezember 2014 führt Real Produkte aus permakulturellem Anbau im Sortiment. Real startete zunächst mit einem Angebot bestehend aus Granatäpfeln, Kumquats, Orangen und Avocados, die mit dem Real-Permakultur-Logo gekennzeichnet sind, und baut dieses Sortiment kontinuierlich aus. Wichtige Herkunftsländer sind vor allem Italien, Spanien und Deutschland.

Enger Kooperationspartner und Exklusivlieferant des Permakultur-Sortiments bei Real ist die Lehmann Natur GmbH. Der Lieferant für Bioobst und -gemüse aus Mönchengladbach bezieht Permakultur-Produkte unter anderem von Anbauflächen des Firmengründers Friedrich Lehmann in Spanien.

Um sowohl die Mitarbeiter als auch die Kunden und die Öffentlichkeit über das Thema Permakultur zu informieren, setzt Real flankierend zur Einführung und Erweiterung des Sortiments auf umfassende Kommunikationsmaßnahmen. Sowohl auf der eigenen Website als auch in Broschüren, Themenheften, Pocket Guides und Zeitungsbeilagen bietet das Unternehmen Informationen und Hintergründe zum permakulturellen Anbau, zu den Vorteilen für Kunden und zu den Zielen, die Real mit seiner nachhaltigen Sortimentserweiterung verknüpft.

2016 wurde daher auch der Permakultur-Beirat gegründet, der die interne und externe Kommunikation mit den verschiedenen Anspruchsgruppen gezielt fortführt und bei der Zulassung neuer Lieferanten und Produkte auf Basis der festgelegten Standards berät.

Ausbau des Biosortiments

Einen wichtigen Schritt zum Ausbau des Angebots an Bioprodukten hat Real Mitte Oktober 2015 mit der Umstellung des Bananensortiments getätigt. Real setzt seitdem auf die Biobanane. Deutschlandweit wurde die konventionelle Markenbanane in allen Hypermärkten durch eine Biobanane aus schonendem und umweltfreundlichem Anbau ersetzt. Insgesamt führt Real rund 2.600 Bioartikel im Sortiment. Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, eine Umsatzsteigerung von 15 Prozent bis 2020 zu erreichen. Mit Abschluss des Geschäftsjahres 2015/16 konnte Real mit dem Verkauf von Bioprodukten eine Umsatzsteigerung von 11,4 Prozent bezogen auf das Basisjahr 2013/14 erzielen.

Fett-, zucker- und salzreduzierte Produkte

Ein nachhaltiges Sortiment zu gestalten, heißt für Real auch, gesunde Produkte anzubieten. Im Sinne der Verbrauchergesundheit hat sich das Unternehmen im Rahmen einer Einkaufsleitlinie das Ziel gesetzt, bis 2017 bei rund 150 Eigenmarkenprodukten den Anteil von Fett, Zucker und Salz zu reduzieren. Im Fokus stehen dabei vor allem Lebensmittel für Kinder und Jugendliche. Das Unternehmen reduzierte zum Beispiel beim Tomatenketchup von „real,- QUALITY“ den Zuckeranteil um 30 Prozent im Vergleich zur alten Rezeptur. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden bereits 81 Produkte auf diese Weise verändert.

Nachhaltiger Fischeinkauf

Damit zukünftige Generationen nicht auf den Genuss von Fisch verzichten müssen und viele Menschen ihre Existenz- und Lebensgrundlage behalten, müssen konkrete Maßnahmen für einen schonenden Umgang mit Fischen und Meerestieren ergriffen werden. Gemeinsam mit Lieferanten und Stakeholdern entwickelt Real eine Vielzahl von Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die zu einer umwelt- und sozialverträglichen Fischereiwirtschaft beitragen. Die Einkaufspolitik „nachhaltiger Fischeinkauf“ regelt den Einkauf von Frischfisch, Fischprodukten und Produkten mit Fisch als Bestandteil inklusive Tiernahrung. So erweitert das Unternehmen schrittweise das Sortiment an nachhaltigen Fischprodukten gemäß einheitlichen, international anerkannten und nachhaltigen Standards und Labels. Dazu zählen die Zertifizierungen gemäß Marine Stewardship Council (MSC) bei Wildfangprodukten beziehungsweise gemäß GLOBALG.A.P., Bio-Siegel und Aquaculture Stewardship Council (ASC) bei Aquakulturprodukten. Zudem schließt Real Produkte aus illegaler Fischerei und kritisch gefährdete Fischarten aus seinem Sortiment aus und fördert den Einsatz schonender Fangmethoden.

Ziel von Real ist es, bis 2020 den mit nachhaltigem Fisch erwirtschafteten Umsatz um 10 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 2013/14 zu steigern. Im Geschäftsjahr 2015/16 erzielte das Unternehmen im Vergleich zum Basisjahr 2013/14 eine Steigerung von 2,3 Prozent.

