43. Segmentberichterstattung

Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns. Durch Aggregationen von operativen Segmenten richten sich die Berichtssegmente nach der Einteilung des Geschäfts in einzelne Branchen.

METRO Cash & Carry

METRO Cash & Carry ist im Selbstbedienungsgroßhandel mit den Marken METRO und MAKRO sowie der Classic Fine Foods Group fokussiert auf drei gewerbliche Kundengruppen: Horeca (Fokus auf Hotels, Restaurants und Caterer), Trader (Fokus auf unabhängige Wiederverkäufer wie zum Beispiel Kioskbetreiber, Bäcker und Metzger) sowie Multispecialists (neben den übrigen Kundengruppen auch Fokus auf Service Companies and Offices) in 25 Ländern Europas und Asiens vertreten.

Die genannten drei Kundengruppen stellen operative Segmente dar, da sich die interne Ressourcenallokation und die Performancemessung durch den sogenannten Chief Operating Decision Maker (Vorstand der METRO AG) an ihnen orientiert. Da die drei Kundengruppen trotz ihrer strategisch unterschiedlichen Fokussierung derzeit hinreichende Ähnlichkeiten hinsichtlich ihres Geschäftsmodells, ihrer Produkte und Dienstleistungen sowie ihrer Kundenstruktur aufweisen – insbesondere in Abgrenzung zu den übrigen Berichtssegmenten der METRO GROUP – werden diese drei operativen Segmente zu einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst.

Media-Saturn

Media-Saturn bietet im Elektrofachhandel ein umfassendes Sortiment mit neuesten Markenprodukten sowie die dazugehörenden Services und Dienstleistungen an. Mit den zwei starken Vertriebsmarken Media Markt und Saturn ist die Vertriebslinie in 15 Ländern vertreten. Zudem betreibt die Unternehmensgruppe reine Onlineanbieter wie Redcoon und iBOOD sowie die digitale Entertainmentplattform Juke. Die interne Steuerung hinsichtlich der Ressourcenallokation und der Messung der Performance durch den Chief Operating Decision Maker (Vorstand der METRO AG) erfolgt für Media-Saturn als Ganzes, sodass Media-Saturn sowohl das operative als auch das berichtspflichtige Segment darstellt.

Real

Real betreibt Hypermärkte in Deutschland und ist dort sowohl im stationären Einzelhandel als auch im Onlinehandel aktiv. Alle Märkte bieten ein umfassendes Lebensmittelangebot mit einem hohen Anteil an Frischeprodukten, ergänzt um ein Sortiment von Nichtlebensmitteln. Im März 2016 hat Real den Kaufvertrag zur Übernahme des Onlineshoppingportals Hitmeister unterzeichnet. Real stellt ein eigenes operatives und berichtspflichtiges Segment dar, da die interne Steuerung hinsichtlich der Ressourcenallokation und der Messung der Performance durch den Chief Operating Decision Maker (Vorstand der METRO AG) für Real separat erfolgt.

Nicht fortgeführte Aktivitäten

Die nicht fortgeführten Aktivitäten beinhalten die Galeria-Kaufhof-Gruppe, welche bis zum Geschäftsjahr 2013/14 als separates Segment berichtet wurde.

Weitere Angaben zu den Segmenten enthält der zusammengefasste Lagebericht.

Außer den Informationen zu den oben genannten Berichtssegmenten werden gleichwertige Informationen zu den METRO GROUP Regionen veröffentlicht. Dabei wird nach den Regionen Deutschland, Westeuropa (ohne Deutschland), Osteuropa und Asien unterschieden.

Nachfolgend werden die wesentlichen Bestandteile der Segmentberichterstattung beschrieben:

  • Der Außenumsatz repräsentiert den Umsatz der Geschäftssegmente mit Konzernexternen.
  • Der Innenumsatz zeigt die Umsätze mit anderen Geschäftssegmenten.
  • Das Segment-EBITDA umfasst das EBIT vor Abschreibungen und Zuschreibungen auf Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
  • Die Segmentsteuerungsgröße EBIT beschreibt das betriebliche Ergebnis der Periode vor Finanzergebnis und Ertragsteuern. Konzerninterne Mietverträge werden in den Segmenten als Operating-Leasingverhältnisse dargestellt. Die Vermietung findet dabei zu marktüblichen Konditionen statt. Standortbezogene Risiken sowie Werthaltigkeitsrisiken von langfristigen Vermögenswerten werden in den Segmenten grundsätzlich nur dann abgebildet, wenn es sich um Konzernrisiken handelt. Dies gilt analog für aktive und passive Abgrenzungen, die auf Segmentebene nur dann abgebildet werden, wenn dies auch in der Konzernbilanz erforderlich wäre.
  • Im EBITDA und im EBIT vor Sonderfaktoren werden alle Geschäftsvorfälle bereinigt, die nicht regelmäßig wiederkehrend sind, darunter zum Beispiel Restrukturierungen oder Änderungen im Konzernportfolio.

Nachfolgend wird die Überleitung des EBITDA vor Sonderfaktoren auf das berichtete EBITDA sowie die Überleitung des EBIT vor Sonderfaktoren auf das berichtete EBIT dargestellt:

 Download XLS (22KB)

Mio. €

2014/15

2015/16

EBITDA vor Sonderfaktoren

2.458

2.509

Portfoliomaßnahmen

25

443

Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen

−237

−340

Risikovorsorgen

−14

0

Übrige Sonderfaktoren

−56

−82

EBITDA wie berichtet

2.177

2.530

 Download XLS (22KB)

Mio. €

2014/15

2015/16

EBIT vor Sonderfaktoren

1.511

1.560

Portfoliomaßnahmen

23

442

Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen

−285

−408

Risikovorsorgen inklusive Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte

−472

0

Übrige Sonderfaktoren

−66

−82

EBIT wie berichtet

711

1.513

  • Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge (einschließlich der Zugänge zum Konsolidierungskreis) zu den langfristigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen sowie zu den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Ausgenommen hiervon sind Zugänge aufgrund der Reklassifikation von „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ als langfristige Vermögenswerte.
  • Das Segmentvermögen enthält das lang- und kurzfristige Vermögen. Nicht enthalten sind hauptsächlich Finanzanlagen, nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen, Steuerpositionen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Vermögenswerte, die nicht fortgeführten Aktivitäten zuzuordnen sind.

Nachfolgend wird die Überleitung des Segmentvermögens auf die Vermögenswerte des Konzerns dargestellt:

 Download XLS (24KB)

Mio. €

30.9.2015

30.9.2016

1

Enthalten in der Bilanzposition „Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte“ (kurzfristig)

2

Enthalten in den Bilanzpositionen „Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte“ (lang- und kurzfristig)

Segmentvermögen

21.142

20.942

Finanzanlagen (lang- und kurzfristig)

123

105

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

184

188

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

4.415

2.368

Latente Steueransprüche

724

663

Ertragsteuererstattungsansprüche

202

216

Sonstige Steuererstattungsansprüche1

358

365

Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

5

0

Forderungen aus sonstigen Finanzgeschäften2

479

100

Sonstiges

23

7

Vermögenswerte des Konzerns

27.656

24.952

  • Transfers zwischen den Segmenten finden grundsätzlich auf Basis der aus Konzernsicht entstehenden Kosten statt.