Nachhaltiger Konsum

Unsere Vertriebslinien handeln mit dem Ziel, Mehrwert für ihre Kunden zu generieren schaffen. Ihre spezifischen Angebote aus Produkten und Dienstleistungen sind so beschaffen, dass sie optimal auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse der privaten wie gewerblichen Käufer zugeschnitten sind. Waren und Dienstleistungen müssen dabei nicht nur hinsichtlich Qualität und Sicherheit überzeugen. Auch ihre Sozial- und Umweltverträglichkeit – von der Herstellung und Beschaffung über die Nutzungsphase bis hin zur Entsorgung – wird zunehmend zum entscheidenden Kriterium. Daher setzen wir konsequent auf Maßnahmen, mit denen wir Einfluss auf diese Aspekte nehmen und einen hohen Grad an Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette schaffen können.

Nachhaltige und transparente Beschaffung

Unser Ziel ist es, Produkte bezogen auf ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte nachhaltig zu beschaffen. Unsere produktübergreifende Einkaufspolitik zur nachhaltigen Beschaffung bildet dazu die Grundlage.

Thema

Ziele

Status
Zielerreichung

Maßnahmen

Status
Maßnahmen

NACHHALTIGE BESCHAFFUNG
UND SORTIMENTS-GESTALTUNG

Bis 2015 werden wir Prozesse definiert haben, um die Nachhaltigkeitswirkung der Eigenmarkenprodukte der METRO GROUP Vertriebslinien zu bewerten. Über die kontinuierliche Umsetzung unserer allgemeinen METRO GROUP Einkaufspolitik für nachhaltige Beschaffung werden wir in Zukunft alle unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten relevanten Produktkategorien bearbeiten.


Ziel erreicht

Die Beurteilung der gesellschaftlichen und umweltrelevanten Auswirkungen des Eigenmarkenportfolios von METRO Cash & Carry entlang der Lieferkette ist abgeschlossen. Die Bewertung erfolgte auf den Ebenen der Rohstoffe, Produkte und Produktgruppen sowie unter Berücksichtigung international gebräuchlicher Bewertungskriterien in Bezug auf soziale und ökologische Auswirkungen.

Ziel dieses Prozesses war, Basisanforderungen festzulegen und das Lieferketten- und Beschaffungsmanagement für relevante Kategorien nachhaltiger zu gestalten. Dies haben wir mit unseren Richtlinien umgesetzt.

Durch die Bewertung des Produktportfolios, das Definieren von Minimumstandards und das Festlegen spezifischer Leistungskennzahlen (KPIs) ist METRO Cash & Carry in der Lage, den Anforderungen an ein nachhaltigeres Sortiment gerecht zu werden.


Maßnahme beendet

Für Transparenz in Bezug auf die genutzten Ressourcen und die Beschaffung von Produkten sorgen wir zudem durch direkte Beziehungen zu unseren Geschäftspartnern. Auch unsere branchenübergreifende internationale Rückverfolgbarkeitslösung, die wir gemeinsam mit weiteren Händlern, namhaften Partnern und der Standardisierungsorganisation GS1 Germany entwickelt haben, trägt hierzu bei. Sie ermöglicht es, relevante Daten – etwa zu Produkten und Lieferanten – elektronisch zu erfassen und über eine Softwareplattform zusammenzuführen. So wird der Zugriff auf diese Informationen für Kunden und andere Nutzer deutlich einfacher und zuverlässiger. Zudem wird gewährleistet, dass unsere gewerblichen Kunden wiederum ihren Kunden Auskunft zur Herkunft und Beschaffenheit der Waren geben können.

Thema

Ziele

Status
Zielerreichung

Maßnahmen

Status
Maßnahmen

NACHHALTIGE
BESCHAFFUNG
UND SORTIMENTS­GESTALTUNG/NACHHALTIGER KONSUM

Die METRO GROUP initiiert und fördert die Entwicklung einer internationalen, branchenübergreifenden und produktumfassenden technischen Lösung zur Rückverfolgbarkeit.


in Bear­beitung

Nach erfolgreicher Implementierung der Rückverfolgbarkeitslösung PRO TRACE in den Produktkategorien Fisch und Fleisch bei METRO Cash & Carry Deutschland startete Anfang 2015 die Einführung in weiteren Ländern. Derzeit sind zehn Länder sowie die internationalen Einkaufsbüros Teil des Projekts; Ungarn, Spanien, Frankreich, Tschechien und die Türkei sind bereits erfolgreich in der Pilotphase. Weitere vier Länder bereiten diese Pilotierung vor. 2017 sollen weitere Länder sowie weitere interessierte Lieferanten aus ausgewählten Sortimentsbereichen in das Projekt auf internationaler Ebene einbezogen werden.
METRO Cash & Carry Deutschland hat das Pilotprojekt in der Kategorie Obst und Gemüse erfolgreich abgeschlossen.


