42. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 (Kapitalflussrechnungen) zeigt, wie sich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben.

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten umfasst Schecks und Kassenbestände sowie unterwegs befindliche Gelder und die Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus der betrieblichen Tätigkeit, aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit. Cashflows aus nicht fortgeführten Aktivitäten werden separat ausgewiesen, sofern es sich um aufgegebene Geschäftsbereiche handelt.

Die Cashflows aus nicht fortgeführten Aktivitäten betreffen die im Vorjahr durchgeführte Veräußerung der Galeria-Kaufhof-Gruppe. Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten.

Aus der betrieblichen Tätigkeit wurden im Berichtsjahr Cashflows in Höhe von 1.569 Mio. € (2014/15: 1.595 Mio. €) generiert. Die Abschreibungen entfallen mit 854 Mio. € (2014/15: 888 Mio. €) auf Sachanlagen, mit 168 Mio. € (2014/15: 104 Mio. €) auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, mit 11 Mio. € (2014/15: 38 Mio. €) auf „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ und mit 0 Mio. € (2014/15: 457 Mio. €) auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Dagegen laufen Zuschreibungen in Höhe von 16 Mio. € (2014/15: 22 Mio. €).

Die Veränderung des Nettobetriebsvermögens beträgt −283 Mio. € (2014/15: −305 Mio. €) und enthält die Veränderungen der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der in der Position „Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte“ enthaltenen Forderungen an Lieferanten sowie Forderungen aus Kreditkarten und geleisteten Anzahlungen auf Vorräte. Darüber hinaus enthält sie die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, der abgegrenzten Umsätze aus Gutscheinen und Kundentreueprogrammen, der Rückstellungen für Kundentreueprogramme und Rückgaberechte sowie der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen.

Aus der sonstigen betrieblichen Tätigkeit resultiert insgesamt ein Mittelabfluss von 154 Mio. € (2014/15: Mittelzufluss von 381 Mio. €). Die Position beinhaltet Veränderungen der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten. Darüber hinaus enthält sie Veränderungen aus zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten und Schulden, Anpassungen nicht realisierter Währungseffekte sowie die Eliminierung EBIT-wirksamer Entkonsolidierungsergebnisse.

Wesentliche Posten sind die Umgliederung des Entkonsolidierungserfolgs Vietnam in die Unternehmensveräußerungen in Höhe von 451 Mio. € sowie Einzahlungen der METRO Unterstützungskasse aus gewährten Darlehen in Höhe von 220 Mio. €. Im Vorjahr war im Wesentlichen die Adjustierung nicht realisierter Währungseffekte in Höhe von 236 Mio. € enthalten, die im Geschäftsjahr 2015/16 – 4 Mio. € betrug.

Aus dem Bereich der Investitionstätigkeit resultiert im Berichtsjahr ein Mittelabfluss von 224 Mio. € (2014/15: Mittelabfluss von 1.187 Mio. €). Hierin sind Nettoeinzahlungen für die Veräußerung des vietnamesischen Großhandelsgeschäfts von METRO Cash & Carry in Höhe von 357 Mio. € enthalten. Die Unternehmensakquisitionen beinhalten im Wesentlichen die Erwerbe von Rungis Express und der RTS-Gruppe. Im Vorjahr waren hierin Auszahlungen für den Erwerb der Classic Fine Foods Group in Höhe von 241 Mio. € sowie weiterer Anteile an der iBOOD-Gruppe in Höhe von 10 Mio. € enthalten.

Die sonstigen Investitionen beinhalten Auszahlungen in Höhe von 82 Mio. € (2014/15: Auszahlung 415 Mio. €) für kurzfristige Geldanlagen > 3 Monate.

Der Betrag der als Mittelabfluss dargestellten Investitionen in Sachanlagen unterscheidet sich von dem im Anlagenspiegel dargestellten Zugang in Höhe der nicht zahlungswirksamen Vorgänge. Diese betreffen im Wesentlichen Zugänge aus Finanzierungs-Leasing, Wechselkurseffekte sowie die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Erwerb von übrigen Anlagewerten.

Die Desinvestitionen beinhalten die Rückzahlung einer kurzfristigen Geldanlage > 3 Monate in Höhe von 415 Mio. €.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit weist im Berichtsjahr einen Mittelabfluss von 3.584 Mio. € (2014/15: Mittelabfluss 718 Mio. €) aus, der im Wesentlichen auf die Tilgung von Finanzschulden zurückzuführen ist.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterlagen in Höhe von 0 Mio. € Verfügungsbeschränkungen.