Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement

Die METRO GROUP legt großen Wert darauf, faire Arbeitsbedingungen für die gesamte Belegschaft sicherzustellen. Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement sind dafür elementar. In einer personalintensiven Branche wie dem Handel sind Prävention, Sicherheit und Gesundheit essenziell und durch den demografischen Wandel wächst ihre Bedeutung weiter. Wir begegnen diesen Erfordernissen durch planvolles und strukturiertes Handeln. Dies zeigt sich unter anderem in unserem Unfallreporting, das mehr als 95 Prozent der METRO GROUP Beschäftigten abdeckt. Real, METRO Cash & Carry sowie die METRO AG, METRO SYSTEMS und METRO PROPERTIES haben ein System implementiert, das es ermöglicht, Unfallursachen zu evaluieren sowie Bereiche mit hohen Unfallraten oder besonders gefährdete Personengruppen zu identifizieren. So können wir Unfallschwerpunkte erkennen und gezielt Gegenmaßnahmen definieren. Für die deutschen Gesellschaften der METRO GROUP wurde bei den Unfällen im Berichtsjahr gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ein Anstieg verzeichnet. Die 1.000-Mann-Quote liegt für das Geschäftsjahr 2015/16 bei 22,6 (2014/15: 21,9). Der Wert gibt die relative Unfallhäufigkeit pro 1.000 Vollzeitmitarbeiter an und entspricht 1.691 gemeldeten Unfällen (2014/15: 1.655). Bei einer angenommenen Mindestabwesenheit von lediglich drei Tagen pro meldepflichtigem Unfall ist somit der durchschnittliche Produktivitätsverlust von rund 934.200 € auf rund 946.100 € gestiegen.

Zur Vermeidung von Unfällen stehen für uns nach wie vor Arbeitssicherheitstrainings im Fokus. Daher haben wir die Entwicklung unserer eigenen Trainingsbibliothek auch im Geschäftsjahr 2015/16 weiter vorangetrieben. Ein von der METRO LOGISTICS entwickeltes Training für den Umgang mit Flurförderfahrzeugen wurde so aufbereitet, dass es international einsetzbar ist.

Um das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Arbeitssicherheit eine Aufgabe aller Mitarbeiter ist, haben wir uns an der Initiative der International Labour Organization (ILO) beteiligt: Am 28. April 2016 veranstalteten wir in acht METRO Cash & Carry Landesorganisationen unseren ersten internationalen Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Im Rahmen eines Wettbewerbs dokumentierten unsere Mitarbeiter ihr Verständnis von Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement. Flankiert wurde diese Maßnahme durch die Verabschiedung einer verbindlichen Standardprozessbeschreibung für METRO Cash & Carry, die METRO AG, METRO PROPERTIES, METRO LOGISTICS und METRO SYSTEMS. Hierin werden Aufbau und Tätigkeitsbereiche für Arbeitssicherheit, ein aktives Gesundheitsmanagement sowie eindeutige Verantwortlichkeiten dokumentiert und Mindeststandards gesetzt.

Auch auf nationaler und lokaler Ebene realisierten unsere Gesellschaften im Geschäftsjahr 2015/16 zahlreiche Projekte zu den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement: Real hat gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik das Projekt „Gesunde Arbeit im Handel“ mit dem Schwerpunkt psychische Belastungen abgeschlossen. Im Berichtsjahr wurden praktische Verfahren und Instrumente zur Umsetzung in den Märkten entwickelt, unter anderem der PegA-Expertencheck, ein Begehungsprotokoll für Fachkräfte, sowie das PegA-Team-Instrument, ein Instrument zur Beteiligung der Mitarbeiter vor Ort in Form von Gesundheitswerkstätten. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde die Gesundheitswerkstatt in zehn Real-Märkten durchgeführt. Der Schwerpunkt der Arbeitssicherheit bei Real liegt weiterhin auf der Reduzierung der Unfallzahlen. Ziel ist es, dauerhaft 25 Prozent unter dem durchschnittlichen Wert in der „Gefahrklasse Einzelhandel“ zu bleiben.

METRO Cash & Carry Deutschland hat die Gefährdungsbeurteilung zu psychischen Belastungen mit dem „Kurzverfahren Psychische Belastung“ nach erfolgter Qualifizierung der örtlichen Fachkräfte für Arbeitssicherheit in allen Großmärkten sowie in der Zentrale durchgeführt. Die Ergebnisse werden nun mit Unterstützung des betriebsärztlichen Diensts ausgewertet, um Handlungsfelder zu identifizieren und konkrete Lösungen zu erarbeiten. Als Präventionsmaßnahme führt METRO Cash & Carry Deutschland darüber hinaus die Gefährdungsbeurteilung zur Identifikation von Belastungen des Muskel-Skelett-Systems durch. Nach erfolgreichem Test der hierzu genutzten Leitmerkmalmethode wird das Verfahren in allen Märkten eingesetzt und die damit verbundene Maßnahmenplanung weitergeführt.

Weitere Beispiele für lokale Initiativen sind die Einführung von Achtsamkeitsseminaren bei METRO Cash & Carry Belgien als Reaktion auf stressbedingte Erkrankungen und die Implementierung eines Stresstests bei METRO Cash & Carry Japan.

Die METRO AG sowie einige Gesellschaften der METRO GROUP mit Sitz an der Hauptverwaltung in Düsseldorf bieten Mitarbeiterunterstützungsprogramme an. Insgesamt haben rund 3.500 Beschäftigte die Möglichkeit, psychologischen Rat einzuholen. Bei betrieblichen Konfliktsituationen, aber auch bei privaten Sorgen stehen externe Experten zur Verfügung, die bei der Suche nach Lösungen unterstützen.

Die griechische Landesgesellschaft von Media-Saturn wurde im Oktober 2015 mit dem „HR & Health Award“ „Excellence in Workplace Wellbeing” ausgezeichnet. Das Programm bietet für alle Mitarbeiter neben Erste-Hilfe-Kursen oder Sicherheitskursen zur Brandvermeidung und -bekämpfung auch Angebote zur psychologischen Unterstützung mit ausgebildeten Psychologen und Life Coaches.