Maßnahme fortlaufend

Darüber hinaus setzen wir zur besseren Kundenorientierung auf Labels, die für die Zertifizierung nach bestimmten Nachhaltigkeitsstandards bürgen. Auch unsere Eigenmarken kennzeichnen wir entsprechend. Begleitend stellen wir in unseren Märkten Informationen zur Verfügung und treten mit unseren Kunden in Dialog. So unterstützen und fördern wir den verantwortungsbewussten Konsum unserer Kunden.

Nachhaltiges Sortiment

Im Sortiment unserer Vertriebslinien finden sich beispielsweise Artikel aus fairem Handel sowie Lebensmittel, die mit dem europäischen Biosiegel gekennzeichnet sind. Im Geschäftsjahr 2015/16 betrug der Umsatz von METRO Cash & Carry und Real in Deutschland mit fair gehandelten Produkten fast 12 Mio. €. In dieser Angabe sind Artikel berücksichtigt, die mit dem Fairtrade- oder GEPA-Label gekennzeichnet sind. Mit Produkten, die nach EU-Bio-Verordnung zertifiziert sind, setzten unsere Vertriebslinien deutschlandweit im gleichen Zeitraum insgesamt 130 Mio. € um. Ebenso bietet unser Sortiment Erzeugnisse aus nachhaltiger Fischerei und Aquakultur. Darunter verstehen wir Produkte mit dem Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) und des Aquaculture Stewardship Council (ASC) sowie mit dem EU-Bio-Label. Im Geschäftsjahr 2015/16 erwirtschafteten METRO Cash & Carry und Real in Deutschland mit ihrem nachhaltigen Fischsortiment einen Umsatz von mehr als 86 Mio. € (Vorjahr 81 Mio. € mit diesen Standards). Mit regionalen Produkten erwirtschaftete Real 367 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Verstärkt bietet die Vertriebslinie ihren Kunden Produkte aus nachhaltiger Forstwirtschaft an. Der Umsatz mit Produkten, die das Label des Forest Stewardship Council® (FSC®) oder des Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen, PEFC) tragen, lag bei über 13 Mio. €. Media-Saturn erwirtschaftete mit energieeffizienten Elektrogeräten gruppenweit mehr als 3 Mrd. €. Aufgrund des gesteigerten Interesses unserer Kunden an nachhaltigeren Produkten und den damit verbundenen Potenzialen für unser Geschäft arbeiten wir weiter daran, die Anteile nachhaltigerer Produkte in unserem Sortiment zu erhöhen. Konkret hat beispielsweise Real eine CSR-Einkaufsrichtlinie verabschiedet mit dem Ziel, bis 2019 30 Prozent des Umsatzes mit nachhaltigen Produkten zu erwirtschaften. Besonderer Fokus liegt dabei auf regionalen Produkten, Obst und Gemüse aus permakulturellem Anbau sowie Projekten zum Thema Tierwohl.

Die Kennzahlen im Verantwortungsbereich nachhaltiger Konsum finden sich im Kapitel Kennzahlen & Ziele.

Reduzierung und Vermeidung von Abfall

Auch verantwortungsbewusster Konsum ist mit dem Ge- und Verbrauch von Ressourcen verbunden. Daher sehen wir es als unsere Aufgabe, die daraus entstehenden Abfälle möglichst gering zu halten. Uns ist es wichtig, innovative Fertigungs- und Rückgewinnungstechnologien zu fördern und dabei in Kreisläufen zu denken. Da sich die Produkte und Verpackungen zum Ende ihrer Nutzungsphase bei unseren Kunden befinden, beraten wir diese bei der Frage der Entsorgung: Wir sensibilisieren unsere Kunden an ausgewählten Standorten für das Thema Ressourcen, informieren über Abfallvermeidung und schaffen Anreize und Möglichkeiten für die fachgerechte Entsorgung. So tragen wir dazu bei, dass Reststoffe wieder zu Rohstoffen werden.

Beispielhaft hierfür ist unser Engagement im Rahmen des Retailers’ Environmental Action Programme (REAP). Die gemeinsame Plattform großer europäischer Handelsunternehmen und der Europäischen Kommission (Generaldirektion Umwelt) dient dazu, Erfahrungswerte auszutauschen und beispielhafte Projekte im Bereich Umwelt- und Ressourcenmanagement vorzustellen. Am aktuellen REAP-Mandat, das von 2016 bis 2018 läuft und sich dem Thema Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) widmet, beteiligen sich die Vertriebslinien der METRO GROUP mit verschiedenen Zielen und Maßnahmen, die zur Erreichung einer Kreislaufwirtschaft beitragen sollen. Dazu zählen unter anderem:

  • Die Einrichtung von Sammelstellen für genutzte Kochfette und -öle zur Wiederverwendung als Energieträger
  • Der Verzicht auf die Ausgabe kostenfreier Plastiktüten, um den Einsatz von Ressourcen zu reduzieren
  • Die Entwicklung eines Kundenleitsystems für Produkte, die unter Nachhaltigkeitsaspekten empfehlenswert sind, um bewusste Kaufentscheidungen zu unterstützen

Eine Übersicht über alle Ziele findet sich auf der Website der Europäischen Kommission.