METRO Cash & Carry: Branchenentwicklung im Selbstbedienungsgroßhandel

METRO Cash & Carry ist bezogen auf den Umsatz der globale Marktführer im Selbstbedienungsgroßhandel. Die Vertriebslinie weist mit ihrer Präsenz in 25 Ländern und zusätzlich in 10 Ländern mit Classic Fine Foods (CFF) den höchsten Internationalisierungsgrad auf.

Im Geschäftsjahr 2015/16 lagen die Umsätze im Cash-and-Carry-Segment in Deutschland leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Umsatzentwicklung im Selbstbedienungsgroßhandel fiel etwas schwächer aus als im Lebensmitteleinzelhandel, der sich weiter positiv entwickelte. Die Lebensmittelpreise sind dabei mit etwas über 1 Prozent erneut nur unterdurchschnittlich angestiegen. Der Belieferungsgroßhandel konnte sein dynamisches Wachstum fortsetzen.

In Westeuropa verlief die Entwicklung im Selbstbedienungsgroßhandel auch im Geschäftsjahr 2015/16 positiv und lag über dem Vorjahresniveau. Die leichte konjunkturelle Belebung bei gleichzeitig stagnierenden oder nur leicht ansteigenden Preisen wirkte sich positiv auf die Umsätze im Selbstbedienungsgroßhandel aus. Dies war insbesondere in Spanien und Portugal zu beobachten. In Spanien profitierten darüber hinaus die für das Horeca-Geschäft so wichtigen Branchen Tourismus und Gastronomie von einem Rekord bei den Urlauberzahlen, da andere Mittelmeerziele wie Nordafrika oder die Türkei wegen der angespannten politischen Lage gemieden wurden. Dementsprechend haben die großen Horeca-Länder Westeuropas zum Wachstum des Selbstbedienungsgroßhandels im Horeca-Cluster beigetragen. Die Entwicklung dieses Clusters wurde im Geschäftsjahr 2015/16 zusätzlich durch die positive Entwicklung des Selbstbedienungsgroßhandels in Japan und der Türkei gefördert.

Auch das Belieferungsgeschäft hat sich in Westeuropa stabil entwickelt.

In Osteuropa sind die Umsatzerlöse im Selbstbedienungsgroßhandel stärker als im Jahr zuvor gewachsen. Die Entwicklung zeigte weiterhin ein gemischtes Bild aufgrund der uneinheitlichen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Die Länder in Zentraleuropa waren stabil und wiesen eine positive Umsatzentwicklung auf. Dagegen war der Handel in der Ukraine und Russland nach wie vor von dem andauernden Konflikt und insgesamt weiter herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Die Umsätze im Selbstbedienungsgroßhandel sind preisbedingt gewachsen, preisbereinigt wiesen sie aber weiterhin eine rückläufige Entwicklung auf. Der negative Trend ging jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2016 zurück. Die Situation in der Ukraine hatte zwar auch einen negativen Einfluss auf die Gesamtentwicklung des Segments Trader, dieses konnte jedoch auch dank der soliden Entwicklung in Polen, Rumänien und Moldawien wachsende Umsätze im Selbstbedienungsgroßhandel verzeichnen. In Kasachstan als Importland wurde die Umsatzentwicklung sowohl im Selbstbedienungsgroßhandel als auch im Einzelhandel stark durch die Abwertung des kasachischen Tenge sowie durch die Verunsicherung der Verbraucher bezüglich der künftigen Entwicklung beeinträchtigt. Die Türkei wies ungeachtet der schwierigen politischen Situation ein nominal vergleichsweise starkes Wachstum im Selbstbedienungsgroßhandel auf, allerdings bei gleichzeitig hohen Lebensmittelpreissteigerungen. Die vermehrten Anschläge sowie die Entwicklungen im Zuge des versuchten Militärputschs hatten Auswirkungen auf Tourismus und Gastronomie, was im Jahresverlauf 2016 eine Abschwächung der Entwicklung zur Folge hatte.

In Asien setzte sich auch im Geschäftsjahr 2015/16 das Wachstum im Selbstbedienungsgroßhandel mit hoher Dynamik fort. Die Umsätze stiegen in dieser Region erneut am stärksten, auch wenn sich das Wirtschaftswachstum in China deutlich verlangsamt hat. Wesentliche Wachstumstreiber der Region waren Indien und Pakistan, wo die Erlöse sowohl nominal als auch real gestiegen sind. Die asiatische Landschaft der Lebensmittelversorgung ist von traditionellen Handelsstrukturen dominiert, die weiter hohes Wachstumspotenzial für das Cash-and-Carry-Segment bieten. Die darüber hinaus immer stärker wachsende Nachfrage nach Belieferungsservice im asiatischen Raum eröffnet weitere Chancen für den Lebensmittelgroßhandel.

Die asiatischen Länder haben am stärksten das Erlöswachstum im Segment Multispecialists geprägt. Dieses wurde allerdings sowohl durch die unterdurchschnittliche Entwicklung in den saturierten westeuropäischen Märkten Belgien und Niederlande als auch durch schwierige Rahmenbedingungen in Russland und Kasachstan etwas abgeschwächt.