100 Prozent Transparenz

Klarheit 100
Prozent
Transparenz

Osnat Michaeli

Stadt- Farmerin

Sprossen (foto)
Nachhaltigkeit ist ein Kernprinzip unserer Mission. » «

Osnat Michaeli ist Co-Gründerin und Chief Marketing Officer des Indoor-Farming-Start-ups Infarm. Mitten in der Stadt legt das in Berlin ansässige Unternehmen hocheffiziente vertikale Anbauflächen an, die dem wachsenden Bedürfnis der städtischen Gemeinschaft nach einem lokalen, transparenten und dynamischen Ernährungssystem gerecht werden. So will Infarm intelligente Stadtfarmnetzwerke schaffen, auf deren Basis die Landwirtschaft revolutioniert wird.

Der Firmensitz von Infarm in einem Fabrikgebäude in Berlin-Kreuzberg ist ein Mix aus Arbeitsplatz, vertikaler Farm und Forschungslabor. Schreibtische stehen zwischen Hightech-Apparaturen, Efeu rankt an der Wand. Genau hier entwickelt Infarm seine patentierte Vertical-Farming-Technologie weiter und liefert somit die Grundlage für ein vollkommen neues Ernährungssystem. „Diese Technologie soll Städte dabei unterstützen, sich autark mit Lebensmitteln zu versorgen“, sagt Osnat Michaeli. „Unsere Anbauflächen lassen sich überall installieren, sogar direkt vor Ort im Einzelhandel. Die Lieferkette wird erheblich verkürzt und den Verbrauchern stehen frische, nährstoffreiche und pestizidfreie Kräuter und Gemüsesorten unmittelbar zur Verfügung“, betont sie. „Diese Klarheit ist es, die dem bewussten Verbraucher von heute so wichtig ist. Er will Zugang zu einer transparenten Lieferkette, die ihm ganz genau sagt, wo seine Nahrungsmittel herkommen und woraus sie bestehen.“ Die engagierte Vordenkerin ist sich sicher: Die Lebensmittelerzeugung steht vor dem Umbruch. „Der Erfinder und Futurist Ray Kurzweil prognostiziert für das kommende Jahrzehnt eine Vertical-Farming-Revolution. Die Technologien von Infarm werden dabei eine zentrale Rolle spielen.“

Osnat Michaeli ist 2012 gemeinsam mit den anderen beiden Infarm-Gründern, Chief Executive Officer Erez Galonska und Chief Technology Officer Guy Galonska, aus Israel nach Berlin gekommen. „Als Hauptstadt der internationalen Stadtfarmbewegung ist Berlin der beste Ort für uns“, sagt sie. Die Initialzündung zur Gründung eines Start-ups war ihre Begegnung mit Erez Galonska. „Erez lebte lange auf den Kanarischen Inseln, wo er sich ausschließlich von Produkten ernährte, die er selbst angebaut hat“, berichtet Osnat Michaeli. So beschlossen die beiden, sich mit dem Gemüseanbau in der Stadt zu befassen. „Die erste Indoor-Farm haben wir in unserem Wohnzimmer in Berlin-Neukölln gebaut. Draußen schneite es, aber wir ernteten frisches Gemüse und exotische Kräuter.“ Diese besondere Erfahrung, eigenständig Lebensmittel zu produzieren, inspirierte sie zur Gründung von Infarm.

Osnat Michaeli Gewächshaus (foto)
Infarm Team (foto)
Mann Pflanzen (foto)
Gewächshaus (foto)

Indoor- Farming

Ende 2015 errichteten METRO Cash & Carry und Infarm den ersten Kräuter- und Gemüseanbau im Großmarkt Berlin-Friedrichshain, im Februar 2016 startete der Verkauf. Auf rund fünf Quadratmetern gedeihen kontinuierlich verschiedene Pflanzensorten – für METRO-Kunden, die frische, gesunde und hochwertige Produkte zu schätzen wissen.

Auf den vertikalen Anbauflächen kultiviert Infarm Pflanzen nach dem Prinzip der Hydroponik: Die Pflanzen wurzeln nicht in Erde, sondern in einer dünnen Schicht aus nährstoffreichem Wasser und Sauerstoff. Im Vergleich zu konventionellen Anbaumethoden benötigen die vertikalen Farmen von Infarm 90 Prozent weniger Wasser, 70 Prozent weniger Dünger und null Pestizide.

Manifest (foto)
Samen setzen (foto)
Platinen (foto)

Erez Galonska, Osnat Michaeli, Guy Galonska: das Gründerteam von Infarm vor seinem Airstream-Caravan, der die erste vertikale Farm des Unternehmens beherbergte.

Gründerteam (foto)