Kakao aus zertifiziertem und nachhaltigem Anbau

Um dauerhaft die Lebensbedingungen von Kakaokleinbauern zu verbessern und natürliche Ressourcen zu schonen, richtet Real seine Beschaffung von kakaohaltigen Eigenmarkenprodukten an Nachhaltigkeitskriterien aus. Als nachhaltig produziert gilt Kakao für das Unternehmen, wenn die Zertifizierungskriterien einer der drei international anerkannten Standards Fairtrade, Rainforest Alliance oder UTZ Certified erfüllt sind. Erste wichtige Erfolge hat Real im Geschäftsjahr 2015/16 bereits erzielt: Seit Ende 2015 wird für alle Eigenmarkenprodukte ausschließlich Kakao verwendet, der die genannten internationalen Standards erfüllt und gemäß der Lieferkettenoption „Mass Balance“ beschafft wurde. Das bedeutet, dass die zur Herstellung des Endprodukts nötige Kakaomenge zertifiziert eingekauft wird, innerhalb der Lieferkette jedoch zertifizierter und nicht zertifizierter Kakao kontrolliert vermischt werden. Im Endprodukt ist zertifizierter Kakao somit nur anteilig enthalten. Aufgrund der Zielerreichung im Jahr 2015 wurde die Einkaufsleitlinie im Jahr 2016 überarbeitet und ein neues Ziel gesetzt: Die Verwendung von zertifiziertem Kakao soll nach und nach auf die Modelle „Segregation“ oder „Identity Preserved“ umgestellt werden, sofern die Marktsituation dies zulässt. „Segregation“ bedeutet, dass der zertifizierte Kakao mehrerer Plantagen beziehungsweise Kooperationen zusammengefasst und entlang der Lieferkette von konventionellen Warenströmen getrennt gehandelt wird. „Identity Preserved“ beschreibt das anspruchsvollste Lieferkettenmodell, das eine vollständige Rückverfolgbarkeit des Kakaos bis zur Plantage ermöglicht.

Nachhaltiges Palmöl

Palm(kern)öl ist dank seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten für verschiedenste Produktgruppen sowie seiner hohen Ertragsfähigkeit das derzeit wichtigste pflanzliche Öl im Konsumgüterbereich. Die kontinuierlich steigende weltweite Nachfrage danach führt dazu, dass große Areale tropischer Wälder gerodet werden, um Plantagen anzulegen, und damit zu immensen negativen Umweltauswirkungen sowie der Vertreibung indigener Völker. Die riesigen Monokulturen zerstören außerdem den Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten und bedrohen die biologische Vielfalt. Zugleich ist Palmöl jedoch ein schwer zu ersetzender Rohstoff und die Palmölindustrie bildet in vielen Ländern die Lebensgrundlage von Kleinbauern.

Gemeinsam mit Lieferanten und Stakeholdern setzt sich Real daher für die Förderung des nachhaltigen Ölpalmanbaus ein. Die Einkaufsleitlinie Palmöl von Real bildet eine wichtige Grundlage für den Einkauf von Eigenmarkenprodukten, die Palmöl beziehungsweise Palmkernöl enthalten.

Auch in diesem Bereich hat das Unternehmen ein wichtiges Etappenziel bereits erreicht: Seit Ende 2015 werden bei der Herstellung von Lebensmitteleigenmarkenartikeln entweder nachhaltiges Palm- beziehungsweise Palmkernöl oder alternative Rohstoffe verwendet oder es wird im Rahmen des Zertifikathandels der Anbau von nachhaltigem Palmöl gefördert. Anlässlich der Zielerreichung im Jahr 2015 hat sich Real nun ein neues Ziel gesetzt: Einsatz von 100 Prozent Palmöl beziehungsweise Palmkernöl nach den Lieferkettenmodellen „Identity Preserved“ oder „Segregation“ für Lebensmitteleigenmarkenprodukte bis 2025. Zusätzlich soll auch das Eigenmarkensortiment an Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln sowie Kosmetikprodukten auf nachhaltiges Palmöl umgestellt werden.

Nachhaltige Holz- und Papierprodukte

FSC Logo, Bildnachweis: real,- SB-Warenhaus GmbH (Grafik)

Die fortschreitende Entwaldung trägt mit rund einem Fünftel zum Treibhausgaseffekt bei. Um dieser Entwicklung zu begegnen, engagiert sich Real aktiv für den Klima- und Umweltschutz. Dazu hat das Unternehmen im April 2016 unter anderem eine Einkaufsleitlinie für Holz- und Papierprodukte veröffentlicht. Bis Ende 2020 sollen für alle Eigenmarken, Kundenserviceartikel und Produkte zum internen Verbrauch nachhaltiges Papier und Holz eingekauft werden, sofern sie gewichtsmäßig einen Holz- beziehungsweise Papieranteil von mindestens 50 Prozent haben. Als nachhaltig definiert die Einkaufsleitlinie von Real dabei Holz- und Papierprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschaft sowie aus Recyclingmaterial und auch Produkte, die nicht auf der Liste der Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora (CITES) beziehungsweise auf der Liste der International Union for Conservation of Nature (IUCN) stehen.

