Media-Saturn: Branchenentwicklung im Elektrofachhandel

Die Umsätze im deutschen Elektrofachhandel stagnierten im Geschäftsjahr 2015/16 (−0,4 Prozent). Wachstumsimpulse, beispielsweise durch Produktinnovationen, fehlten im Berichtszeitraum.

Verluste in einzelnen Marktsegmenten in Deutschland wie IT und Foto wurden vor allem durch ein robustes Wachstum im Bereich Elektrokleingeräte kompensiert. Auch der wichtige Teilmarkt Smartphones hat sich nach zwischenzeitlicher Schwäche um den Jahreswechsel 2015/16 herum wieder erholt und liegt über den gesamten Geschäftsjahreszeitraum betrachtet im Plus.

Beim Elektrofachhandel in Südeuropa zeigte Spanien ein positives Wachstum, das allerdings schwächer ausfiel als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dagegen konnte Italien sein positives Wachstum weiter ausbauen.

Der osteuropäische Markt entwickelte sich sehr heterogen. Während Polen und Ungarn merkliche Wachstumsraten aufwiesen, verlor der russische Markt deutlich. Gründe hierfür sind die weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2015/16 niedrige Ölpreis. Die Türkei wuchs erneut im zweistelligen Bereich. Griechenland hat abermals den Wachstumspfad verlassen. Hierfür verantwortlich ist unter anderem der Wegfall der staatlichen Subventionen in den Bereichen IT und Telekommunikation.

Die Schweiz hat sich immer noch nicht von der Entkopplung des Frankens vom Euro erholt. Der Elektrofachhandel war 2015/16 weiterhin deutlich rückläufig.

Die eigentlich gesättigten Märkte Österreich, Belgien, Niederlande und Schweden verzeichneten allesamt stabile Zuwachsraten.

Die Media-Saturn-Unternehmensgruppe insgesamt konnte im Geschäftsjahr 2015/16 erneut Marktanteile hinzugewinnen. Sie steigerte ihren Gesamtmarktanteil über alle Länder hinweg von 13,2 Prozent auf 13,4 Prozent.