Kunden finden in den Hypermärkten von Real eine Vielzahl nachhaltiger Hygieneprodukte, Produktverpackungen, Schreibwaren, Spielwaren, Kleinmöbel und Haushaltswaren. Gartenmöbel sind bereits zu 100 Prozent nachhaltig zertifiziert. In der eigenen Verwaltung setzt Real Recycling- und/oder Druckerpapier ein, das den Standards des Forest Stewardship Council® (FSC®) entspricht.

Engagement für Tierschutz

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Tierschutz (Foto)

Über Umwelt- und Sozialverträglichkeit seines Sortiments hinaus hat Real das Ziel, ausschließlich Produkte tierischer Herkunft zu vermarkten, für deren Herstellung Tiere artgerecht gehalten und geschlachtet werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, definierte das Unternehmen 2016 eine selbstverpflichtende Einkaufsleitlinie. Zu ihren Kriterien zählt unter anderem die kontinuierliche Ausweitung des Sortiments mit Standards, die zu verbesserter Tierhaltung beitragen. So finden Kunden bei Real seit Mitte 2016 zum Beispiel tierische Produkte mit dem Logo „Nature & Respect“. Die Tiere erhalten gentechnikfreie Futtermittel und verbringen mindestens die Hälfte ihres Lebens im Freien. Darüber hinaus bietet Real in rund 90 Hypermärkten Produkte mit dem Label des Deutschen Tierschutzbunds „Für mehr Tierschutz“ an und ist Mitglied der Initiative Tierwohl.

Mehr: Verbesserte Tierhaltung

Real strebt an, die Haltungsbedingungen von Milchvieh und Legehennen zu verbessern, und setzt sich für die Vermeidung des Schnabelkürzens bei Legehennen ein. Bereits seit Anfang 2015 vertreibt Real Schaleneier von Legehennen, deren Schnäbel nicht gekürzt wurden; seit 2016 werden diese Eier auch unter der Eigenmarke „real,- QUALITY“ angeboten. Bereits seit 2009 führt Real ausschließlich Schaleneier aus alternativen Haltungsformen und mit KAT-Zertifizierung. Zusätzlich enthalten alle Eigenmarkenprodukte mit einem relevanten Eianteil von 1 Prozent ausschließlich Eier aus alternativen Haltungsformen. Für dieses Engagement wurde Real 2009 und 2015 mit dem „Good Egg Award“ der britischen Tierschutzorganisation Compassion in World Farming ausgezeichnet.

Auch in anderen Bereichen arbeitet das Unternehmen mit seinen Lieferanten zusammen, um die Aufzuchtbedingungen bei Tieren nachhaltig zu verbessern. Ein wichtiges Projekt ist die Verbesserung der Kaninchenhaltung. Seit 2011 verkauft Real ausschließlich Kaninchen aus Bodenhaltung. Darüber hinaus wurden weitere Kriterien entwickelt, die Produzenten bei der Aufzucht und Haltung von Kaninchen einhalten müssen. Diese Kriterien umfassen unter anderem detaillierte Anforderungen an die Besatzdichte, den Auslauf, das Beschäftigungsmaterial, die Gruppenhaltung und die Fütterung von Kaninchen. Für sein vorbildhaftes Engagement erhielt Real 2016 von Compassion in World Farming die Auszeichnung „Good Rabbit Award“.

Veganes und vegetarisches Sortiment

Veganes und vegetarisches Sortiment (Foto)

Sich dem Tierschutz zu verschreiben, heißt für Real auch, das Sortiment an veganen und vegetarischen Produkten konsequent auszubauen. Dazu stehen wir im engen Kontakt mit der Albert Schweitzer Stiftung, die sich für Tierschutz sowie die weitere Verbreitung der veganen Lebensweise einsetzt.

Derzeit bietet Real rund 2.000 vegane und vegetarische Produkte an, die unter anderem durch Hinweisschilder am Regal für die Kunden gekennzeichnet sind. Im Vergleich zum Basisjahr 2013/14 stieg der Umsatz an veganen und vegetarischen Produkten um 18,1 Prozent. Damit wurde das Ziel der Umsatzsteigerung um 20 Prozent bis 2020 (Basis Geschäftsjahr 2013/14) bereits annähernd im Geschäftsjahr 2015/16 erreicht.

Außerdem bietet das Unternehmen seit März 2016 die ersten Eigenmarkenprodukte an, die das Logo „Ohne Gentechnik“ tragen. Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) vergibt die Kennzeichnung für Produkte nach strengen Anforderungen.